Arud Zentrum für Suchtmedizin

Arud Zentrum für Suchtmedizin Beratung & Behandlung bei problematischem Substanzkonsum. Engagement für eine fortschrittliche, solidarische & wissenschaftlich fundierte Suchtpolitik.

📽️ ⚠️ «Europas Drogenkrise – Bedrohung durch Fentanyl und synthetische Opioide»: Nicole Krättli zeigt in der NZZ-Format-...
24/08/2026

📽️ ⚠️ «Europas Drogenkrise – Bedrohung durch Fentanyl und synthetische Opioide»: Nicole Krättli zeigt in der NZZ-Format-Doku mit viel Fingerspitzengefühl, wie nah uns diese Entwicklungen bereits sind, wie sich die Schweiz aktuell darauf vorbereitet, und geht der Frage nach, ob das reicht.

💊 Hochpotente synthetische Opioide wie Fentanyl und Nitazene haben den illegalen Substanzmarkt in Nordamerika stark verändert und zu zahlreichen tödlichen Überdosierungen geführt. Inzwischen tauchen diese Substanzen auch in Europa auf – teils als Beimischung in He**in oder Tabletten und damit unbemerkt von den Konsumierenden.

⚠️ Gleichzeitig verändert sich der Markt: Der Handel verlagert sich zunehmend ins Internet, Konsumierende werden jünger und für klassische Hilfsangebote teilweise schwerer erreichbar. Für Suchthilfe und Drogenpolitik wird es deshalb wichtiger, neue Entwicklungen früh zu erkennen und gefährdete Menschen rechtzeitig zu erreichen.

🔎 Die Schweiz verfügt seit den Erfahrungen von Platzspitz und Letten über etablierte Instrumente wie Konsumräume, Substitutionstherapie, Drug Checking und Frühwarnsysteme. Aber reicht das? Was braucht es, um eine Fentanyl-Krise zu verhindern und vulnerable Menschen zu schützen? Florian Meyer, Abteilungsleiter im Sozialdepartement der Stadt Zürich, ordnet ein.

💙 Auch zwei bekannte Arud-Gesichter hat Nicole Krättli dazu begleitet und befragt: Peer-Mitarbeiter Andi Hüttenmoser und Chefarzt Philip Bruggmann. Vielen Dank euch beiden für eure Mitwirkung und wertvollen Botschaften.

➡️ Hier mehr zur Doku und zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=TTo2t3hZnTA&utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_82q8yxey2j

🧐 Die offene Crack-Szene beschäftigt Zürich erneut:🧠Arud-Chefarzt Philip Bruggmann im Interview mit der NZZ darüber, war...
20/08/2026

🧐 Die offene Crack-Szene beschäftigt Zürich erneut:

🧠Arud-Chefarzt Philip Bruggmann im Interview mit der NZZ darüber, warum Crack-Konsum suchtmedizinisch eine besondere Herausforderung darstellt, welche Rolle neue Behandlungsansätze spielen können – und weshalb ihn der Blick zurück in die 1990er-Jahre dennoch zuversichtlich stimmt.

Hier geht's zum Artikel: https://arud.ch/assets/docs/Arud_in_den_Medien/neue_zurcher_zeitung_losung_crack_krise.pdf?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_9rfoitniqg

💼 Take-Home-Messages:

📌 Für eine Crackabhängigkeit gibt es bisher keine vergleichbar wirksame medikamentöse Behandlung wie bei einer Opioidabhängigkeit. Das starke Verlangen nach der Substanz und ihre kurze Wirkung machen die Behandlung besonders anspruchsvoll.

📌 Schadensminderung kann ein wichtiger erster Schritt sein.
Von einer ärztlich kontrollierten Kokainabgabe ist nicht unmittelbare Abstinenz zu erwarten. Sie könnte jedoch helfen, wieder mehr Struktur in den Alltag zu bringen, gesundheitliche Risiken zu reduzieren und dank dem Kontakt mit Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich den Zugang zu weiterer Behandlung zu erleichtern.

📌 Neue Ansätze müssen wissenschaftlich geprüft werden:
Der Genfer Versuch zur kontrollierten Kokainabgabe kann wichtige Erkenntnisse liefern. Gerade weil bisher nur wenige wirksame therapeutische Instrumente zur Verfügung stehen, braucht es sorgfältig evaluierte neue Wege.

📌 Die heutige Situation ist nicht mit dem Platzspitz der 1990er-Jahre gleichzusetzen – Parallelen gibt es trotzdem. Auch die heute etablierten Behandlungen der Opioidabhängigkeit begannen mit kleinen, wissenschaftlich begleiteten Projekten. Es dauerte Jahre, bis daraus tragfähige Versorgungsangebote entstanden.

📌 Suchtmedizinische und schadensmindernde Angebote müssen dezentraler werden. Offene Szenen entstehen längst nicht nur in Zürich. Auch mittelgrosse Städte brauchen geeignete Konsumräume und suchtmedizinische Angebote.

🔎 Kann kontrolliertes Trinken nach einer Alkoholabhängigkeit funktionieren?Der Tages-Anzeiger hat Regina Esser, unsere C...
19/08/2026

🔎 Kann kontrolliertes Trinken nach einer Alkoholabhängigkeit funktionieren?

Der Tages-Anzeiger hat Regina Esser, unsere Chefärztin Innere Medizin, dazu befragt, wie realistisch das ist und woran sich problematischer Alkoholkonsum überhaupt erkennen lässt.

Hier geht's zum Artikel: https://arud.ch/assets/docs/20260815_tagesanzeiger_reginaesser.pdf?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_c359czbyad

💼 Take-Home-Messages:

📌 Nach einer Alkoholabhängigkeit ist kontrollierter Konsum mit erheblichen Risiken verbunden. Erlernte Verhaltensmuster können auch nach langer Abstinenz bestehen bleiben und durch bestimmte Situationen oder Reize wieder aktiviert werden.

📌 Entscheidend ist nicht nur, wie viel jemand trinkt.
Auch Kontext und Funktion des Konsums spielen eine Rolle: Wann, wo und warum trinke ich? Wird Alkohol zur Stress- oder Emotionsregulation eingesetzt?

📌 Problematischer Konsum und Abhängigkeit sind nicht dasselbe.
Problematisch kann Alkoholkonsum bereits dann sein, wenn er mittel- oder langfristig gesundheitliche Schäden oder soziale und berufliche Konflikte verursacht – auch ohne dass die Kriterien einer Abhängigkeit erfüllt sind.

📌 Alkohol sollte weder bagatellisiert noch verteufelt werden.
Wichtig ist ein realistischer Blick auf die Risiken – und die Bereitschaft, den eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen.

📢📢📢 Warum ist ein Rauchstopp so schwierig?👉 «Die unterschätzten Folgen» (4/6)🔎 Wer raucht, bleibt meist über lange Zeit ...
13/08/2026

📢📢📢 Warum ist ein Rauchstopp so schwierig?
👉 «Die unterschätzten Folgen» (4/6)

🔎 Wer raucht, bleibt meist über lange Zeit alltags- und leistungsfähig.

Gerade weil die Folgen des Rauchens – sowohl psychosozial wie auch gesundheitlich – lange Zeit kaum sichtbar oder spürbar sind, werden sie oft unterschätzt, obwohl sie langfristig massiv sein können!

🧠 Nikotin gehört zu den Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial – trotzdem ist es für viele Menschen überraschend, dass es mit dem Rauchstopp nicht funktioniert.

Warum ist das so? Und was kann helfen, den Kreislauf zu durchbrechen?

Hier mehr dazu lesen: https://arud.ch/rauchenverstehen?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_ed8xwnofr2

🌟 Herzlich willkommen im Team! 🌟Schön, dass ihr da seid: Julia, Julian, Nikolai, Patrick und Patrik 🌷(Bewerbungen von Me...
12/08/2026

🌟 Herzlich willkommen im Team! 🌟

Schön, dass ihr da seid: Julia, Julian, Nikolai, Patrick und Patrik 🌷
(Bewerbungen von Menschen mit anderen Namen sind übrigens weiterhin ausdrücklich willkommen. 😁)

🌈 Julia verstärkt das Team beim Checkpoint Zürich im Einsatz für Q***r Health.

👩‍⚕️ Julian, Nikolai, Patrick und Patrik starteten im Arud Zentrum für Suchtmedizin.

💙Wir freuen uns, gemeinsam mit euch unsere Vision einer zugänglichen, wertschätzenden und umfassenden Gesundheitsversorgung weiter voranzutreiben.

🔎Am Welcome Day gaben wir Einblicke in unsere bewegte Geschichte, unsere Werte und unseren Arbeitsalltag – inklusive einer persönlichen Führung durch unser Zentrum für Suchtmedizin am Hauptbahnhof und einem gemeinsamen Mittagessen zum entspannten Kennenlernen.

📢📢📢 Warum ist ein Rauchstopp so schwierig?👉 «Nikotin ist eine schnelle Belohnung» (3/6)🧠 Nikotin wirkt direkt auf das Be...
04/08/2026

📢📢📢 Warum ist ein Rauchstopp so schwierig?
👉 «Nikotin ist eine schnelle Belohnung» (3/6)

🧠 Nikotin wirkt direkt auf das Belohnungssystem im Gehirn und sorgt für die Ausschüttung von Dopamin. Mit jeder Zigarette wird diese Verbindung zwischen Rauchen und Belohnung stärker verankert, bis der Prozess fast automatisch abläuft.

🔎 Gleichzeitig verändert sich die Reizverarbeitung im Gehirn so, dass ein starker, oft kaum kontrollierbarer Drang entsteht, erneut zu konsumieren. Diese Vorgänge laufen weitgehend unbewusst ab.

💡 Um davon nicht überrumpelt zu werden, hilft es, einen Plan zu haben. Wer den eigenen Konsum während ein paar Wochen beobachtet und ein Konsumtagebuch führt, kann wertvolle Erkenntnisse über persönliche Rauchgewohnheiten, Trigger und die damit verbundenen Gefühle gewinnen. So werden wiederkehrende Muster sichtbar und es wird leichter, passende Strategien zu entwickeln und neue Gewohnheiten aufzubauen.

Hier mehr dazu lesen: http://arud.ch/rauchenverstehen?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_i6ubwkrlwb

📢📢📢 ***Warum ist ein Rauchstopp so schwierig?***👉 «Die Illusion der Entspannung» (2/6)🤯 Bereits wenige Stunden ohne Niko...
28/07/2026

📢📢📢 ***Warum ist ein Rauchstopp so schwierig?***
👉 «Die Illusion der Entspannung» (2/6)

🤯 Bereits wenige Stunden ohne Nikotin führen zu Unruhe und starkem Verlangen, die bei erneutem Konsum wieder abklingen. Entspannung durch Rauchen ist eine Illusion. Die Zigarette bringt Betroffene nur zurück in den «Normalzustand».

Auf dem Jahresrückblick-Poster 2026 machen wir zum Thema, warum ein Rauchstopp so schwierig sein kann.

💡 Hier zeigen wir, was hilft und wie sich der Kreislauf durchbrechen lässt: http://arud.ch/rauchenverstehen?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_eynwmavbr2

📢📢📢«Warum ist ein Rauchstopp so schwierig?»Auf dem Jahresrückblick-Poster 2026 machen wir zum Thema, warum ein Rauchstop...
21/07/2026

📢📢📢«Warum ist ein Rauchstopp so schwierig?»

Auf dem Jahresrückblick-Poster 2026 machen wir zum Thema, warum ein Rauchstopp so schwierig sein kann. Wer aufhören will, braucht mehr als Willenskraft. Es braucht klare Strategien, Geduld und Verständnis für sich selbst – und manchmal auch professionelle Unterstützung.

👉 «Alltagstrigger sind überall» (1/6)

🔎 Kaffee, Pausen, Stress, Ärger, unterwegs oder nach dem Essen: Viele Alltagssituationen können zu Triggern werden – also zu Reizen, die unbewusst das Verlangen nach einer Zigarette auslösen.

🧠 Nikotin führt im Gehirn zur Ausschüttung von Dopamin, einem Botenstoff des Belohnungssystems, der uns zufrieden und wohlfühlen lässt. Mit der Zeit lernt das Gehirn, bestimmte Situationen, Emotionen oder Sinnesreize mit dem Rauchen und dieser Belohnung zu verknüpfen.
So können plötzlich starke Cravings (heftiges Verlangen) entstehen.

💡 Es kann helfen, die eigenen Trigger zu erkennen und zu verstehen.

Mehr dazu: http://arud.ch/rauchenverstehen?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_liod2mo18f

💙 Das Arud-Poster 2026 ist da! Nikotin gehört zu den Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial – trotzdem ist e...
14/07/2026

💙 Das Arud-Poster 2026 ist da! Nikotin gehört zu den Substanzen mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial – trotzdem ist es für viele Menschen überraschend, dass es mit dem Rauchstopp nicht funktioniert.

Warum ist das so? Und was kann helfen, den Kreislauf zu durchbrechen?

Mit unserem neuen Poster zeigen wir auf:

🧠 Wie Trigger im Alltag unbewusst Verlangen auslösen
💭 Warum «Entspannung durch Rauchen» eine Illusion ist
🔄 Wie Sucht im Gehirn verankert wird – und warum Willenskraft allein oft nicht reicht
📍 Warum Rückfälle/Vorfälle zum Prozess dazugehören
🛠️ Welche Strategien helfen können

Weiterführende Infos zum Poster gibt es hier: http://arud.ch/rauchenverstehen?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_usoogoctuj

🙌 Unsere doch manchmal komplexen Themen illustriert Benjamin Hermann immer wieder aufs Neue grossartig! 💙

📯 Du möchtest unseren Jahresrückblick jeweils auch im Briefkasten? Melde dich gerne bei [email protected].

PS: Das Poster ist im Arud-Webshop erhältlich 👀👀👀

🤔 Wenn ein Patient in OAT Methadon erhält und abstinent von illegalen Opioiden lebt, ist das auf dem Papier ein klarer B...
12/07/2026

🤔 Wenn ein Patient in OAT Methadon erhält und abstinent von illegalen Opioiden lebt, ist das auf dem Papier ein klarer Behandlungserfolg, denn das Ziel des fehlenden Nebenkonsums ist erreicht. Doch seit Monaten leidet er unter starker Müdigkeit, Verstopfung und Libidoverlust.

❓ Ist das wirklich eine Verbesserung – aus seiner eigenen subjektiven Sicht?

🧠 Mit «Lebensqualität als suchtmedizinischer Kompass» hat unser Co-Chefarzt Innere Medizin Philip Bruggmann einen wertvollen Beitrag für das SuchtMagazin veröffentlicht. Darin zeigt er, wie fundamental der Wandel von «Was und wie viel konsumieren Sie noch?» zu «Was in Ihrem Alltag ist unter der Behandlung besser geworden – und was belastet Sie weiterhin?» ist.

🔎 Hier geht's zum Artikel: https://arud.ch/assets/docs/Arud_in_den_Medien/suchtmagazin_2026-2_leseprobe.pdf?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_content=ap_cibkb79eso

➡️🏡 Take-Home-Messages:

📌 Klassische Erfolgskriterien wie z.B. Abstinenz oder der Verbleib in der Therapie reichen allein nicht aus, um zu zeigen, ob eine Behandlung wirklich wirkt. Lebensqualität rückt als zusätzliche subjektive Grösse in den Fokus.

📌 Studien zeigen, dass sich die Lebensqualität unter OAT vor allem in den ersten Behandlungsmonaten deutlich verbessert, danach aber oft eine Plateauphase folgt. Es braucht mehr als nur die Abgabe von Medikamenten.

📌 Fragebögen liefern wichtige Daten für die Forschung, erfassen aber nicht alles, was für Patient:innen zählt. Solche Skalen können das persönliche Gespräch deshalb sinnvoll ergänzen, aber nicht ersetzen.

📌 Die OAT stabilisiert neurobiologisch Stress- und Belohnungssysteme und reduziert Craving sowie Entzugssymptome. Dadurch gewinnen Betroffene, deren Alltag nicht mehr von Beschaffungsdruck und Intoxikationen dominiert wird, wieder Handlungsspielraum zurück.

📌 Methadon ist in der Schweiz die am häufigsten verschriebene OAT-Substanz, bringt aber Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Verstopfung oder sexuelle Funktionsstörungen mit sich, die den Alltag stark belasten können. Daraus folgt: Bei der Substanzwahl sollte nicht nur Wirksamkeit oder Sicherheit zählen, sondern auch die Auswirkungen auf die Lebensqualität aktiv mitgedacht werden.

📌 Mit zunehmendem Alter und längerer Erkrankungsdauer gewinnen palliative Fragestellungen an Bedeutung. Hier steht oft nicht mehr die Abstinenz, sondern ein Leben mit möglichst wenig Symptomlast und möglichst viel Autonomie im Mittelpunkt.

Adresse

Schützengasse 31
Zürich
8001

Öffnungszeiten

Montag 06:30 - 20:15
Dienstag 06:30 - 20:15
Mittwoch 06:30 - 20:15
Donnerstag 06:30 - 20:15
Freitag 06:30 - 20:15
Samstag 08:00 - 14:00
Sonntag 08:00 - 14:00
16:00 - 19:45

Telefon

+41583605000

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