31/08/2026
Ich war gerade an der Ostsee – und jedes Mal, wenn ich Sanddorn sehe, muss ich an meine Großmutter denken.
Wenn ich sie um diese Jahreszeit besucht habe und sie nicht zu Hause war, wusste ich, wo ich sie vielleicht finden konnte: zwischen den Sanddornbüschen am Meer, zwischen den Dornen und den leuchtend orangefarbenen Beeren.
Anfang dieses Jahres war ich in Bhutan und war ganz erstaunt, dort dieselbe Pflanze zu entdecken – auf etwa 3.000 Metern Höhe.
Das hat mich neugierig gemacht, und ich habe ein bisschen recherchiert.
Dabei habe ich entdeckt, dass der Sanddorn, der bei uns an der Ostsee wächst, ursprünglich aus Zentralasien und den Regionen rund um das Tibetische Hochland stammt. Über Jahrtausende hat er sich über Eurasien ausgebreitet – bis zu unseren Küsten.
Zwei sehr unterschiedliche, aber karge Lebensräume. Und eine Pflanze, die unter extremen Bedingungen wächst und dabei unglaublich reich an wertvollen Inhaltsstoffen ist.
In der Tibetischen Medizin wird Sanddorn seit über 1.200 Jahren verwendet.
Vielleicht fasziniert mich genau das: Eine Pflanze, die unter schwierigen Bedingungen ihre Kraft bewahrt – und uns dabei unterstützen kann, unsere eigene Widerstandskraft zu stärken.
Vom Himalaya bis zur Ostsee. 🧡