14/06/2026
In der Schweiz wurde heute über die sogenannte 10-Millionen-Schweiz-Initiative abgestimmt.
Und unabhängig davon, wie man dazu steht: Der Abstimmungskampf war hart.
In den letzten Wochen wurde diskutiert, gestritten, argumentiert und gekämpft. Das gehört zu einer Demokratie dazu.
Was mich aber ehrlich gesagt mehr beschäftigt als das Ergebnis selbst, ist der Umgang miteinander nach der Abstimmung.
Ich habe Menschen gesehen, die sich gegenseitig beschimpfen. Menschen, die sich gegenseitig Dummheit unterstellen. Menschen, die sich gegenseitig erklären, warum die jeweils andere Seite das Problem ist. Dabei kenne ich Menschen auf beiden Seiten dieser Abstimmung. Menschen mit guten Absichten, Menschen mit Sorgen und Menschen mit Hoffnungen.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, warum es uns so schwerfällt, anderer Meinung zu sein, ohne einander abzuwerten. Wir müssen nicht alle dasselbe denken. Das wäre auch ziemlich langweilig. Aber irgendwo scheint uns die Fähigkeit verloren gegangen zu sein, unterschiedliche Ansichten auszuhalten, ohne den anderen gleich als Gegner zu betrachten.
Und vielleicht hat das sogar mehr mit uns selbst zu tun, als wir denken.
⁉️Denn wie liebevoll kann ich mit mir selbst umgehen, wenn ich ständig im Kampfmodus bin? Und wie leicht fällt es mir, andere Menschen abzuwerten, wenn ich mit mir selbst genauso hart umgehe⁉️
Ich habe darauf keine fertige Antwort. Aber ich glaube, wir würden alle gewinnen, wenn wir wieder etwas mehr Neugier füreinander hätten und etwas weniger Bedürfnis, recht zu haben.
✨💜⚡🌌💎