26/08/2018
Aus meiner Erfahrung als Vermittlerin von Kenntnissen der Natürlichen Familienplanung kann ich nur betonen, dass diese Apps noch nicht lange genug existieren, um auf eine sichere Datengrundlage zurück greifen zukönnen.
Außerdem ersetzen sie keinesfalls die Auseinandersetzung mit den Symptomen des weiblichen Körpers, die sehr deutlich anzeigen, wann frau fruchtbar ist, und wann nicht: Konsistenz des Va**nalschleims, Basaltemperatur, Zustand des Muttermunds.
Diese Symptome kennen und einschätzen zu lernen erfordert von einer Frau, dass sie bereit ist, ihre Yoni/ Va**na anzunehmen, zu berühren, zu erkunden. Ich vermute, dass Apps das nicht unterstützen.
Frauen, die sicher und alternativ verhüten wollen, sind weit besser beraten, sich intensiv schulen zu lassen in der Anwendung der symptothermalen Methode, von Diaphragma oder Portiokappe. Hormonelle Verhütungsmittel sind zwar scheinbar einfach, haben aber eben auf hormoneller Ebene oft gravierende Nachteile, selbst mikrodosiert.
Thermometer und Smartphone reichen für sichere Verhütung? Hersteller von Zyklus-Apps behaupten das und verweisen auf eigene Studien. Doch die Daten sind irreführend.