31/07/2026
🧡Hier ein schönes Beispiel für einen Bottom up Prozess in der Handtherapie bei Fallhand im sektorenübergreifenden Setting.
Z. n. Transcondylärer Humerusfraktur mit distaler Radialisparese links
Bei einer distalen Radialisparese beginnen wir mit unseren Maßnahmen fast immer auf Struktur und Funktionsebene.
Zu Beginn ist die Schienenversorgung mit einer Radialisersatzschiene und einer Lagerungsschiene essentiell. Auf Strukturebene möchte man die noch inaktiven Extensoren des Handgelenkes und der Hand vor Überdehnung schützen und die fehlenden aktiven Funktionen ersetzen.
Ansteuerung und Muskelfunktion der extrinsischen Extensoren wird intensiv beübt und eine grundlegende Compliance mit dem Klient erarbeitet.
Mit zunehmender Muskelfunktion und Aktivitätssteigerung wird die Schienenbehandlung immer weiter ausgeschlichen und intensiv an Aktivitäten und Kraft gearbeitet, bis Aktivitäts- und Partizipationsziele wieder erreicht sind.
In diesem Fall, war es dem Klient besonders wichtig, die Motorsäge für das "Holzmachen" wieder bedienen zu können 😉💪🏼
(Hier fand die Schienenversorgung durch die ergotherapeutische Handkompetenzabteilung DAHTH des Ortenauklinikums Offenburg, Lt. Stefanie Müller, im stationären Setting statt, mit anschließender ambulanter Nachbehandlung in unserer Praxis)