Praxis für Kinesiologie Bad Tölz

Praxis für Kinesiologie Bad Tölz Johannes Behrens, Sozialpädagoge, Heilpraktiker für Psychotherapie, mit Hilfe des Muskeltests find

Letztes Wochenende war ich in Klagenfurt und habe mich zum ersten Mal intensiver mit Ingeborg Bachmann beschäftigt.Beim ...
11/08/2026

Letztes Wochenende war ich in Klagenfurt und habe mich zum ersten Mal intensiver mit Ingeborg Bachmann beschäftigt.
Beim Lesen des Gedichts "Grenze" bekam ich feuchte Augen.
Es geht für mich weit über ein literarisches Bild hinaus. Ich denke dabei an die Geschichte ihrer Heimat Österreich, die nach dem Ersten Weltkrieg politisch geteilt wurde.
Und ich denke an die Heimat meiner Mutter, Stadlern, unmittelbar an der tschechischen Grenze.
Landschaften, die über Jahrhunderte verbunden waren, wurden plötzlich durch politische Grenzen getrennt.
Grenzen sind dabei nie nur Linien auf einer Landkarte! Grenzen manifestieren sich durch Verhalten, Bräuche, Sprache, ja auch Küche.
Grenzen können Familien, Beziehungen und Erinnerungen voneinander trennen.
Und manchmal bleiben diese Grenzen in Menschen bestehen, lange nachdem sie äußerlich verschwunden sind.
Aus therapeutischer Sicht interessiert mich deshalb: Was macht eine Grenze mit unserer inneren Welt?
Manche Grenzen schützen uns.
Andere entstehen aus Verletzung, Angst und Überforderung.
Was einmal eine notwendige Schutzreaktion war, kann später zu einer Grenze werden, die uns selbst vom Leben trennt.
Bachmann schreibt: „Damit die Grenze heilt.“
Nicht: damit sie verschwindet.
Vielleicht bedeutet Heilung deshalb nicht, den Schmerz auszulöschen.
Sondern das, was getrennt wurde, wieder miteinander in Beziehung zu bringen.
Die Vergangenheit mit der Gegenwart.
Das Eigene mit dem Fremden.
Das Schweigen mit dem Wort.
Und schließlich: den Menschen wieder mit sich selbst und mit anderen.
Vielleicht ist das die tiefste Botschaft dieses Gedichts: Grenzen dürfen existieren – aber sie müssen nicht für immer trennen.
www.johannes-behrens.de

Morgen Abend, Samstag, 18.07., 19.30 Uhr, im Kleinen Kursaal Bad Tölz lesen Markus H. Eberhard und ich den Konzertkrimi ...
17/07/2026

Morgen Abend, Samstag, 18.07., 19.30 Uhr, im Kleinen Kursaal Bad Tölz lesen Markus H. Eberhard und ich den Konzertkrimi "Mord in der Stadtklinik". Am Klavier begleitet uns Peter Wolff. Eintritt frei, eine kleine Spenden wird erbeten.

Heute bin ich auf einem Spaziergang ein Eichhörnchen begegnet.Es saß ganz ruhig auf einer Wiese, hielt inne und schien s...
10/06/2026

Heute bin ich auf einem Spaziergang ein Eichhörnchen begegnet.

Es saß ganz ruhig auf einer Wiese, hielt inne und schien sich vollkommen auf den Moment zu konzentrieren. Während ich es beobachtete, musste ich an die Fähigkeiten des Eichhörnchens als Krafttier denken.

Gerade in stressigen Zeiten ist das Eichhörnchen ein Fokus Trainer.

Es springt von Ast zu Ast, ohne den gesamten Weg überblicken zu müssen. Es vertraut seinen Fähigkeiten und konzentriert sich auf den nächsten sicheren Schritt. Gleichzeitig sorgt es für die Zukunft vor, ohne sich von Sorgen bestimmen zu lassen.

Vielleicht ist das auch eine Einladung an dich:

• Nicht die gesamte Strecke im Blick haben zu müssen.
• Den Fokus auf den nächsten Schritt zu richten.
• Die eigenen Ressourcen wahrnehmen und wertzuschätzen.
• Dir Momente der Leichtigkeit zu erlauben.

Stress entsteht dann, wenn die Gedanken schon weit voraus sind.
Ruhe entsteht, wenn wir wieder im Hier und Jetzt ankommen.

Was kannst Du jetzt gerade tun oder lassen, das Dich mehr zur Ruhe bringt?

www.johannes-behrens.de

Viele Menschen fragen mich, was meine eigene Meditationspraxis mit meiner Arbeit als Heilpraktiker für Psychotherapie un...
02/06/2026

Viele Menschen fragen mich, was meine eigene Meditationspraxis mit meiner Arbeit als Heilpraktiker für Psychotherapie und Kinesiologe zu tun hat.

Tatsächlich fließen einige grundlegende Prinzipien aus der buddhistischen Meditation ganz natürlich in meine Begleitungen ein.

Das Hier-und-Jetzt-Prinzip
Anstatt mich ausschließlich auf Geschichten aus der Vergangenheit oder Sorgen über die Zukunft zu konzentrieren, richte ich meine Aufmerksamkeit auf das, was im gegenwärtigen Moment geschieht. Oft zeigt sich genau dort der nächste wichtige Schritt.

Gefühle wahrnehmen statt verdrängen
Meditation lehrt, Gefühle nicht zu bewerten oder wegzuschieben. Auch in meiner Praxis geht es darum, Emotionen bewusst wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben. Häufig beginnt Veränderung genau dort, wo etwas gefühlt werden darf.

Innere Bilder empfangen
Manchmal zeigen sich während einer Sitzung Bilder, Symbole oder innere Eindrücke. Diese nutze ich nicht als Wahrheit, sondern als Hinweise, die gemeinsam mit dem Klienten erforscht werden können. Oft eröffnen sie einen neuen Zugang zu unbewussten Themen.

Den Prozess wahrnehmen
Meditation schult die Fähigkeit, aufmerksam zu beobachten, was gerade geschieht. Diese Haltung hilft mir, den Stand eines Prozesses wahrzunehmen: Was ist bereits in Bewegung? Wo gibt es noch Widerstände? Was braucht gerade Aufmerksamkeit?

Für mich bedeutet Begleitung nicht, Lösungen vorzugeben. Es geht vielmehr darum, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen wieder Zugang zu ihren eigenen Antworten, ihrer inneren Weisheit und ihren Ressourcen finden können.

Du möchtest wieder mehr Ruhe, Klarheit und Verbindung zu dir selbst finden? Melde dich gern!

Always TogetherAm Alpsee, inmitten von Blumen, Thangkas und Buddha-Statuen, stehe ich vor dem Sarg von Lama Ole. Aus dem...
31/05/2026

Always Together

Am Alpsee, inmitten von Blumen, Thangkas und Buddha-Statuen, stehe ich vor dem Sarg von Lama Ole. Aus dem Nebenraum erklingen die Pujas, Menschen meditieren rund um das Haus, und über allem liegt eine ruhige, würdevolle Atmosphäre. Das war sein Lebenswerk, sein Mandala, und genau dort durften wir Abschied nehmen.

In diesem stillen Moment wurde etwas sehr Wirkliches spürbar: Auch Giganten sind vergänglich.

Lama Ole erschien vielen von uns größer als das Leben. Über Jahrzehnte war er ein Fels in der Brandung, ein Leuchtturm für Klarheit, Mut, Wahrhaftigkeit und Vertrauen. Er hat unzähligen Menschen den Zugang zum Buddhismus eröffnet und etwas aufgebaut, das weit über ein einzelnes Leben hinausreicht. Ich kenne keinen Menschen, der so viel bewegt und verändert hat wie er.

Die Worte „Always Together“ begleiteten diese Tage. Sie waren nicht nur eine Überschrift. Sie beschrieben etwas, das viele von uns fühlen konnten. Der Lehrer mag seinen Körper abgelegt haben, doch sein Wirken, seine Inspiration und sein Vertrauen leben in seinen Schülerinnen und Schülern weiter. In jeder Meditation, in jedem mutigen Schritt, in jedem Moment von Mitgefühl und Klarheit wirkt etwas von dem weiter, was er uns gegeben hat.

Ich spüre neben aller Trauer vor allem Dankbarkeit.

Dankbarkeit für 18 Jahre auf diesem Weg.

Dankbarkeit für einen außergewöhnlichen Lehrer.

Dankbarkeit dafür, Zeuge eines Lebens geworden zu sein, das unzähligen Menschen Hoffnung, Sinn und Richtung gegeben hat.

Möge uns sein Leben daran erinnern, unsere eigene Zeit sinnvoll zu nutzen. Mögen wir die Werte, die er verkörpert hat, weitertragen. Und mögen wir niemals vergessen, dass auch große Meister uns letztlich auf etwas verweisen, das wir selbst verwirklichen müssen.

Danke, Lama Ole.

Always together.

Herzliche Einladung zum Vortrag und Übungen beim Sommerfest am Sonntag, 10.05.26, 10 Uhr in Greiling.Thema: Klarheit beg...
04/05/2026

Herzliche Einladung zum Vortrag und Übungen beim Sommerfest am Sonntag, 10.05.26, 10 Uhr in Greiling.

Thema: Klarheit beginnt im Körper.

Du kannst gar nicht anders, als weiterzumachen – obwohl du längst merkst, dass es so nicht stimmt.

Es fühlt sich an, als würde etwas in dir gegen dich arbeiten.
Als würdest du dich selbst nicht mehr richtig erreichen.
Vielleicht kennst du auch dieses diffuse Gefühl, nicht ganz da zu sein.

Das Problem ist nicht, dass du es nicht verstanden hast.
Das Problem ist, dass dein Körper nicht mitgenommen wurde.

Denn Klarheit entsteht nicht im Kopf.
Sie entsteht dort, wo du wieder in Kontakt kommst.

Mit dir.
Mit dem, was du spürst.
Mit dem, was in dir längst weiß, was stimmig ist.

Solange dein Nervensystem im „Funktionieren“ bleibt,
wird jede noch so gute Entscheidung sich unsicher anfühlen.

Der Wendepunkt beginnt leise:
In einem Moment, in dem du innehältst
und wieder spürst, was wirklich da ist.

Klarheit beginnt im Körper.

Ich bin dieses Jahr wieder mit dabei. Ich freue mich schon!
16/04/2026

Ich bin dieses Jahr wieder mit dabei. Ich freue mich schon!

KUNSTAUSSTELLUNG
des Kunstvereins Tölzer Land e.V.
25. April – 10. Mai 2026
Dienstag bis Sonntag, 10:00 – 17:00 Uhr
Stadtmuseum Bad Tölz
Die Ausstellung und alle Veranstaltungen sind bei freiem Eintritt zugänglich.

Der Kunstverein Tölzer Land lädt herzlich zur diesjährigen Ausstellung ein. Gezeigt werden Kunstwerke der Vereinsmitglieder sowie Arbeiten von Schülerinnen und Schülern des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums.

Vernissage
Freitag, 24. April, 17:00 Uhr
Musikalische Begleitung durch den Saxophonisten Max Grasmüller

Kulturprogramm

Dienstag, 28. April, 19:00 Uhr
„Krabat“ – Lesung und Musik nach Otfried Preußler
Mit Nikolaus Ruml (Erzähler), Klara Seeger (Harfe) und Kathi Bucher (Hackbrett)

Sonntag, 3. Mai, 14:00 Uhr
„Prost & Prosa“ – Poet Volker Camehn
Mit seinem neuen Programm: Texte zwischen heiter und höhnisch, feinsinnig und pointiert – Wortkunst als Befreiungsakt.

Sonntag, 10. Mai, 11:00 Uhr
„Musikalischer Blumenstrauß zum Muttertag“
Kammermusikalische Matinee mit Werken verschiedener Epochen, vorgetragen von Schülerinnen und Schülern des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums.

Finissage: 15 Uhr, Schließung: 15:30 Uhr

Wenn ein neuer Zugang plötzlich Türen öffnetArchitektur war beim Malen lange mein persönlicher Endgegner.Ich habe mich i...
12/04/2026

Wenn ein neuer Zugang plötzlich Türen öffnet

Architektur war beim Malen lange mein persönlicher Endgegner.
Ich habe mich immer wieder daran versucht – mit Geduld, mit Übung, mit dem Anspruch, es „endlich richtig“ hinzubekommen.

Und doch hat etwas gefehlt.

Erst als ich meine Technik verändert habe – Acryl kombiniert mit Acrylstift – hat sich etwas verschoben.
Die Linien wurden klarer.
Das Bild ruhiger.
Und ich hatte zum ersten Mal das Gefühl: Jetzt klappt es.

Nicht, weil ich mich mehr angestrengt habe.
Sondern weil ich anders herangegangen bin.

Diese Erfahrung begegnet mir auch immer wieder in meiner Arbeit mit Menschen:
Wir versuchen oft, mit der gleichen Herangehensweise zu anderen Ergebnissen zu kommen. Wir denken mehr nach, strengen uns mehr an, machen uns noch mehr Druck.

Und wenn es nicht klappt, zweifeln wir an uns.

Doch manchmal liegt es nicht am „zu wenig“,
sondern am „immer gleich“.

Ein neuer Zugang kann einen Unterschied machen, der sich vorher nicht denken lässt – nur erfahren.

Dieser Post ist eine Erinnerung:
Du musst nicht immer mehr tun.
Manchmal darfst du etwas anders machen.
Und genau darin kann Veränderung beginnen.

Du bist es wert.

www.johannes-behrens.de

10/04/2026

Ich freue mich schon sehr auf den Infotag am 10.05.26 in Greiling.

Fischen im UnbewusstenLinks oben im Bild steht für mich ein Mann mit einer Angel.Er fischt am Ufer eines inneren Gewässe...
10/03/2026

Fischen im Unbewussten

Links oben im Bild steht für mich ein Mann mit einer Angel.
Er fischt am Ufer eines inneren Gewässers.

Vor ihm öffnet sich ein Raum aus Bewegung: Linien, Bögen, Farben, Wirbel.
Und mitten darin – ein gelbes Quadrat, das fast wie ein Köder im Strudel schwebt.

Vielleicht ist das ein schönes Bild für das, was in therapeutischen Prozessen geschieht.

Man taucht nicht sofort hinab.
Man steht zunächst am Rand und nimmt wahr.

Die Angel steht für Aufmerksamkeit.
Geduld.
Wahrnehmung.

Der Mensch, der angelt, lässt die Schnur ins Wasser sinken und wartet.

Und genau so lässt es sich im Unbewussten fischen.

Man stellt eine Frage. Ein Gefühl taucht auf.
Ein Gewahrsein oder ein Bild.

Dann erkundet man es solange es gut tut,
verabschiedet sich und
lässt es wieder in den Raum zurückkehren.

Entdecken Sie eine einzigartige Kunstsammlung und wechselnde Ausstellungen in München – von der Kunst des 19. Jahrhunderts über den Blauen Reiter bis zur Gegenwart.

Adresse

Peter-Freisl-Str. 2
Bad Tölz
83646

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