23/10/2025
Falls du dich in spirituellen Kreisen bewegst, solltest du unbedingt wissen, was Spiritual Bypassing bedeutet:
✨Es beschreibt die Tendenz, Spiritualität zu nutzen, um schwierige Gefühle oder Konflikte zu vermeiden.
Statt Angst, Wut oder Trauer zu fühlen, werden sie z.B. durch Affirmationen, „nur positiv denken“ oder vorschnelle Vergebung übersprungen. Das wirkt spirituell, führt aber nicht zu echter psychischer Verarbeitung, Heilung oder Wachstum.
Viele sehnen sich nach spirituellen Räumen – nach Heilung, Wachstum und Sicherheit. ✨
Doch nicht alles führt wirklich in die Tiefe. Oft begegnet man einer Scheinwelt, die ins Spiritual Bypassing führt: Gefühle werden übersprungen, statt gehalten und verarbeitet.
⚡ Sei vorsichtig, wenn Lehrer*innen behaupten, „fertig“ zu sein oder dir sagen, was für dich richtig ist.
⚡ Werde hellhörig, wenn Wut, Angst oder Bedürfnisse als „nur dein Ego“ abgetan werden.
✨ Wahre Spiritualität bedeutet, auch schwierige oder intensive Gefühle zu spüren und zu halten.
In meiner Arbeit erlebe ich, dass Menschen nach Stille-Retreats (z. B. Vipassana) oder Breathworksessions manchmal destabilisiert oder retraumatisiert zurück kehren. Sie wurden nicht darauf vorbereitet, dass solche Erfahrungen nicht für jeden passend sind. Oft ist es hilfreicher, sich Meditation, Breathwork oder ähnlichen Praktiken in kleinen Schritten zu nähern, statt sofort radikale Erfahrungen zu suchen.
Entscheidend sind Lehrer*innen, die selbst kontinuierlich Selbsterfahrung machen, sich fortbilden und sichtbar innerlich wie äußerlich wachsen und damit in der Lage sind, echten präsenten Kontakt anzubieten.
👉 Kennst du Spiritual Bypassing? Was hilft dir, bei dir zu bleiben – oder was würdest du anderen mitgeben?