26/07/2026
Liebe Grüsse aus der Horizontalen vom sinnlosesten Busbahnhof der Welt - in Lyon Gerland.
Meinen Busch habe ich schon unter grossem Innendruck gefunden - ca. 200 m vom Busbahnhof entfernt - wie gut und wertvoll das Training des "Freischiss" in der Natur von den Rainbow Gatherings am CAGAMOR wirklich ist, stelle ich immer wieder zufrieden fest, wenn sich Erleichterung breit gemacht hat... 💩
Ein WC oder sonstige Sanitäranlagen gibt es hier nicht bei den Nachtaufenthalten, das Gebäude hat knallhart geschlossen. Ganz egal ob es regnet, schneit oder ob unmenschliche Temperaturen vorherrschen wie vor 10 Tagen, Sommer wie Winter. Was für ein Sc***ss, im wahrsten Sinne des Wortes 🫠
Kein Kaffee oder Getränke zugänglich, nur die unüberdachten Parkplätze für die grossen Reisebusse. Der Steig ohne Sitzmöglichkeiten und doch recht schmal - und hier sind diese Nacht etwa 100 Menschen, mitten im Nirgendwo von Lyon. Da hatte es überall in Lateinamerika einen besseren Standard, wo man zumindest ein Sc***sshaus zugänglich hatte.
Als ich mit den Kogi lebte, sagte Mamo Santiago Gil zu mir, dass man einen gesunden Menschen daran erkennt, dass dieser ohne Beschwerden auf dem Boden ruhen könne - ich treibe es hier heute für die fast 3 Stunden Wartezeit noch ein wenig weiter und liege mit dem Rücken und Kopf auf meiner Reisetasche und mit den Füssen auf meinem Rucksack mit Isomatte, hänge also fast frei schwebend in der Luft.
Ich glaube das meinen die New Ager immer, wenn sie von der Überwindung der Schwerkraft palavern. Jedenfalls sieht es wirklich ein wenig so aus, als schwebe ich in der Horizontalen. Glaubt mir, es gibt schöneres - allerdings auch wesentlich schlimmeres.
So spiele ich mal wieder, ganz im Sinne der Squadra Azzura, auf Zeit und hoffe, dass ich nicht nochmals einen Spaziergang zu den Sanitär-Büschen hier ums Eck machen muss, wenn der Kaffee des Strassenverkäufers meines Vertrauens reinkickt.
Das zweite Bild ist übrigens vom Halbfinaltag, als wir - Sca und ich auf den Weg nach Perpignan - gemeinsam hier durch mussten. Da haben wir sehr mit den Franzosen gelitten, die Trauer war fast anfassbar. Kein schöner Ort der Begegnung - aber was sind wir nicht alles bereit in Kauf zu nehmen, um unserem Ruf zu folgen und die Welt mit unserer Präsenz zu bereichern und schöne neue Orte zu erkunden... 🙌🏽😜
Heute ist übrigens die erste Nacht seit Wochen, wo ich mal wieder etwas langes anlegen muss, weil es empfindlich frisch ist und mit diesem Beitrag habe ich die Wartezeit sagenhaft und wie von Zauberhand um 25 min verkürzt. Danke fürs Lesen und eure Kommentare vorab 🙏🏽👋🏽
P.S. ich triggere derweil unsere Mitmenschen, indem ich Hatha Yoga zur Entspannung meines Rückens auf dem Bussteig mache und in der Krähe Minutenlang herumstehe 🧘🏽♂️
Alé Asar
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