GangPferdeosteopathie

GangPferdeosteopathie Pferdefachtherapeutin für Osteopathie und physiotherapeutisches Training

•03/2021- Studium zur Pferdefachtherapeutin für Osteopathie & physiotherapeutisches Training, Lehrinstitut von Maike Knifka(eh. Equo Vadis)
•07/2021 “Fütterung & Verdauungsapparat”Fortbildung, Dr.Christina Fritzen
•01/2022 Longenkurs, Babette Teschen

07/08/2026

Ich habe lange mit mir gerungen und sie jetzt endlich bestellt😍

Der Weg ist das Ziel-nicht das Ziel. Eigene Erwartungen zurücknehmen, das Pferd gibt vor was wir erreichen können. Das h...
24/07/2026

Der Weg ist das Ziel-nicht das Ziel. Eigene Erwartungen zurücknehmen, das Pferd gibt vor was wir erreichen können. Das heißt, dass es nicht immer darum geht eine gestellte Aufgabe bis zum Ende abzuarbeiten, sondern Training ohne Stress oder Überforderung auszulösen.
Hektik, kauen, Zungenschlag, Spitze Lippen, faltiges Maul, dreieckige Augen, vermehrtes blinzeln/gähnen, sind Zeichen von Stress und Beschwichtigung und somit Ende der Arbeit.
+Zum Abschluss die Pferde kurz locker joggen lassen, das aktiviert den Parasympatikus (Ruhenerv) und baut Stress ab+Dadurch das wir unsere Pferde besser lesen/kennen lernen und darauf eingehen, erfahren sie werden wir berechenbar und daraus entsteht Vertrauen. Aber auch wir können schneller erkennen, wann unsere Pferde „nicht mehr können“ und haben so die Chance abzubrechen bevor massivere Stressreaktionen folgen. Es ist wichtig und richtig das Nein eines Pferdes auch mal zu akzeptieren und es nicht zu zwingen, denn nur so kann es die Lernerfahrung machen, dass es eine Wahl hat.
Zitat Tania Konerth-Wege zum Pferd: „Pferde die Nein sagen brauchen Möglichkeiten Ja zu sagen, aber dafür brauchen sie eine Wahl“
Hierbei gilt es zu beachten, dass die Dominanztheorie bei Pferden als widerlegt gilt, ein Pferd lernt nicht, wenn ich einem Nein nachgehe, dass es machen kann, was es will, und wird das auch nicht erweitern, es erfährt Souveränität und Sicherheit, weil wir es nicht in Situationen zwingen, die es für massiv bedrohlich hält. Beispiel: Wenn dich jemand zu etwas zwingt, wovor Du angst hast, verlierst du das vetrauen in diese Person,wenn sie sich aber dadurch begleitet, in deinem Tempo, gewinnt sie es. Es ist also Beziehungsarbeit, ein Nein zu akzeptieren.

Wie arbeite ich beim Physiotherapeutischen Training? Teil 2Die 4 Stressreaktionen und Art der Motivation:·         Fight...
15/07/2026

Wie arbeite ich beim Physiotherapeutischen Training? Teil 2
Die 4 Stressreaktionen und Art der Motivation:

· Fight

· Flight

· Fawn

· Freeze

Nur wenige Pferde entscheiden sich für Fight (Kampf), wenn Flight (Flucht) nicht möglich ist folgen Fawn (Beschwichtigung) und danach Freeze (Einfrieren oder die erlernte Hilflosigkeit-> es über sich ergehen lassen).
Im Training schaue ich, wo das jeweilige Pferd sich befindet, und hole es genau da ab. Wobei anzumerken ist, dass vor allem Freeze der vermutlich traurigste Zustand ist, denn er ist passiv und bindet stress im Körper (subjektiv für Menschen wiederum der „angenehmste“ und wird oft verwechselt mit Coolness/Sturheit/Widersetzlichkeit)

Extrinsische und intrinsische Motivation- angefangen wird extrinsisch (setzen eines Reizes von außen und anschließender Belohnung), im Verlauf ist diese Arbeit aber eine Möglichkeit für das Pferd eigene Ideen von sich aus zu entwickeln->intrinsisch (aus sich selbst heraus durch Freude, Spaß, Lust und Zugehörigkeit), damit erhöhen wir die Motivation, Selbstentfaltung und fördern Leistungsbereitschaft und Selbstbewusstsein-> Mut.

Signalkontrolle-> Schal/Strick um den Hals damit das Pferd weiß, wann eigene Ideen erwünscht sind und wann nicht. Dabei ist es wichtig zwischen Training und Alltag zu unterscheiden, denn wenn Pferde in das Gefühl kommen immer etwas zeigen zu müssen geraten sie schnell in stress und dadurch, dass wir unerwünschtes Verhalten nicht belohnen, ist Frust die folge- wir machen uns also kaputt, was wir im Training aufbauen.

Wie arbeite ich beim physiotherapeutischen Training?1. Wie motiviere ich eigentlich ein Pferd? (operante Konditionierung...
07/07/2026

Wie arbeite ich beim physiotherapeutischen Training?

1. Wie motiviere ich eigentlich ein Pferd? (operante Konditionierung)
Bei der operanten Konditionierung werden Positiv und negativ als hinzufügen(positiv) oder wegnehmen (negativ) gesehen nicht als gut oder schlecht.
Negative Strafe: z.B. Futter/Lob vorenthalten (Frust)
Positive Strafe: Schlag mit der Gerte, schreien, körperliche Einwirkung (Angst)
Negative Verstärkung-> Verstärkung durch Entzug, Druck lässt nach bei gewünschten Verhalten (Stress)
Alles Gefühle, die die Lernbereitschaft hemmen, deshalb arbeite ich über hauptsächlich
Positive Verstärkung-> Belohnen von gewünschtem Verhalten (Freude, erhöhte Lernbereitschaft und Motivation)

Wie konditioniere ich richtig?
Leckerli nur nach Leistung=das kann auch ein Schritt in die gewünschte Richtung sein und nicht nur der Abschluss einer Aufgabe, wir belohnen erstmal alles, was in die gewünschte Richtung geht.
Jedes Pferd ist anders, sowohl vom Charakter, seiner Geschichte und seiner Erfahrung, vor allem bei sensiblen oder traumatisierten Pferden gilt es zu beachten welchen Lösungsweg sie bislang nutzen. ➡️weiter geht’s in Teil 2

Rang“Ordnung“?Ich finde nichts daran „ordentlich“. Ich beobachte natürlich keine Wildpferde sondern solche die in künstl...
05/07/2026

Rang“Ordnung“?
Ich finde nichts daran „ordentlich“. Ich beobachte natürlich keine Wildpferde sondern solche die in künstlich zusammen gestellten Gruppen miteinander leben, vor allem Dynus, aber es ist bewundernswert, wenn Menschen sagen, sie hätten die Rangordnung bei Pferden verstanden. Ich verstehe da gar nichts.
Wenn ich mir mein Pferd in der Gruppe anschaue, erkenne ich, dass ihm Ressourcen(Futter,Menschen, Platz) einfach nicht wichtig sind, er eher konfliktscheu ist, aber so souverän, dass andere Pferde sich an ihm orientieren. Ist er dadurch Rang“hoch“ oder eher nicht?
Mittlerweile weiß man, dass die Hierarchie bei Pferden nicht linear ist, es gibt nicht den/die ChefIn, der/die alles entscheidet. Es gibt streitschlichtende Pferde, beschützende, die die erzieherische Maßnahmen durchführen und es gibt die Krokodile mit einem dynamisch aggressiven Kontaktverhalten, die eigentlich die größten Angsthasen sind. Wenn es also nicht linear ist, wenn es so differenziert ist-warum halten wir Menschen, dann immernoch am „Ich bin der Chef/die Chefin“ fest? Ich persönlich weiß bei Pferden nämlich nicht wie dieseR sein soll. Du etwa?

04/07/2026
„Ich sage wo es lang geht!“- Ja? Warum?Ich erlebe es so oft, dass Pferdemenschen davon sprechen, dass sie dem Pferd sage...
13/06/2026

„Ich sage wo es lang geht!“- Ja? Warum?
Ich erlebe es so oft, dass Pferdemenschen davon sprechen, dass sie dem Pferd sagen was es zu tun und zu lassen hat. Es folgen eine Menge Glaubensgrundsätze und Regeln und die Idee die Folge wäre Respekt, Gehorsam und das man unsicheren Pferden Sicherheit geben könnte. Ich stelle mir diese Art im Umgang mit Pferden sehr anstrengend vor, denn die Erwartung an einen selbst ist so unglaublich hoch, dass man ja nur scheitern kann. Wir sind nicht immer sicher, wir wissen nicht immer was richtig ist und wir sind auch an manchen Tagen nicht in der Lage „zu führen“, weil unser Leben abseits der Pferde uns eben auch oft an unsere Grenzen bringt. Pferde spüren unseren Herzschlag bis 10m Entfernung, sie können an unseren Gesichtern Stimmungen ablesen, sie erkennen uns auf Fotos und fühlen, wenn wir die Luft anhalten. Wäre es da nicht einfacher vor ihnen nicht so zu tun als hätte man alles im Griff, wenn wir ihnen sowieso nichts vormachen können? Ist die Option der Partnerschaft dann nicht vielleicht die bessere? In der man zugibt „ich weiß auch gerade nicht weiter, aber zusammen schaffen wir das“. Es wäre doch soviel leichter, vor allem sich selbst zu liebe, die Erwartungen so zu ändern, dass man auch dem Pferd gegenüber zugibt, dass man eben nicht perfekt ist. Vertrauen entsteht durch Berechenbarkeit, stark tun sich aber schwach fühlen ist für Pferde nicht logisch, also sollten wir einfach ein bisschen ehrlicher sein…als Team schafft man mehr und das heißt auch, dass wir Menschen nicht immer alle hinbekommen müssen. Seid nachsichtiger mit euch, eure Pferde sind es nämlich auch.

„Es schreckt ab, dass du Gangpferdeosteopathie heißt, ich hätte dich aus diesem Grund für mein Warmblut gar nicht auf de...
21/05/2026

„Es schreckt ab, dass du Gangpferdeosteopathie heißt, ich hätte dich aus diesem Grund für mein Warmblut gar nicht auf dem Schirm“ wurde mir gesagt deshalb habe ich mir eine weitere Domain gesichert. So schön der Harz auch ist, es gibt ihr eher wenige Isländer bzw. Gangpferde und das merke ich leider. Natürlich ist Pferd nunmal Pferd und ich kann alle Rassen behandeln. Ich hielt es für ein gutes USP mich auf Gangpferde zu spezialisieren, empfinde ich auch immernoch so, denn sie sind schon anders. Aber ich möchte natürlich niemanden „abschrecken“. Viele moderne Sportpferde haben ähnliche Probleme wie Gangpferde, das liegt an den gewünscht großen Bewegungen(Lampen austreten). Die Pferde werden immer mobiler und damit auch instabiler. Aus diesem Grund findet man mich ab sofort auch unter PferdeosteoSuedharz. Das wird kein Ersatz, sondern ein erleichterter Zugang für andere. Folgt mir doch auch da gerne und teilt es. 🤍

20/04/2026

Was Tiere sehen, hängt stark davon ab, wo ihre Augen am Kopf sitzen und wofür ihre Wahrnehmung in der Natur optimiert wurde. Raubtiere wie der Hund haben meist ein größeres binokulares Sichtfeld nach vorn, damit Distanzen besser eingeschätzt werden können, während Fluchttiere wie Pferd, Kaninchen oder Kuh viel mehr seitlich wahrnehmen, um Gefahren früh zu erkennen. Genau deshalb sehen manche Tiere fast rund um sich herum, haben dafür aber nur einen kleinen Bereich, in dem beide Augen gleichzeitig dasselbe Objekt erfassen. Menschen liegen irgendwo dazwischen: deutlich nach vorn ausgerichtet, aber mit klar begrenzterem Gesamtblick als viele Beutetiere. Wichtig ist dabei, dass solche Grafiken immer vereinfachen, denn echte Sichtfelder unterscheiden sich je nach Art, Rasse, Kopfhaltung, Augenstellung und sogar Situation. Auch der sogenannte tote Winkel ist in der Realität nicht immer so geometrisch sauber, wie er in einer Infografik dargestellt wird. Bei Vö**ln und Insekten wird es noch komplizierter, weil ihre Augen ganz anders aufgebaut sind als die von Säugetieren. Die Grafik zeigt also nicht die perfekte biologische Wirklichkeit, sondern eine gut verständliche Annäherung für den schnellen Vergleich

Schuldfrage Ich bin jedesmal selber von mir überrascht wie naiv ich immernoch sein kann, erst gestern wieder und umso me...
20/04/2026

Schuldfrage

Ich bin jedesmal selber von mir überrascht wie naiv ich immernoch sein kann, erst gestern wieder und umso mehr kickt die Enttäuschung.
Ich bewege mich eher in einer Bubble in der alle mehr oder weniger gleich über Pferde denken-nämlich dass es selbstbestimmte,fühlende Wesen sind, mit einem Recht auf eine eigene Meinung, einem eigenen Paket und wir Menschen in der Lage sein sollten darauf einzugehen.
Ich gebe also einen Kurs in dem ich auf operante Konditionierung eingehe, dass wir mit Pferden eigentlich nur negativ umgehen, Blicke in Gesichter, meine Lichter aufgehen zu sehen um am nächsten Tag dabei zu sehen zu müssen wie dasselbe Gesicht auf sein Pferd einschlägt, es verachtend Gurke, faul und widersetzlich nennt, eine Trainerin die nicht genug einschreitet und nicht in der Lage ist zu erkennen, dass das Pferd sein Möglichstes gibt, es aber körperlich einfach nicht besser kann(Schmerz). Ich weiß gar nicht was ich schlimmer finde, die Reiterin, die Trainerin oder meine Naivität. Mir tut das Pferd unglaublich leid, denn kein Mensch sollte so verachtend darüber reden/denken-zumal es wirklich sein bestes gegeben hat. Ich sitze also als Zeugin des Ganzen in der Ecke, mir ist schlecht und ich frage mich wie ich damit umgehen soll-schlussendlich bin ich gegangen-die Nacht habe ich damit verbracht-ob ich hätte einschreiten sollen, ob ich das Gespräch suche, ob ich weiterhin versuche Menschen Pferde zu erklären und wie unfair wir bisweilen sind. Ich bin wütend, wütend auf TrainerInnen, die einfach nicht in der Lage sind Schmerzen zu erkennen und deutliche Worte dafür zu finden-die Sporen, Gerte und Ausbinder empfehlen anstatt Diagnostik, wütend auf KollegInnen die solche Pferde nur funktional behandeln. Ich bin aber auch verzweifelt und ohnmächtig-wie kann man so etwas ertragen?

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