13/08/2026
Ein persönlicher Appell aus unserer Apotheke
Die Ereignisse direkt neben unserer Apotheke machen mir Angst – als Inhaberin, als Arbeitgeberin und ganz persönlich.
Unsere Apotheke ist ein Ort, an dem wir jeden Tag für andere Menschen da sind. Wir versorgen Kranke mit Medikamenten, beraten, helfen in Notfällen und leisten auch nachts und an Wochenenden unseren Notdienst.
Und während dieser Notdienste schlafe ich hier auch immer wieder mit meiner Familie.
Dieser Gedanke lässt mich seit heute nicht mehr los.
Wenn unmittelbar neben unserer Apotheke Gas ausströmt und möglicherweise eine Explosion herbeigeführt werden sollte, dann geht es nicht nur um beschädigte Scheiben, Gebäude oder einen Streit zwischen anderen Beteiligten.
Dann geht es um Menschenleben.
Um meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Um unsere Kundinnen und Kunden.
Um Menschen, die nachts bei uns klingeln, weil sie dringend ein Medikament benötigen.
Und auch um meine eigene Familie.
Wir haben mit diesen Auseinandersetzungen nichts zu tun. Trotzdem müssen wir jetzt Angst davor haben, dass ein Konflikt anderer Menschen unsere Apotheke, unsere Arbeitsplätze und im schlimmsten Fall ein Menschenleben kosten könnte.
Deshalb möchte ich diejenigen, die für solche Taten verantwortlich sind, um eines bitten:
Denkt einen Moment darüber nach, wen ihr tatsächlich treffen könnt.
Ein Feuer und eine Explosion lassen sich nicht kontrollieren. Sie machen nicht an der Tür eines bestimmten Geschäfts halt. Hinter der nächsten Wand können Menschen arbeiten. Ein Kunde kann gerade seine Medikamente abholen. Eine Mitarbeiterin kann ihren Dienst beginnen. Und nachts kann dort eine Familie schlafen.
Wir haben diese Apotheke aufgebaut, um Menschen zu helfen. Sie ist Arbeitsplatz für unser Team und ein wichtiger Teil unseres Lebens.
Ich möchte nicht, dass erst ein Mensch verletzt wird oder stirbt, bevor dieser Wahnsinn aufhört.
Mein großer Dank gilt der Feuerwehr und allen Einsatzkräften, die durch ihr schnelles und besonnenes Handeln möglicherweise genau das verhindert haben.
Bitte hört auf.
Es geht nicht mehr um irgendeinen Streit.
Es geht um Menschenleben.