07/03/2026
– MEIN KLARTEXT – 🔎
🔥Wenn Profit über Best Practice steht – und man es den Frauen als «Wunsch» verkauft.
📰Medinside berichtet über immer kürzere Spitalaufenthalte nach Spontangeburt: oft nur noch zwei Nächte. Angeblich auf Wunsch der Frauen. Tatsächlich passt das perfekt zur Fallpauschale. Zwei Nächte bedeuten den Mindestaufenthalt ohne Kurzliegerabzug. Für Spitäler heisst das: sie können Betten abbauen, Personal sparen, Kosten verschieben, mehr Profit.
➡️Die Nachbetreuung übernehmen freiberufliche Hebammen – schlecht bezahlt und vielerorts ohnehin unterbesetzt. Haushaltshilfe für diese erste Zeit, gibt es in der Schweiz schon lange nicht mehr.
💸Gespart wird einmal mehr auf dem Rücken der Frauen. Ausgerechnet in einer Phase, in der professionelle Betreuung entscheidend ist: Bei der physischen und psychischen Gesundheit der Mutter und dem Neugeborenen, insbesondere beim Stillen. Themen, die nachweislich langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit der Frauen, Kinder und Familien haben.
📈Das ist das Ergebnis einer Gesundheitspolitik, die seit Jahren versucht, Gesundheit nach Marktlogik zu organisieren. Schneller entlassen, Kosten verschieben, Risiken externalisieren. Was danach passiert, interessiert offenbar weniger.
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💯Gesundheit ist Service public. Der Schutz von Mutter und Kind am Lebensanfang darf keine betriebswirtschaftliche Optimierungsübung sein‼️
Susanne Clauss – Hebamme, Pflegefachfrau, Eigentümerin und Geschäftsführerin Geburtshaus Luna