06/08/2026
Familie als heiliger Raum
Unsere Mama mit ihren vier Kindern, ihrer
ganz persönlichen Rentnertruppe.
In den vergangenen Tagen durften wir gleich
zweimal das Leben feiern:
Mein jüngerer Bruder wurde 68 Jahre alt.
Und mein Enkelsohn Bosse (hatte ich ja schon berichtet)
feierte seinen 20. Geburtstag.
Zwei Geburtstage.
Zwei Generationen.
Zwei ganz unterschiedliche Lebenswege.
Und doch verbunden durch das unsichtbare Band,
das wir Familie nennen.
Es waren wunderschöne Stunden voller Begegnungen,
Gespräche und gemeinsamer Erinnerungen. Und wieder
wurde mir bewusst, wie kostbar diese Momente sind.
Bei der Geburtstagsfeier meines Bruders entstand
dieses besondere Foto:
Unsere Mama mit ihren vier Kindern, ihrer ganz persönlichen Rentnertruppe.
Ja, tatsächlich: Alle ihre Kinder sind inzwischen im Rentenalter.
Wir alle sind Oma und Opa.
Für die Welt sind wir längst erwachsene und lebenserfahrene Menschen.
Doch für unsere Mama bleiben wir wohl immer ihre Kinder ganz gleich,
wie viele Lebensjahre wir inzwischen gesammelt und wie viele
Rentenbescheide wir schon erhalten haben.
Wie viele Jahre stehen da gemeinsam auf einem Bild!
Wie viele Geschichten, Erfahrungen, Umwege,
Herausforderungen und glückliche Augenblicke!
Und dann ist da auch noch eines ihrer Urenkelkinder.
Plötzlich sind auf einem einzigen Foto
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander vereint:
die Mutter, ihre vier Kinder und ein kleiner Mensch,
in dem das Leben der Familie weitergeht.
Genau darin liegt für mich etwas Heiliges.
Familie ist nicht deshalb ein heiliger Raum,
weil immer alles harmonisch und vollkommen wäre.
Auch in Familien gibt es unterschiedliche Wege, alte Verletzungen,
Nähe und Entfernung, Lachen und Tränen.
Doch unter all dem liegen unsere gemeinsamen Wurzeln.
Da sind Erinnerungen, die nur wir miteinander teilen.
Geschichten, bei denen wir lachen, bevor sie überhaupt
zu Ende erzählt sind. Und dieses tiefe Wissen:
Wir gehören zusammen.