18/08/2026
Echter Kontakt beginnt in mir – aber er entsteht zwischen uns. 🩷
Ich kann meinen Teil dazu beitragen, dass Kontakt möglich wird.
Indem ich präsent bin und mich auf den gegenwärtigen Moment einlasse.
Indem ich bereit bin, mich authentisch mitzuteilen – mit dem, was ich denke, fühle, wahrnehme oder brauche.
Und indem ich gleichzeitig offen dafür bleibe, was von meinem Gegenüber kommt. 🌿
Denn Kontakt bedeutet für mich nicht nur:
Ich zeige mich.
Es bedeutet auch:
Ich nehme dich wahr.
Ich achte darauf, wie du reagierst. Ich höre nicht nur auf deine Worte, sondern versuche zu verstehen, was du mir mitteilen möchtest. Ich frage nach. Ich lasse deine Sichtweise neben meiner stehen. Und ich bin bereit, mich von dem, was von dir kommt, tatsächlich erreichen zu lassen.
Für das Erleben echter Begegnung braucht es ein Gegenüber, das ebenfalls bereit ist, sich zu zeigen und mich wahrzunehmen: jemanden, der sich mitteilt, aber auch neugierig auf mein Erleben ist. Der nicht nur auf seine nächste Antwort wartet, sondern aufnimmt, was ich sage. Der Unterschiede aushalten kann, ohne sofort überzeugen, korrigieren oder sich verteidigen zu müssen. 💬
Dann entsteht etwas Wechselseitiges:
Ich zeige mich – und du nimmst mich wahr.
Du zeigst dich – und ich nehme dich wahr.
Und wir lassen zu, dass das, was zwischen uns geschieht, uns beide berühren kann.
Das heißt nicht, dass wir einer Meinung sein müssen. Im Gegenteil: Gerade darin kann sich die Qualität einer Beziehung zeigen. Können unterschiedliche Wahrnehmungen nebeneinander bestehen? Können wir neugierig bleiben, wenn wir uns nicht sofort verstehen? Können wir sagen: „Da sehe ich es anders“ – ohne dass dadurch die Verbindung verloren gehen muss? 🔄
Kontakt kann schwieriger werden, wenn Gespräche überwiegend einseitig werden. Wenn einer viel erklärt und der andere hauptsächlich zuhört. Wenn Rückfragen als Kritik erlebt werden. Wenn Zustimmung wichtiger wird als echtes Interesse. Oder wenn wir so sehr damit beschäftigt sind, unsere eigene Sichtweise verständlich zu machen, dass wir kaum noch aufnahmefähig dafür sind, was von der anderen Seite kommt.