14/08/2026
Beim Treffen mit den Nachbarn hat man zweimal nachgefragt und dann beim dritten Mal einfach genickt.
Nachfragen ist ja keine Schande. Das sagt man sich, während man schon wieder „Wie bitte?" sagt und dabei hofft, dass es das letzte Mal in diesem Gespräch ist.
Irgendwann verschiebt sich das leise. Man merkt, dass man bestimmte Sätze nicht mehr nachfragt, weil man den Fluss des Gesprächs nicht stören will. Stattdessen lacht man mit oder nickt, und hofft, dass es gepasst hat.
Dieses Anpassen kostet Energie, die man hinterher vermisst. Der Abend war schön, und trotzdem ist man früher müde als die anderen.
Ein Hörtest ist ein guter Ausgangspunkt, bevor aus einer Gewohnheit eine Selbstverständlichkeit wird.