30/07/2026
Für: 🐾🩺
🍇 Neue Erkenntnisse zur Traubenvergiftung
Lange war unklar, warum Trauben und Rosinen für Hunde so gefährlich sein können. Die aktuelle Forschung weist darauf hin, dass Weinsäure beziehungsweise ihr Salz Weinstein (Kaliumhydrogentartrat) eine zentrale Rolle spielen könnte. Das ist derzeit die am besten gestützte Hypothese, auch wenn noch nicht alle Fragen geklärt sind.
💡 Was bedeutet das für selbstgebackene Hundekekse?
Weinstein wird häufig als Backtriebmittel (z. B. in Weinstein-Backpulver oder als „Cream of Tartar“) verwendet. Da Tartrate inzwischen als wahrscheinlicher Auslöser der Traubenvergiftung gelten, sollte auf Weinstein und Weinstein-Backpulver in Rezepten für Hunde vorsichtshalber verzichtet werden. Normales Backpulver ist allerdings ebenfalls keine sinnvolle Zutat für Hundekekse! Am besten backt man ganz ohne Backtriebmittel.
🐱Und andere Tierarten?
Die schwere Giftigkeit ist vor allem für Hunde gut belegt. Für Katzen gibt es bislang nur Einzelfallberichte von vermuteten Traubenvergiftungen und deutlich weniger wissenschaftlich fundierte Daten. Um sicherzugehen, sollten auch hier keine Trauben und Rosinen verfüttert werden.
⚠️ Wichtig: Es gibt keine nachweislich sichere Menge an Trauben oder Rosinen. Schon kleine Mengen können bei manchen Hunden zu einer akuten Nierenschädigung führen, während andere deutlich mehr aufnehmen können, ohne zu erkranken. Deshalb gilt weiterhin: Trauben, Rosinen und entsprechende Produkte gehören nicht in den Napf!
👉 Hattest du schon mal mit einer Vergiftung durch Trauben oder Weinstein zu tun? Teile es mit uns in den Kommentaren!
Quellen:
1) Wegenast, C. A. et. al. (2022). Acute kidney injury in dogs following ingestion of cream of tartar and tamarinds and the connection to tartaric acid as the proposed toxic principle in grapes and raisins. Journal Of Veterinary Emergency And Critical Care, 32(6), 812–816. https://doi.org/10.1111/vec.13234
2) CliniParm/CliniTox, https://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/toxsyqry.htm