10/07/2026
"Was kann ich tun, wenn mein Kind keinen Kontakt mehr zu mir möchte?"
Diese Frage höre ich immer wieder.
Die meisten Eltern suchen nach dem einen Fehler, den sie rückgängig machen könnten.
Doch oft geht es gar nicht darum.
Es geht nicht darum, sich schuldig zu sprechen oder sich für alles zu entschuldigen.
Es geht darum, den Mut zu haben, ehrlich hinzuschauen:
Was hat mein Kind erlebt?
Was habe ich erlebt?
Welche Muster haben unsere Beziehung geprägt?
Ich kenne beide Seiten.
Meine Beziehung zu meiner Mutter war schwierig. Ich fühlte mich mit meinen Sorgen oft allein und nicht verstanden. Irgendwann hörte ich auf, ihr von meinem Leben zu erzählen.
Trotzdem habe ich jahrelang um ihre Liebe und Anerkennung gekämpft.
Erst mit 33 Jahren wurde mir bewusst, dass ich mich innerlich noch nicht von meiner Mutter gelöst hatte. Ich brauchte Abstand – nicht aus Ablehnung, sondern um endlich bei mir selbst anzukommen.
Diese Zeit hat vieles verändert.
Was mich damals besonders schmerzte: Meine Mutter fühlte sich durch meine Worte angegriffen. Sie wollte ihre Sicht beweisen, statt verstehen zu wollen, wie ich mich fühlte.
Genau darin liegt für mich ein wichtiger Unterschied.
Wer nur nach Recht oder Unrecht sucht, bleibt oft im Konflikt.
Wer bereit ist, zuzuhören, sich selbst zu reflektieren und Verantwortung für den eigenen Anteil zu übernehmen, schafft die Grundlage für Veränderung.
Das bedeutet nicht, dass dein Kind sofort zurückkommt.
Aber es bedeutet, dass du aus Schuld, Ohnmacht und ständigem Grübeln aussteigen kannst.
😍 Und manchmal beginnt genau dort etwas Neues.
Wenn du lernen möchtest, wie Selbstreflexion dir helfen kann, wieder Frieden mit dir selbst zu finden – unabhängig davon, wie dein Kind sich entscheidet –, dann schreibe „REFLEXION“ in die Kommentare oder sende mir eine Nachricht.
Happy Mom
Sybille 🧡