Psychotherapeutenkammer Berlin

Psychotherapeutenkammer Berlin Die PtK Berlin ist eine demokratische, auf Selbstverwaltung beruhende Interessenvertretung aller approbierter Psychotherapeut*innen, die in Berlin tätig sind.

Ende Juni hat die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" ihr Gutachten vorgelegt – 56 Empfe...
03/08/2026

Ende Juni hat die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" ihr Gutachten vorgelegt – 56 Empfehlungen im Auftrag von Familienministerin Karin Prien. Was fehlt: eine klare gesetzliche Altersgrenze für Social Media.

Die Psychotherapeutenkammer Berlin sagt deutlich: Das reicht nicht und bleibt teils zu vage. 🧵

In den Praxen zeigt sich längst ein Muster: soziale Isolation, Ängste, Schlafstörungen, Essstörungen, Depressivität bei Kindern und Jugendlichen, die selbst den Zusammenhang zu den immer gleichen Plattformen herstellen.

Bemerkenswert dabei: In der Kommission saß keine einzige Psychotherapeutin, kein einziger Psychotherapeut – die Berufsgruppe, die täglich mit genau diesen Folgen konfrontiert ist.

Unsere Position:
➡️ Nicht das Kind soll sich rechtfertigen, warum es kein Smartphone hat.
➡️ Die Plattform soll erklären, warum sie für 12-Jährige geöffnet bleibt.

Australien zeigt: Ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ist nicht perfekt umsetzbar – aber es gibt Eltern endlich Rückhalt, wenn sie dem Druck ihrer Kinder standhalten wollen. Genau diesen Rückhalt brauchen auch Familien bei uns.

Unsere Forderungen im Überblick:
🔹 Verbindliches Verbot suchtfördernder Designs für Minderjährige
🔹 Altersgestuftes Zugangsmodell (0/14/16 Jahre) mit echter Altersverifikation 🔹 Ausbau statt Kürzung psychotherapeutischer Versorgung für Kinder und Jugendliche
🔹 Datentransparenz der Plattformen gegenüber unabhängiger Forschung
🔹 Kinder und Jugendliche aktiv einbinden

„Es gibt keine einfache Lösung. Aber es mangelt weiterhin am politischen Willen." – Anna Heike Grüneke, Vorstand PtK Berlin

Damit am Ende nicht das Kind mit dem Smartphone allein bleibt.

☀️ 37 Grad heute in Berlin. Und das wird nicht die Ausnahme bleiben.Hitzewellen kommen künftig häufiger, heftiger und lä...
30/07/2026

☀️ 37 Grad heute in Berlin. Und das wird nicht die Ausnahme bleiben.

Hitzewellen kommen künftig häufiger, heftiger und länger. 2023 gab es allein in Berlin 106 Hitzetote – in einem Sommer ohne ausgeprägte Hitzewelle.

Was oft übersehen wird: Menschen mit psychischen Erkrankungen sind eine der am stärksten gefährdeten Gruppen bei Hitze – im Berliner Hitzeaktionsplan aber kaum berücksichtigt.

⚠️ Hitze verschlechtert psychische Symptome
⚠️ Mehr Klinikeinweisungen, mehr Suizidalität an Hitzetagen
⚠️ Menschen mit schizophrenen Erkrankungen: eine der höchsten Sterblichkeitsraten an Hitzetagen – Medikamente können die Temperaturregulation stören
⚠️ Auch bei Demenz, Depression, Sucht & bipolaren Erkrankungen: erhöhtes Risiko

Die Psychotherapeutenkammer Berlin fordert:
📍 Psychisch Kranke als vulnerable Gruppe in den Hitzeaktionsplan aufnehmen
📍 Sensibilisierung von Politik & Fachpersonal
📍 Hitzeschutzpläne für psychiatrische Einrichtungen
📍 Kommunikation, die alle erreicht – auch offline
📍 Mehr Grün, mehr Wasser, mehr Kühlräume in der Stadt

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Für alle.

Liebe Mitglieder,dankenswerterweise bieten nach dem Anschlag beim CSD sehr viele von Ihnen professionelle Unterstützung ...
27/07/2026

Liebe Mitglieder,

dankenswerterweise bieten nach dem Anschlag beim CSD sehr viele von Ihnen professionelle Unterstützung an. Darum werden wir bis spätestens morgen weitere Informationen per Mail an Sie versenden, wie und wo Sie derzeit unterstützen können.

Aktuell wird keine zusätzliche psychotherapeutische Hilfe benötigt - Krisendienst und Traumambulanzen können derzeit den Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung gut abdecken.

Die PtK Berlin ist in die Organisation und Koordinierung der Psychosozialen Notfallversorgung einbezogen und wird Sie über weitere Maßnahmen und Hilfsmöglichkeiten auf dem Laufenden halten.

Wir sind tief erschüttert von dem brutalen Anschlag auf friedlich für Gleichberechtigung und die Akzeptanz sexueller und...
26/07/2026

Wir sind tief erschüttert von dem brutalen Anschlag auf friedlich für Gleichberechtigung und die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt demonstrierende Menschen beim CSD am 25.07. in Berlin. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen, den Verletzten und ihren Angehörigen, (Wahl-)Familien und Freund*innen. Wir trauern mit ihnen und stehen solidarisch an der Seite des CSD Berlin und der LGBTQ+-Community.

Wenn Sie sich nach den Ereignissen psychisch belastet fühlen: bleiben Sie nicht alleine! Teilen Sie Ihre Gefühle, wenn möglich mit Freund*innen oder Personen, denen Sie vertrauen. Wenn Sie akut notfallpsychologische Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte an den Berliner Krisendienst: 030 39063 - Durchwahl je nach Stadtgebiet; Schöneberg/Tempelhof/Steglitz: 030 39063-60; Mitte/Friedrichshain/Kreuzberg: 030 39063-10; weitere Nummern auf der Homepage berliner-krisendienst.de; oder die Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116123. Auch per Chat unter online.telefonseelsorge.de.

Die PtK Berlin ist in die Organisation und Koordinierung der Psychosozialen Notfallversorgung einbezogen und wird über weitere Maßnahmen informieren.

Das neue GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz trifft die psychotherapeutische Versorgung hart: In der Folge drohen weniger ...
23/07/2026

Das neue GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz trifft die psychotherapeutische Versorgung hart: In der Folge drohen weniger Therapieplätze, längere Wartezeiten und sinkende Honorare. Kammerpräsidentin Eva Schweitzer-Köhn hat gegenüber der dpa dazu klar Stellung bezogen und wurde in zahlreichen Medien zitiert.

Der Bundestag hat heute das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) verabschiedet. Die PtK Berlin sieht in de...
10/07/2026

Der Bundestag hat heute das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) verabschiedet. Die PtK Berlin sieht in dem Gesetz eine erhebliche Gefahr für die ambulante psychotherapeutische Versorgung und schließt sich der scharfen Kritik von Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und Landeskammern an.

Eva Schweitzer-Köhn, Präsidentin der Psychotherapeutenkammer Berlin, zeigt sich fassungslos: „Der Bundestag hat heute mit offenen Augen eine Entscheidung getroffen, die Menschen mit psychischen Erkrankungen den Zugang zu dringend benötigter Behandlung erschweren wird. Wer die Budgetierung ambulanter Psychotherapie beschließt und gleichzeitig die Angemessenheitsprüfung der Honorare streicht, nimmt einen massiven Wegfall von Therapieplätzen in Kauf. Das ist keine Reform, das ist ein Kahlschlag auf dem Rücken der Schwächsten.”

Die Psychotherapeutenkammer Berlin beteiligt sich am Berliner   am 25. Juli 2026 und setzt gemeinsam mit der Psychothera...
06/07/2026

Die Psychotherapeutenkammer Berlin beteiligt sich am Berliner am 25. Juli 2026 und setzt gemeinsam mit der Psychotherapeut*innenschaft ein Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und psychische Gesundheit.

📍 Treffpunkt ist zwischen 12:30 und 13:00 Uhr am Potsdamer Platz, direkt am historischen Ampelturm nahe des S-Bahn-Ausgangs.

Wir freuen uns über alle Kolleg*innen, die sich anschließen und mit uns für eine diskriminierungssensible Versorgung und gesellschaftlichen Zusammenhalt eintreten. 🏳️‍🌈

Wir begrüßen jedes Engagement, das jungen Menschen in psychischen Belastungssituationen niedrigschwelligen Zugang zu Unt...
23/06/2026

Wir begrüßen jedes Engagement, das jungen Menschen in psychischen Belastungssituationen niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung ermöglicht. Mit großer Sorge beobachten wir jedoch, wie unter dem Label „Safe-Space-Apotheke" eine neue Parallelstruktur aufgebaut wird, während die eigentliche psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen seit Jahren unter strukturellem Druck steht und nun zusätzlich finanziell ausgehöhlt werden soll.

Apotheken können nicht leisten, was nötig wäre – sie können weder diagnostizieren noch therapieren. Die nötige fachliche Substanz bieten approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet jenen Berufsgruppen, die über die fachliche Qualifikation zur Diagnostik und Behandlung verfügen, das Honorar gekürzt wird. Wer Versorgungslücken schließen will, darf nicht ausgerechnet bei denen sparen, die diese Lücken kompetent schließen könnten.

Antifeministische und autoritäre Narrative gewinnen zunehmend an gesellschaftlicher Sichtbarkeit und Anschlussfähigkeit....
18/06/2026

Antifeministische und autoritäre Narrative gewinnen zunehmend an gesellschaftlicher Sichtbarkeit und Anschlussfähigkeit. Sie versprechen Orientierung und Zugehörigkeit, legitimieren jedoch Ausgrenzung und Ungleichheit. Auch psychotherapeutische Praxen bleiben von diesen Entwicklungen nicht unberührt.

Wie können diese gesellschaftlichen Dynamiken in der Psychotherapie professionell aufgegriffen werden? Welche individuellen Erfahrungen, Bedürfnisse und Konflikte stehen hinter entsprechenden Haltungen, und welche Auswirkungen haben sie auf therapeutische Prozesse?

Diesen Fragen widmete sich der Fachtag „Wenn Werte kollidieren: Psychotherapie zwischen autoritären Sehnsüchten und antifeministischen Strömungen“, den die Psychotherapeutenkammer Berlin am 13. Juni unter der Leitung ihres Vorstandsmitglieds Pilar Isaac-Candeias in Kooperation mit dem IZRD e.V. veranstaltete.

Das große Interesse der Kolleg*innen war ein deutliches Signal dafür, wie wichtig die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen für die psychotherapeutische Praxis ist – und ein klares Votum für die Fortführung solcher Veranstaltungen.

🌡️ Hitze ist nicht nur ein körperliches Risiko – sie ist auch eine ernste Bedrohung für die psychische Gesundheit.Anläss...
11/06/2026

🌡️ Hitze ist nicht nur ein körperliches Risiko – sie ist auch eine ernste Bedrohung für die psychische Gesundheit.

Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstages am 11. Juni 2026 macht die Psychotherapeutenkammer Berlin auf eine oft übersehene vulnerable Gruppe aufmerksam: Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Menschen mit Schizophrenie, Depression, bipolaren Störungen oder Suchterkrankungen sind an Hitzetagen besonders gefährdet – durch biologische Stressreaktionen, Medikamentenwechselwirkungen und soziale Isolation. Die Sterblichkeitsrate ist erschreckend hoch. Und dennoch fehlen sie im Berliner Hitzeaktionsplan.

Die Psychotherapeutenkammer Berlin fordert:

✅ Psychisch Kranke explizit als Risikogruppe im Hitzeaktionsplan anerkennen

✅ Musterhitzeschutzpläne für stationäre psychiatrische Einrichtungen

✅ Sensibilisierung von Fachpersonal und Politik

✅ Niedrigschwellige Kommunikation – auch ohne digitalen Zugang

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Und Gesundheitsschutz muss alle einschließen.

Adresse

Kurfürstendamm 184
Berlin
10707

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 14:00
Dienstag 13:00 - 18:00
Mittwoch 09:00 - 14:00
Freitag 09:00 - 14:00

Telefon

+49308871400

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