25/08/2026
Übersehene Immunzellen könnten bei Lungenkrebs wichtige Hinweise geben
Forschende des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) haben ein bisher wenig beachtetes Muster von Immunzellen entdeckt, das Hinweise auf die langfristigen Überlebenschancen von Menschen mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs geben kann.
Für die Studie untersuchte das Forschungsteam Gewebeproben von 674 Patientinnen und Patienten aus Deutschland und Schweden. Dabei erfassten die Forschenden mehr als sechs Millionen Immunzellen und analysierten nicht nur, welche Zellen vorhanden waren, sondern auch, wo sie sich im Tumorgewebe befanden.
Bisher wurde vor allem darauf geachtet, welche Immunzellen direkt in den Tumor gelangen. Die neue Studie zeigt jedoch: Auch Immunzellen, die außerhalb des Tumors im umliegenden Gewebe bleiben, können wichtige Informationen liefern. Entscheidend ist also nicht nur, wie viele Zellen vorhanden sind, sondern auch, wo sie sich befinden und wie gut sie zusammenarbeiten.
Besonders gute Überlebenschancen hatten Patientinnen und Patienten, bei denen viele B-Zellen vorhanden waren und bestimmte T-Zellen eng beieinander lagen. B-Zellen und T-Zellen sind wichtige Bestandteile des Immunsystems. Sie helfen unter anderem dabei, veränderte Zellen zu erkennen und eine Abwehrreaktion zu organisieren.
Aus dem Zusammenspiel dieser Immunzellen konnten die Forschenden drei sogenannte Immunmarker ableiten. Das sind messbare Merkmale, die möglicherweise dabei helfen können, den Verlauf einer Erkrankung besser einzuschätzen.
Ob daraus künftig ein einfacher Test für die Behandlung von Lungenkrebs entstehen kann, müssen weitere Studien zeigen. Auch bei fortgeschrittenem Lungenkrebs und während einer Immuntherapie soll das Zellmuster noch untersucht werden.
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