Akademie für integrative Traumatherapie

Akademie für integrative Traumatherapie Traumatherapeutische Fortbildungen
zertifiziertes Curriculum Psychotraumatherapie (GPTG)
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Die Akademie für integrative Traumatherapie bietet Fortbildungen für Psychologische Psychotherapeuten, Ärzte und Heilpraktiker für Psychotherapie
Traumatherapie
Akuttrauma
Neurobiologie des Traumas
Traumatherapie mit Brainspotting nach David Grand
Focusing für Traumatherapeuten
Traumatherapeutisches Curriculum
Ego-State Therapie
traumabezogene Hypnotherapie
TRIMB
Michaela Huber
PITT nach Louise Reddemann
Trauma und Sexualität
traumasensitives Yoga
Polyvagal Theorie
Trauma und Körper
Dami Charf

Umfrage zur psychotherapeutischen Versorgung gewaltbetroffener Frauen in Berlin: Perspektiven ambulanter Psychotherapeut...
02/07/2026

Umfrage zur psychotherapeutischen Versorgung gewaltbetroffener Frauen in Berlin: Perspektiven ambulanter Psychotherapeut*innen

60 % der befragten kassenzugelassenen Therapeut*innen berichten Wartezeiten von sechs Monaten oder länger.
Neben langen Wartezeiten benennen die Befragten insbesondere strukturelle Herausforderungen: Die bestehende psychotherapeutische Versorgung ist für hochbelastete, mehrfach marginalisierte und komplex traumatisierte Betroffene häufig nicht ausreichend bedarfsorientiert ausgestaltet.

Dringender Handlungsbedarf für die Versorgung von komplex traumatisierten Betroffenen

25/06/2026

Was hilft dir bei Überaktivierung? Wie holst du dich aus der Traumaspirale heraus?

19/05/2026

Petition gegen ein Register psychisch erkrankter Menschen!
16/05/2026

Petition gegen ein Register psychisch erkrankter Menschen!

Keine Gefährder-Register auf Kosten psychisch erkrankter Menschen

Aus dem Newsletter von Jangysi: Von Körpererinnerung zu neuronaler Flexibilität: eine neue Perspektive Kotler, S., Manni...
14/05/2026

Aus dem Newsletter von Jangysi:

Von Körpererinnerung zu neuronaler Flexibilität: eine neue Perspektive

Kotler, S., Mannino, M., Fox, G., & Friston, K. (2026).
The body does not keep the score: Trauma, predictive coding, and the restoration of metastability.
Frontiers in Systems Neuroscience, 20, Article 1812957.
https://doi.org/10.3389/fnsys.2026.1812957

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Ein neuer Opinion-Artikel von Kotler, Mannino, Fox und Friston (2026) stellt eine provokante These zur Diskussion: Trauma werde nicht im Körper „gespeichert“, sondern durch das Gehirn immer wieder neu vorhergesagt und reinszeniert. Die Autor:innen kritisieren damit die populäre Metapher, der Körper „bewahre“ traumatische Erfahrungen wie ein Archiv. Aus Sicht moderner Systemneurowissenschaft und Predictive Processing sei präziser: Das Gehirn entwickelt nach Trauma überstarke Gefahrenerwartungen und interpretiert Körperempfindungen – etwa Herzrasen, Engegefühl oder Anspannung – wiederholt als Hinweise auf anhaltende Bedrohung.

Im Zentrum steht das Konzept der Metastabilität: die Fähigkeit neuronaler Netzwerke, flexibel zwischen verschiedenen Zuständen zu wechseln. Nach Trauma kann diese Flexibilität eingeschränkt sein. Das Gehirn bleibt dann gewissermassen in engen „Gefahren-Schleifen“ gefangen: Bedrohung wird erwartet, körperliche Aktivierung wird als Bestätigung gelesen, und dadurch stabilisiert sich das Bedrohungsmodell weiter. Symptome wie Hypervigilanz, Intrusionen und Vermeidung erscheinen in diesem Modell als Folgen rigider Vorhersagen – nicht als Ausdruck einer im Gewebe gespeicherten Erinnerung.
Die Autor:innen betonen zugleich, dass der Körper in der Traumafolgesymptomatik sehr wohl eine zentrale Rolle spielt – aber nicht als Archiv, sondern als Teil eines dynamischen Rückkopplungssystems zwischen Gehirn, Körper und Umwelt. Somatische Symptome werden damit nicht bagatellisiert; sie werden anders erklärt: als fehlkalibrierte Interaktion zwischen Erwartung, Handlung und Empfindung.

Klinisch interessant ist die daraus abgeleitete Perspektive auf Behandlung. Heilung bedeutet in diesem Modell nicht primär, „im Körper gespeicherte“ Erinnerungen freizusetzen, sondern die Flexibilität des Nervensystems wiederherzustellen. Unterschiedliche wirksame Interventionen – etwa Exposition, EMDR, Achtsamkeit, Bewegung, Naturerfahrungen oder Flow-induzierende Aktivitäten – könnten aus dieser Sicht über einen gemeinsamen Mechanismus wirken: Sie erweitern den Handlungsspielraum, korrigieren Bedrohungserwartungen und fördern flexible Netzwerkdynamik.

Besonders spekulativ, aber anregend ist der Abschnitt zu Flow-Zuständen. Die Autor:innen vermuten, dass hoch absorbierende, sinnvolle und herausfordernde Aktivitäten – etwa Surfen, Klettern, Musik, Sport oder kreative Tätigkeiten – helfen könnten, starre Bedrohungsschleifen zu unterbrechen. Flow wird als Zustand verstanden, in dem Unsicherheit nicht mehr als Gefahr, sondern als Aufforderung zu Handlung erlebt wird. Damit könnte Flow Agency, Selbstwirksamkeit und flexible Anpassung fördern.

Einschränkung:
Der Artikel ist ein theoretischer Opinion-Beitrag, keine empirische Studie. Die zentrale These, dass PTSD mit reduzierter Metastabilität einhergeht, ist plausibel und neurowissenschaftlich anschlussfähig, wurde aber bislang noch nicht direkt mit etablierten Metastabilitätsmassen in klinischen PTSD-Populationen überprüft.

Fazit für die Praxis:
Der Beitrag lädt dazu ein, Traumafolgen weniger als „eingeschriebene Körpererinnerungen“ und stärker als dynamische, veränderbare Vorhersagemuster zu verstehen. Für die Psychotherapie ist dies eine hoffnungsvolle Perspektive: Trauma ist nicht einfach im Körper fixiert – das Nervensystem kann lernen, Bedrohung neu zu bewerten, Flexibilität wiederzugewinnen und Sicherheit in Unsicherheit zu erfahren.

Liebe Grüsse
Jan Gysi

www.jangysi.ch

Informationen zu Trauma & Dissoziation, von Dr. med. Jan Gysi, Bern CH.

Aus dem Newsletter von Jan Gysi: Dissoziation im Therapieraum – auch Therapeut:innen können an Grenzen geraten Mezard, E...
27/03/2026

Aus dem Newsletter von Jan Gysi:

Dissoziation im Therapieraum – auch Therapeut:innen können an Grenzen geraten

Mezard, E., El Husseini, M., Radjack, R., Moro, M. R., & Minassian, S. (2026).
The experience of professionals receiving patients with manifestations of traumatic dissociation: A qualitative study.
European Journal of Psychotraumatology, 17(1), 2634587.
https://doi.org/10.1080/20008066.2026.2634587

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Wie erleben Therapeut:innen dissoziative Zustände ihrer Patient:innen?

Eine aktuelle qualitative Studie untersuchte, wie Fachpersonen reagieren, wenn Patient:innen während einer Sitzung traumatische Dissoziation zeigen. Dafür wurden 23 Psychiater:innen, Psycholog:innen und Assistenzärzt:innen zu ihren Erfahrungen befragt.

Die Auswertung identifizierte drei zentrale Themen:
Reaktionen der Fachpersonen auf Dissoziation
Therapeut:innen reagieren gemäss der Studie mit unmittelbaren Stabilisierungsmassnahmen. Sie versuchen, Patient:innen durch Orientierung im Hier-und-Jetzt, sensorische Übungen oder körperbezogene Strategien zu reorientieren. Gleichzeitig spielt eine ruhige, präsente therapeutische Haltung eine zentrale Rolle. Einige Fachpersonen berichten jedoch auch von Unsicherheit oder emotionaler Distanz – insbesondere dann, wenn wenig Erfahrung mit dissoziativen Symptomen vorhanden ist.
Emotionale und dissoziative Reaktionen der Therapeut:innen
Viele Therapeut:innen berichten von intensiven Emotionen wie Angst, Wut, Hilflosigkeit, Schuldgefühlen oder Verwirrung. Teilweise erleben Fachpersonen selbst vorübergehende dissoziative Zustände oder eine Form emotionaler „Ansteckung“. Diese Resonanz kann belastend sein, kann aber – wenn sie erkannt und reflektiert wird – auch zu einem tieferen Verständnis der Patient:innen beitragen.
Kontextfaktoren und Auswirkungen auf Fachpersonen
Die Studie zeigt einen deutlichen Mangel an Ausbildung zum Thema Dissoziation. Viele Therapeut:innen berichten, dass sie den Umgang mit dissoziativen Zuständen erst im klinischen Alltag erlernen. Weiterbildung, Supervision, Austausch im Team und Selbstfürsorge werden als wichtige Schutzfaktoren genannt, um Überforderung und Isolation zu vermeiden.

Fazit
Dissoziation beeinflusst nicht nur Patient:innen, sondern auch die therapeutische Beziehung und das Erleben der Behandelnden. Die Autor:innen plädieren daher für mehr Ausbildung zu dissoziativen Symptomen, stärkere Supervisionsstrukturen sowie ein bewussteres Arbeiten mit körper- und emotionsbezogenen Interventionen.

Kommentar: Wenn Dissoziation Therapeut:innen überfordert
Die Studie von Mezard und Kolleg:innen zeigt eindrücklich, dass dissoziative Symptome nicht nur Patient:innen betreffen, sondern auch starke Reaktionen bei Therapeut:innen auslösen können. Fachpersonen berichten von Angst, Hilflosigkeit, Schuldgefühlen oder Frustration. Einige beschreiben auch Zustände innerer Distanz, Verwirrung oder Erstarrung, wenn Patient:innen dissoziieren. Solche Reaktionen können das Vertrauen in die eigene therapeutische Kompetenz erschüttern und das Verhalten gegenüber Patient:innen beeinflussen – mit der Gefahr von Retraumatisierungen. Sie könnten auch dazu beitragen, dass manche Fachpersonen die Arbeit mit Betroffenen meiden oder dissoziative Störungen grundsätzlich infrage stellen.
Damit bestätigt die Studie, was viele Menschen mit dissoziativen Störungen über frühere Therapieerfahrungen berichten: Wenn Dissoziation nicht erkannt oder verstanden wird, reagieren manche Therapeut:innen mit Distanz, Unsicherheit oder Abwehr. Für Betroffene kann dies als Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit oder als Ablehnung erlebt werden.
Die Ergebnisse unterstreichen daher die Bedeutung spezifischer Ausbildung zu dissoziativen Störungen sowie von Supervision und kollegialem Austausch. Ein besseres Verständnis kann dazu beitragen, dissoziative Zustände nicht als irritierende Störung der Therapie zu betrachten, sondern als wichtigen klinischen Hinweis auf traumabezogene – und behandelbare – Symptome.

Traumatic dissociation is defined as a disruption or disturbance in the integration of various cognitive functions in response to a traumatic event and has been the subject of extensive research in...

https://shop.correctiv.org/Akten-des-Missbrauchs-Die-Geschichte-eines-organisierten-Verbrechens-im-Vatikan/SW10161?utm_m...
20/03/2026

https://shop.correctiv.org/Akten-des-Missbrauchs-Die-Geschichte-eines-organisierten-Verbrechens-im-Vatikan/SW10161?utm_medium=email&utm_campaign=Polizei%20am%20Limit

Ein Netzwerk der Vertuschung. Eine Registratur, die es nicht geben dürfte. Und eine Spur, die bis ins Herz der katholischen Kirche führt.

Was als lokale Recherche zu einzelnen Missbrauchsfällen an Kindern beginnt, entwickelt sich zu einer Jagd rund um die Welt und einer Suche nach geheimen Briefen des Vatikans. Vom Ruhrgebiet, nach Frankreich, Italien, Portugal, in die USA, nach Kolumbien und Australien. Mit jeder neuen Akte verdichtet sich der Verdacht: Im Herzen des Vatikans existiert eine einzigartige Registratur, die den Weg in ein Archiv weist, das Informationen zu klerikalen Missbrauchstätern weltweit sammelt und verwahrt. Einige verurteilt, viele unbekannt, ihre Verantwortung oft vertuscht.

Es ist ein System, das Täterschutz und Machterhalt über das Leid von Millionen Opfern sexuellen Missbrauchs stellt. In seinem Zentrum steht eine der einflussreichsten Figuren der Kirche: der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger, später Papst Benedikt XVI.

„Akten des Missbrauchs: Die Geschichte eines organisierten Verbrechens im Vatikan“ ist ein journalistischer Krimi, der ein unfassbares Geheimarchiv enthüllt. Eine Recherche über Schuld, Macht und Missbrauch

CORRECTIV deckt Missbrauchsskandal der kath. Kirche auf. Reporter folgen der Spur eines pädokriminellen Priesters und finden ein weltweites System der Vertuschung und Verbindungen bis zu Papst Benedikt XVI.

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Zur Börse 2
Berlin
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