26/07/2026
‼️ Achtung Gefahr von Blaualgen ‼️
Blaualgen:
Ein Sekundenbruchteil ohne Warnung, der ein Hundeleben kosten kann.
Es kann alle ganz blitzschnell passieren. Ein Ausflug an den See und klares Wasser im Uferbereich.
Aber dann plötzlich sieht man sie treiben: Blaualgen!
Doch da stehen die Hunde oft schon mitten drin.
Jetzt bitte nicht „erstmal abwarten“, sondern jetzt muss das volle Notfallprogramm folgen!
- Sofortiges Leck-Verbot: Verhindert mit allen Mitteln, dass die Hunde ihr Fell oder ihre Pfoten sauber lecken. Das ist die häufigste Ursache für die Giftaufnahme.
- sofortige Fellwäsche: Das Fell noch vor Ort gründlich mit sauberem Wasser, z.B. mit der Trinkwasserflasche, abspülen. Wichtig: Nutzt idealerweise ein Tuch, da die Toxine auch über die menschliche Haut Hautreizungen auslösen können.
- Aktivkohle: Prophylaktisch Aktivkohle verabreichen, um die Gifte im Magen-Darm-Trakt sofort zu binden, bevor sie in die Blutbahn geraten.
- ! Tierklinik ansteuern:
Fahrt sofort in die nächste Klinik und behaltet die Hunde die kritischen 24-48 Stunden konsequent im Auge!
Warum „Abwarten“ bei Blaualgen tödlich ist?
Blaualgen produzieren unter anderem extrem aggressive Lebergifte (Microcystine).
Diese zerstören die Organzellen zeitversetzt im Verborgenen.
Wenn ein Hund erst einmal anfängt zu taumeln, blass zu werden oder sich zu erbrechen, läuft das Organversagen im Hintergrund oft schon stundenlang.
Für einen großen Hund ist die Giftkonzentration bei einem Schluck schon gefährlich, für kleine Hunde ist dieselbe Menge eine Überdosis. Kleine Hunde haben kaum Verteilungsvolumen im Körper und ihr Stoffwechsel läuft rasend schnell. Schon das bloße Ablecken der nassen Pfoten nach dem Ufergang reicht bei ihnen für einen toxischen Schock aus.
Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Grünalgen vs. Blaualgen:
Verlasst euch nicht darauf, dass an den offiziellen Stellen Schilder aufgestellt wurden. Diese Alge wandert mit dem Wind innerhalb von Stunden.
Harmlose Grünalgen:
Sie bilden oft fadenartige, netzartige Strukturen oder lange, grüne Matten, die man wie Wolle aus dem Wasser heben kann. Das Wasser bleibt dazwischen oft klar.
Hochgiftige Blaualgen :
Sie bilden keine Fäden. Es entsteht eine trübe, suppige Schicht. Es sieht aus, als wurde eine blau-grüne Ölfarbe ins Wasser gekippt, die in Schlieren an der Oberfläche treibt.
Wenn man Glück hat, riecht das Wasser schon extrem muffig oder faulig.
Sie vermehren sich explosionsartig bei anhaltender Hitze und in stehenden Gewässern.
Leider kommen sie inzwischen auch durch die Klimaerwärmung und den Nährstoffeintrag immer häufiger in der Ostsee vor.
Bitte seit bei großer Hitze vorsichtig, auch bei Kindern !