16/08/2026
Der Wolfstrapp mag es nass, er wächst an Gewässerrändern und auf feuchten Wiesen, bei mir direkt am Teich, dem kühlsten Fleck in meinem Garten gerade in dieser Hitze.
Ein Lippenblütler mit vierkantigem Stängel, kreuzgegenständigen, lanzettlichen Blättern mit deutlich gesägtem Rand und kräftig hervortretenden Blattnerven, dazu unscheinbare weisse Lippenblüten, die in kleinen Quirlen am Stängel sitzen. Der Name kommt von der Ähnlichkeit der gezähnten Blattenden mit einer Wolfsfalle.
Aus dem blühenden Kraut, Lycopi herba, wird ein Mittel gewonnen, das die Schilddrüsenaktivität dämpft und beruhigend auf den ganzen Organismus wirkt. Zusätzlich reguliert es den Prolaktinspiegel, was zum Beispiel Brustspannen im Rahmen von PMS lindern kann.
In der Praxis wird meist der eng verwandte amerikanische Wolfstrapp, Lycopus virginicus, verwendet.
Auch von der Signatur her passt das zusammen. Die geordnete Blattstruktur, die kräftige Nervatur, der regelmässig gesägte Rand zeigen ein stark ordnendes Strukturierungsvermögen, ähnlich wie die Schilddrüse den Stoffwechsel und den Wärmehaushalt im Körper ordnet.
Dazu kommt der Standort: Der Wolfstrapp gilt als Strahlensucher und bevorzugt Plätze mit erhöhter Reizintensität, meist in Wassernähe. Zusammen mit seiner beruhigenden, kühlenden Wirkung auf die Schilddrüse liest sich das als Signatur des Mondprinzips.
Die Schilddrüse selbst trägt diese Verbindung zum Wasser in sich, sie entstand entwicklungsgeschichtlich aus Gefässen, wie sie ursprünglich bei den Kiemen vorkamen.
Wichtig bei der Anwendung: Wolfstrapp wird langsam eingeschlichen und genauso langsam wieder ausgeschlichen, nie abrupt abgesetzt."