Taiji & Qigong beim TSV Abensberg

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Taiji & Qigong beim TSV Abensberg Die Judoabteilung des TSV Abensberg bietet im Rahmen des Breitensports authentisches Taijiquan und Qigong an.

22/07/2026

Zentrales Anliegen des Taijiquan ist die Kultivierung des Qi.

Qi ist im allgemeinen die die Lebenskraft des Menschen.
Es gibt jedoch auch ein Qi des Himmels und der Erde. Da der Mensch ständig den Einflüssen dieser beiden Energieträger ausgesetzt ist, versucht er, seine Energie mit der Energie des Makrokosmos zu harmonisieren.
Einer dieser Wege ist die meditative Bewegungsform des Taijiquan.
Taijiquan ist Verschmelzungsprozess von Körper, Geist und Seele. Durch Konzentration, Bewegung und Entspannung werden das Qi gestärkt und die Energiebahnen (Meridianen) durchgängig.

Die Bedeutung von Qi

Qi ist das materielle Substrat des Universums

Qi ist das materielle und spirituelle Substrat des Menschen

Qi ist die von den Organen gebildete Essenz zur Nährung von Körper und Seele

Qi ist die funktionelle Aktivität von Körper und Geist

Hauptfunktionen des Qi

1. Qi ist der Ursprung aller Bewegungen im Körper, unterhält alle physiologischen Aktivitäten, sorgt für Wachstum, Entwicklung und Stoffwechsel.

2. Qi wärmt alle Körperorgane, d.h. Qi ist die treibende Kraft, die die Funktion der einzelnen Organe ermöglicht.

3. Qi bildet die Körperabwehr; wobei spezielle Anteile des Qi - das Abwehr-Qi - das Eindringen schädlicher Einflüsse in den Körper verhindern.

4. Qi hilft den Organen bei der Aufnahme und Umformung der von außen angebotenen Nährstoffe, der Herstellung und Verteilung aller Körperenergien - wie Qi, Blut und Säfte - und der Ausscheidung verbrauchter Energien oder Abfallstoffe.

5. Qi hält das Blut in den Adern und hält die Organe nach oben gegen die Schwerkraft.

22/07/2026

Jeden Donnerstag von 9:00 - 10:15 Uhr Qigong:

Erläuterungen zur therapeutischen Wirkungsweise des Qigong
(Medizinisches Qigong, Verlag für Ganzheiliche Medizin, Dr. Erich Wühr, Kötzting/Bayer. Wald)

Qigong lebt von der Eigeninitiative der Patienten. Verborgene Potentiale werden mobilisiert, indem der Praktizierende mit Hilfe der Übungen lernt, seinen Geist zu beruhigen, seine Atmung bewusst zu regulieren und seine Körperpositionen zu korrigieren. Dadurch verbessern sich die physiologischen Funktionen des Körpers, die körperliche Konstitution wird gestärkt und die Abwehrkraft gesteigert. Dies ist der Grund, warum Qigong zur Gesunderhaltung und therapeutischen Zwecken so erfolgreich eingesetzt werden kann.

1. Auswirkungen auf das Nervensystem
Seit den 50er Jahren sind zahlreiche Untersuchungen mittels moderner Forschungsmethoden (einschließlich Elektro-Enzephalographie, integraler Analyse und Frequenz-Spektrum Technik) durchgeführt worden, um Aufschluss über die Wirkungsweisen des Qigong zu erhalten.
Die Untersuchungsergebnisse können bestätigen, dass es während der Ausübung von Qigong zu einer Frequenzsenkung der Gehirnwellen kommt, wobei sich die Amplitude erhöht und der Rhythmus gleichmäßiger wird. Diese Mechanismen üben eine Art aktiv-hemmender Wirkung auf die Hirnrinde aus, deren Funktionen in diesem Zustand gezielter reguliert werden können. Aus diesem Grunde ist der Ausübende nach dem Qigong in der Lage, sich mit größerer Tatkraft und mit geistigem Elan seinen täglichen Aufgaben zu widmen.
Die Qigong-Übungen können auch blutdrucksenkend wirken. Der oben beschriebene Hemmzustand der Hirnrinde während der Übungen führt u. a. zu einer Verlängerung vestibulärer und muskulärer Reizleitungszeiten und stellt vor allem ein Gleichgewicht zwischen sympathischem und parasympathischem Nervensystem her. Elektroenzephalographische und biochemische Studien haben ergeben, dass sich die Aktivitäten der Hirnrinde durch Qigong beeinflussen lassen; Qigong hat Einfluss auf die Dopamin-Aktivität, die Sekretion von Kortikoiden verringert sich, und die Konzentrationen von zyklischem Adenosin-Monophosphat (cAMP) und Polysacchariden werden erhöht. Auf diese Weise steigern die Übungen die Leistungsfähigkeit des Hirns und wirken seinem Alterungsprozeß entgegen.
Der Hemmzustand der Hirnrinde, der durch Qigong erzeugt wird, führt ferner zu einer reduzierten Erregbarkeit des sympathischen Nervensystems und zu gesteigerter Erregbarkeit des parasympathischen Nervensystems. Dadurch sinken Herzfrequenz und Blutdruck, die Sauerstoffsättigung des Blutes nimmt zu, und der katabole Stoffwechsel wird reduziert. Es kommt so zu einer verbesserten Qi- und Blutzirkulation, die den Körper gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt und zur Regulierung der gesamten funktionellen Körpermechanismen beiträgt.

2. Auswirkungen auf den Respirationstrakt
Die normale Atemfrequenz liegt bei 16 bis 18 Atemzügen pro Minute; während der Ausübung von Qigong kann die Anzahl der Atemzüge maximal bis auf 2-3 pro Minute reduziert werden. Der anaerobe Stoffwechsel wird dabei erhöht, wodurch Stoffwechselrate und Energieverbrauch sich deutlich verringern. Die Ausdehnungskapazität des Zwerchfells steigert sich um das zwei- bis vierfache und ermöglicht so ein weitaus höheres Atemzugvolumen. In den Alveolen der Lungen erhöht sich der Partialdruck des Kohlendioxids und der Sauerstoffpartialdruck verringert sich, was in Fällen von Asthma bronchiale und Lungenemphysem zur Linderung der Beschwerden führen kann. Tiefes Einatmen kann Platycoria erzeugen und Borborygmus reduzieren (die Zeichen einer sympathikotonen Reaktionslage), während verstärktes Ausatmen das Bild einer parasympathikotonen Reaktionslage hervorruft. Demnach lässt sich das vegetative Nervensystem durch die bewusst geführte Atmung beim Qigong steuern. Hieraus wird auch deutlich, auf welche Weise Qigong das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang herzustellen vermag.

3. Auswirkungen auf den Verdauungstrakt
Die Konstitution des menschlichen Organismus und seine Fähigkeit, sich von Krankheit zu regenerieren, stehen in enger Beziehung zu den Funktionen des Verdauungstrakts. Durch die vergrößerte Ausdehnung des Zwerchfells während der Qigong-Praktiken kommt es zur Anregung der Magen-Darm-Peristaltik und gesteigerter Sekretion von Magensäften und Endopeptidase: beides trägt zur Förderung der Verdauung und Nährstoffresorption und damit zur verbesserten Nährstoffversorgung des gesamten Körpers bei. Die stimulierende Wirkung der Übungen auf den Parasympathikus erhöht den Speichelfluss. Die Stimulierung des Nervus vagus durch die geistige Konzentration auf Dantian führt zur verstärkten Sekretion von Gallenflüssigkeit mit gleichzeitig erhöhtem Bilirubinanteil; diese Vorgänge tragen zu einer verbesserten Verdauungs- und Resorptionstätigkeit bei.

4. Auswirkungen auf das Gefäßsystem
In einer experimentellen Studie wurde deutlich, dass die Resorptionsrate von isotopem Phosphor in den Kapillaren des Gefäßsystems nach der Ausübung von Qigong erhöht ist, was ein Hinweis darauf ist, dass Qigong-Praktiken zu einer erhöhten Permeabilität der peripheren Gefäße führen. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit der Tatsache, dass sich während der Übungen normalerweise ein Wärmegefühl in den vier Extremitäten einstellt, Arme und Beine leicht gerötet sind und die Handinnenflächen verstärkt Schweiß absondern. Außerdem lässt sich die Herzfrequenz durch Qigong senken, was auf Erkrankungen wie Vorhofflattern und Vorhof- oder Kammertachykardien einen günstigen Einfluss ausüben kann.

5. Auswirkungen auf das Immunsystem
Die Lymphozyten spielen eine führende Rolle in der spezifischen Körperabwehr. Ihre Umwandlungsrate wie auch die Funktionsfähigkeit der T-Lymphozyten können durch Qigong erhöht werden. Die Phagozytosefähigkeit der Leukozyten lässt sich um 40 steigern, ihr phagozytischer Index um ca. 90. Außerdem nimmt der Anteil des Immunglobulins IgA im Speichel (SIgA) zu. Das zur unspezifischen Abwehr zählende Lysozym erhöht sich um ein vielfaches.

Alle hier aufgeführten Untersuchungsergebnisse können bestätigen, dass sich Qigong auf wirkungsvolle Weise zu prophylaktischen und therapeutischen Zwecken einsetzen lässt.

17/07/2026

Hui Chun Gong – Daoistisches Qigong
Jeden Donnerstag von 9:00 - 10:15 Uhr

Hui Chun Gong - Ausgeglichenheit im Vegetativen Nervensystem
Im Hui Chun Gong versucht man durch Konzentration auf die langsamen Bewegungen körperliche Ausgeglichenheit und Ruhe zu schaffen. In Ruhe überwiegt im Körper das autonome oder vegetative Nervensystem. Dieses besteht aus Sympathikus und Parasympathikus. Dabei besteht eine sehr enge Beziehung zum System der innerlich sekretorischen Drüsen und zum Hormonsystem. Alle diese Regulationen geschehen unbewusst und ohne unseren Willen.
Im Hui Chun Gong werden sie aber verfeinert und damit gestärkt. Ausgeglichenheit im vegetativen Nervensystem, die man durch das Hui Chun Gong erreicht (messbar über Adrenalin bzw. Azetylcholin), erleichtert geistige wie auch körperliche Arbeit.
Zentrum der hormonellen Steuerung sind Hypothalamus und Hypophyse. Wichtige Funktionen wie Blutdruck (Vasopressin), Stressbereitschaft (Adrenalin) oder Wehentätigkeit bei Schwangeren (Oxytozin), sowie der Wasserhaushalt (Aldosteron), Leistungsfähigkeit (Cortison), Sexualfunktion und vieles mehr werden geregelt. Der Hypothalamus ist eng mit dem "limbischen System", der Gefühlssphäre des Körpers verbunden und der Hormonhaushalt zeigt deshalb auch Abhängigkeit vom Schlaf-Wach-Rhythmus und psychisch-emotionellen Faktoren. Stresssituationen können z.B. bei Frauen zum Aussetzen der hormongesteuerten Menstruationsblutung führen.

Besondere Aufmerksamkeit ist dabei der Zirbeldrüse zuteil geworden. Ein Organ, das in der westlichen Medizin noch ziemlich unerforscht ist. Die alten Taoisten sprechen von der Epiphyse (Zirbeldrüse) als "drittes Auge", wachend über Yin und Yang, den gegensätzlichen, jedoch sich ergänzenden Körperströmungen. Tatsächlich wurden in der Epiphyse Zellstrukturen gefunden, die denen von Augenzellen sehr ähnlich waren und auf Lichtblitzreize reagierten. Hieraus wurde der Epiphyse eine Wachfunktion über Nacht-Tag (Yin-Yang) - Rhythmen zugeordnet. Eben dieser Nacht-Tag-Rhythmus ist wichtig für die Ausgeglichenheit im vegetativen Nervensystem.

Hui Chun Gong steigert die Leistungsfähigkeit
Weitere Aufmerksamkeit kommt der im Hals gelegenen Schilddrüse zu. Die positiven Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Hypophyse bewirken auch eine verstärkte Schilddrüsenfunktion, so dass die Sekretion vom Schilddrüsenhormon (T3/T4) erleichtert wird. T3 (T4) bewirkt in der Zelle eine Vermehrung der Mitochondrien, welche die eigentlichen Zellkraftwerke darstellen. Es kommt zu einem verstärkten Energieumsatz und erhöhter Wärmeproduktion, kurz der Körper leistet mehr. T3 fördert außerdem die Reifung und das Wachstum von Gehirn und Knochen. Die Anregung der Körpergewebe und der inneren Organe durch regelmäßige körperliche Arbeit hat sich deutlich verringert.

Hui Chun Gong erhöht die Reizschwelle
Der Übende sollte versuchen abzuschalten, ruhig zu werden. So hat sich bei Versuchspersonen gezeigt, dass die Reizschwelle der Nervenzellen, also der Moment wo ein Signal weitergegeben wird (z.B. an die Muskelzelle, sich zusammenzuziehen) um einiges erhöht wird. Mit anderen Worten: man ist nicht so leicht reizbar.
Diese Reizschwellen gibt es nicht nur im Gehirn oder den Nervenzellen (wenn sie auch hier überwiegen), sondern in all unseren Organen und Körperzellen. Erniedrigte Reizbarkeit erhält man aber nicht nur durch Meditation, sondern durch Achtung auf seine Körperhaltung, bzw. auch durch das Vollziehen bestimmter Bewegungen, die einen massierenden Effekt auf die inneren Organe haben.

Ein hoher Preis für die aufrechte Haltung der Menschen ist die ständige Kompression der Nervenwurzeln an ihren Austrittsstellen an der Wirbelsäule. Durch gekrümmte Haltung werden die Nerven ständig gequetscht und sind dadurch in einem Zustand erhöhter Reizbarkeit, sprich erniedrigter Reizschwelle, wie sich an Patienten mit Bandscheibenvorfall bei elektrotechnischen Messverfahren deutlich gezeigt hat (EEG/EMG).
Durch spezifische Bewegungen der Wirbelsäule, wie es im Hormon-Qigong praktiziert wird, kann man diesem Übel unserer Zeit entgegenwirken.

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Josef Stanglmeier Halle, Aumühlstraße 1

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