17/06/2026
Diese Lektion ist für viele erst einmal ganz schön anstrengend. Nicht, weil sie besonders kraftvoll ist, sondern weil sie uns etwas zeigt, was wir im Alltag oft übergehen: Wie bewegen wir uns eigentlich? Und wie könnten wir uns leichter bewegen?
Schon die erste Herausforderung: mit der Hand auf den Boden kommen. Und wenn das heute nicht möglich ist, dann nimm einfach einen kleinen Hocker oder eine andere Erhöhung. Es geht nicht darum, eine bestimmte Position zu erreichen. Es geht darum, einen Weg zu finden, der für dich angenehm und neugierig bleibt.
Dann gehst du um deine Hand herum. Die Handfläche bleibt genau dort, wo du sie aufgesetzt hast. Sie rutscht nicht, die Finger bleiben liegen. Du beobachtest: Wie weit kannst du in die eine Richtung gehen? Wie weit in die andere? Was macht dein Brustkorb? Wie beteiligt sich dein Becken? Wo hältst du vielleicht noch fest?
Mach die Bewegungen langsamer, als du denkst. Wiederhole sie häufiger, als du es im Video siehst. Beobachte die Unterschiede zwischen rechts und links und zwar nicht, um sie zu bewerten, sondern um DICH kennenzulernen. Und manchmal gleichen sie sich ganz von selbst an.
Am Ende der Lektion probierst du die Ausgangsbewegung noch einmal. Und oft kommt dann dieser kleine, fast überraschende Moment: „Oh, das geht jetzt anders.“ Nicht, weil du dich angestrengt hast. Sondern weil dein Nervensystem einen neuen, leichteren Weg gefunden hat.
Und genau das liebe ich so am Feldenkrais: Aus kleinen, achtsamen Bewegungen entsteht Veränderung. Sanft. Nachhaltig. Und oft viel größer, als wir es erwartet hätten.
Happy Feldenkrais! ✨
Deine Antje
Wenn du mehr davon möchtest, dann folge mir.