30/08/2026
Ich sehe das, was Du nicht sagst“
Wortlose Kommunikation in der hospizlichen Begleitung
Am 29. August 2026 fand eine spannende und informative Fortbildung zum Thema „Ich sehe das, was Du nicht sagst – Wortlose Kommunikation in der hospizlichen Begleitung“ statt. Geleitet wurde die Fortbildung von Marlis Lamers, Trainerin für Kommunikation und Mimikresonanz. Frau Lamers bezeichnet sich selbst als „Gefühlsdolmetscherin“.
An diesem besonderen Tag nahmen sechs ehrenamtlich Mitarbeitende aus unserem Verein teil. Wir erhielten wertvolle Werkzeuge an die Hand, um die wirklichen Bedürfnisse unseres Gegenübers mithilfe der vielfältigen Facetten der wortlosen Kommunikation besser wahrzunehmen und zu verstehen.
Ein wichtiger Bestandteil der Fortbildung war die Empathie durch Resonanz. Dabei ging es darum, die Person gegenüber aufmerksam wahrzunehmen und auf ihre Gefühle und Bedürfnisse einzugehen – auch dann, wenn diese nicht ausgesprochen werden können oder wollen.
Besonders hilfreich und unterstützend sind diese Erkenntnisse für unsere ehrenamtliche Tätigkeit mit demenziell erkrankten Menschen, Sterbenden und Trauernden. Gerade in diesen Situationen können Worte fehlen oder nicht mehr ausreichen. Umso wichtiger ist es, die eindeutigen Signale des Körpers wahrzunehmen und richtig einzuordnen.
Wir beschäftigten uns intensiv mit Mimik und Gestik und lernten, genauer hinzuschauen: Was erzählt uns ein Gesicht? Welche Gefühle werden sichtbar, obwohl kein Wort ausgesprochen wird?
Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Mikromimik. Sie kann unmittelbar und unbewusst Ausdruck innerer Zustände, Wünsche und Gefühle sein. Wir lernten, Hinweise auf Emotionen wie Schmerz, Angst, Trauer, Ekel, Verachtung, Freude und Überraschung in den Gesichtern wahrzunehmen.
Die Fortbildung hat uns viele neue Eindrücke, interessante Erkenntnisse und wertvolle Impulse für unsere Arbeit mit auf den Weg gegeben. Sie hat uns darin bestärkt, nicht nur zuzuhören, was ein Mensch sagt, sondern auch aufmerksam wahrzunehmen, was er vielleicht nicht in Worte fassen kann.
Zum Abschluss wurden wir von Frau Ursula Gern und Finnja Freidel mit einer Sonnenblume verabschiedet.
Mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Erfahrungen und einem noch aufmerksameren Blick für die leisen Signale der Kommunikation ging ein bereichernder Fortbildungstag zu Ende.