20/03/2026
IN TRAUER
Hier einige Zeilen
in Gedenken an Martin eines verstobenen Freundes,
Amyhood einer Liebe aus meiner Jungend
sowie anderer herzlicher Menschen die ich kannte und
– in diesem Zusammenhang auch -
zu der schmerzlich spürbaren Wahrnehmung der Vergänglichkeit meines eigenen Lebens.
Zeit ist – je älter man wird – unser kostbarster Besitz. Sie entrinnt uns förmlich wie trockener feiner Sand zwischen den Fingern. Bereits der Philosoph Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.) sagte damals: „ Die Zeit ist so kurz, dass sie manchem wie gar nichts vorkommt, ja sie hört eher auf, als sie kam.“ Diese Ansicht teilen sicherlich auch heute viele Menschen, wenn nicht noch mehr als damals ??? Er sagt jedoch auch „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ und weiter „ Nein, nicht gering ist die Zeit, die uns zu Gebote steht; wir lassen nur viel davon verloren gehen.“
Aber wie soll ich sie denn sinnvoll nutzen oder sie ansparen, damit sie nicht verloren geht? Nur wenn unsere Seele berührt wird, halten wir die Zeiger der rasenden Lebensuhr an.
Seneca sagt dazu „Jeder Tag mag so gestaltet werden, als ob er die Reihe der Tage beende und das Leben restlos erfülle.“ Zum Schluss noch ein weiteres Zitat von Seneca: „Ich habe Zeit, wie denn jedermann Zeit hat, wenn er nur will.“
„ Nicht das Leben, das wir empfangen, ist kurz, nein, wir machen es dazu; wir sind nicht zu kurz gekommen; wir sind vielmehr zu verschwenderisch"