BPE - Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.

BPE - Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE) ist eine gemeinnützige Selbsthilfeorganisation
jetziger und ehemaliger Psychiatriepatient*innen.

Schon Kafaka hat über behördliche Willkür und die Ohnmacht, die von Ämtern bei Menschen ausgelöst werden kann, geschrieb...
19/08/2026

Schon Kafaka hat über behördliche Willkür und die Ohnmacht, die von Ämtern bei Menschen ausgelöst werden kann, geschrieben.
Wir mahnen heute an: Die Verwaltung, deutsche Behörden, machen uns KRANK! Unsere Bürokratie ist eine psychische Belastung, löst Ohnmacht aus, zermürbt die "Psyche".

Dabei hat ein Amt eine Aufgabe: zu verwalten. Finazleistung wie Elterngeld oder Wohngeld sind bei Anspruch zu bewilligen und auszuzahlen. Nötige Dokumente auszustellen. Ohne unmögliche Terminvorgaben (zwei Wochen Zeit, um einen neuen Wohnsitz anzumelden, aber erst in zwei Monaten der nächste Termin dazu?!) und andere Druckmittel.

Diese Art des Ausgeliefertseins, diese Ohnmacht ist besonders für Menschen, die in der Psychiatrie Erfahrungen sammeln mussten, retraumatisierend.
Wir fordern daher: Eine Verwaltung, die ihre Arbeit tut. Und zwar fair, menschenwürdig und traumasensibel!

Justice for Pedro – Aufklärung und Solidarität nach schwerem PolizeieinsatzSeitens des BPE-Vorstand möchten wir auf die ...
23/07/2026

Justice for Pedro – Aufklärung und Solidarität nach schwerem Polizeieinsatz

Seitens des BPE-Vorstand möchten wir auf die Initiative (Link in unserer Bio) hinweisen:

Pedro ist ein weiterer erschütternder Fall eines Menschen mit Migrationsgeschichte, der sich in einer psychischen Krise befand und im Kontakt mit Polizei und Rettungsstrukturen schwerste Gewalt erfahren hat. Nach Darstellung der Initiative war Pedro über längere Zeit ansprechbar und friedlich. Trotzdem eskalierte die Situation im Rahmen eines Polizeieinsatzes. Pedro musste anschließend 23 Minuten reanimiert werden und liegt seitdem im Koma.

Der Fall erinnert an andere Fälle, die uns als BPE seit Jahren beschäftigen: an William Tonou-Mbobda, der in einer psychiatrischen Einrichtung Hilfe suchte und nach einer gewaltsamen Fixierung durch Sicherheitskräfte starb; und an Aman Alizada, der in Stade (Niedersachsen) während eines Polizeieinsatzes erschossen wurde. Auch dort wurden Gewaltanwendungen im Nachhinein gerechtfertigt, Verfahren eingestellt oder Verantwortlichkeiten so verschoben, dass am Ende kaum Aufklärung stattfand.

Menschen in psychischen Ausnahmesituationen werden schnell als Gefahr gelesen, besonders wenn Rassismus, Migrationserfahrung und institutionelle Gewalt zusammenkommen. Statt Schutz, Beziehung und Deeskalation erfahren Betroffene dann stattdessen Kontrolle, Zwangs- und Gewaltanwendung. Danach beginnt oft eine zweite Ebene der Gewalt: die öffentliche Rechtfertigung, die Verharmlosung und das Verschwindenlassen der Betroffenenperspektive.

Die Initiative Justice for Pedro sammelt Informationen zum Fall, dokumentiert Widersprüche zur bisherigen Darstellung und zeigt Möglichkeiten zur Unterstützung. Wir möchten dazu ermutigen, sich zu informieren, die Initiative sichtbar zu machen und sich an den Unterstützungsaktionen solidarisch zu beteiligen.

Gemeinsam weiterdenken: BPE-Jahrestagung 2026„Ohne Psychiatrie – denkbar?!“ – unter diesem Motto kommen wir vom 16. bis ...
16/07/2026

Gemeinsam weiterdenken: BPE-Jahrestagung 2026

„Ohne Psychiatrie – denkbar?!“ – unter diesem Motto kommen wir vom 16. bis 18. Oktober 2026 in Düsseldorf zusammen. Wir wollen nicht nur Bestehendes hinterfragen, sondern ganz konkret über Alternativen, utopische Ansätze und echte Selbstbestimmung jenseits traditioneller psychiatrischer Strukturen diskutieren.
Unsere Jahrestagung ist der Ort für den kritischen, stärkenorientierten Austausch, für neue Impulse und für die Vernetzung unserer Bewegung.

Die Fakten zur Planung:
Termin: Freitag, 16. Oktober bis Sonntag, 18. Oktober 2026
Ort: Jugendherberge Düsseldorf (barrierefreie Location)
Teilnahme: ab 30 Euro

Die Anmeldung ist ab sofort geöffnet. Sichert euch jetzt eure Plätze für ein stärkendes und verbindendes Wochenende.

Den Link zur Anmeldung und alle weiteren Infos findet ihr oben in unserer Bio.

Deutschland bekommt wahrscheinlich erstmals ein eigenes Suizidpräventionsgesetz. Der Referentenentwurf stärkt Krisendien...
10/07/2026

Deutschland bekommt wahrscheinlich erstmals ein eigenes Suizidpräventionsgesetz. Der Referentenentwurf stärkt Krisendienste, Forschung und die bundesweite Vernetzung der Suizidprävention.
Aus unserer Sicht bleiben wichtige Fragen offen. Selbsthilfe, Beratung durch Psychiatrie-Erfahrene und die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung spielen im Entwurf keine Rolle. Auch eine gesetzliche Regelung der Suizidassistenz steht mehr als sechs Jahre nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts weiterhin aus. Unsere politische Einordnug gemeinsam mit dem PsyWill - die Psychiatrische Willenserklärung findet ihr auf den rosa Seiten am Ende des Beitrags.
Wie bewertet ihr den Entwurf? Schreibt eure Meinung in die Kommentare. Speichert den Beitrag als Übersicht zum Gesetz und teilt ihn mit Menschen, die sich für Psychiatrie, Selbstbestimmung oder Suizidprävention interessieren.

Seit letzter Woche ist das das neue Gesetz zur Grundsicherung für Arbeitssuchende in Kraft. Aus Bürgergeld wird Grundsic...
08/07/2026

Seit letzter Woche ist das das neue Gesetz zur Grundsicherung für Arbeitssuchende in Kraft. Aus Bürgergeld wird Grundsicherungsgeld, die Mitwirkungspflichten werden strenger, die Sanktionen härter, und Jobcenter bekommen mehr Möglichkeiten, uns zur Untersuchung beim Ärztlichen Dienst zu schicken.

Für viele von uns ist das kein abstraktes Verwaltungsthema. Wer psychiatrische Gewalt erlebt hat, weiß, was es bedeutet, sich vor einer fremden Amtsperson für die eigene Diagnose rechtfertigen zu müssen. Wir haben zusammengefasst, was sich ändert, was das für uns bedeutet und was ihr jetzt wissen solltet, um euch zu wehren. Swipe durch.

Ihr seid mit dem, was da gerade auf euch zukommt, nicht allein. Wenn ihr Fragen habt oder Ärger mit dem Jobcenter, meldet euch bei uns, wir bieten kostenlose Sozialhilfe-Beratung für Mitglieder.

Hinweis: Die Fakten zum neuen § 44a SGB II stammen aus mehreren Ratgeberportalen, keine offiziellen Primärquellen. Wer es genau wissen will, schaut am besten selbst ins Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 107 oder die Bundestagsdrucksache 21/3541.

Unsere LAG Baden-Württemberg (in Gründung) veranstaltet für euch ein Seminar in Mannheim!Am Samstag, 29. August 2026 von...
06/07/2026

Unsere LAG Baden-Württemberg (in Gründung) veranstaltet für euch ein Seminar in Mannheim!
Am Samstag, 29. August 2026 von 11-18 Uhr

Es geht um Grundlagen der Psychiatrie-Erfahrenen-Selbsthilfe - z.B. die Vorbeugung von Krisien oder wie Psychopharmaka wirken, welche Risiken bestehen und wie sie abgesetzt werden können.

Mehr Infos und Anmeldung unter: https://bpe-online.de/aktuelles/selbsthilfe-crash-kurs/

25/06/2026

Felix berät euch jetzt jeden Montag und Dienstag von 14 bis 18 Uhr telefonisch unter 030 558 757 63 zum Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka. Einen Beratungstermin könnt ihr auch unter [email protected] vereinbaren. Die Beratung ist auch persönlich in Berlin möglich.

Hier für euch schon einmal ein wichtiger Termin zum Vormerken: Am 4.9.26 findet in Berlin eine Begleitveranstaltung zum ...
22/06/2026

Hier für euch schon einmal ein wichtiger Termin zum Vormerken:

Am 4.9.26 findet in Berlin eine Begleitveranstaltung zum Gedenktag der Aktion T4 statt: zum Gedenken an die Opfer von Patient:innenmord und Zwangssterilisation zur Zeit des Nationalsozialismus.

Hintergrund
Während des Nationalsozialismus wurden fast 200.000 Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen systematisch ermordet.
Die Täter waren Wissenschaftler, Ärzte, Pfleger, Angehörige der Justiz, der Polizei, der Gesundheits- und Arbeitsverwaltungen.
Die Opfer waren arm, verzweifelt, aufsässig oder hilfsbedürftig.
Die Zahl der Opfer ist groß, gering die Zahl der verurteilten Täter.

Warum T4?
Der Name leitet sich von der Berliner Adresse Tiergartenstraße 4 ab.
Dort befand sich seit Frühjahr 1940 die Planungs- und Verwaltungsbehörde für die unter dem Tarnnamen Aktion T4 bekannten „Euthanasie“-Morde – die Ermordung kranker und geistig behinderter Menschen.
Sowohl die geheime “Zentraldienststelle” als auch das Mordprogramm selbst wurden unter dem Kürzel T4 nach dieser Adresse benannt.

Warum der 4.9.?
Es gibt zwei wichtige Gedenktage:
27. Januar: Befreiung von Auschwitz (1945). Wir erinnern an alle Opfer der Nationalsozialisten.
4. September: Start der „Aktion T4“. Gedenktag für die ermordeten Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen.
Dass der 4. September heute ein offizieller Gedenktag ist, verdanken wir maßgeblich dem Einsatz von Ruth Fricke - unserer Ehrenvorsitzenden.

17/06/2026

Lange Sommertage und die Psyche: Ein unterschätzter Trigger?

Endlich Sommer! Während sich viele über die langen, hellen Abende freuen, bedeuten sie für einige Psychiatrie-Erfahrene eine enorme biologische Herausforderung. Die Wissenschaft bestätigt: Das intensive Licht und die kurzen Nächte bringen unsere innere Uhr durcheinander. Schlafmangel und veränderte Botenstoffe im Gehirn können dann schnell zu biologischem Stress führen, der sogenanntes "manisches" oder "psychotisches" Bewusstsein triggert. In diesem Beitrag haben wir dir die biologischen Hintergründe, die wichtigsten Frühwarnzeichen und konkrete Tipps zusammengefasst, wie du deine innere Uhr stabilisierst.

Gibt es in deiner Erfahrung auch ein spürbares "Sommer-Muster"? Wie schützt du dich in den hellen Monaten? Lass uns in den Kommentaren ins Gespräch kommen! 👇

Unser Landesverband   hat für euch wieder ein spannendes kostenloses Seminar organisiert.Diesmal geht es um den Körper. ...
02/06/2026

Unser Landesverband hat für euch wieder ein spannendes kostenloses Seminar organisiert.
Diesmal geht es um den Körper. Es heißt immer, wir wären "psychisch" krank. Und oft gerät gerade dadurch der Körper immer mehr in den Hintergrund. Dieses Seminar ist eine Einladung, Körpersignale wieder bewusst wahrzunehmen und zu verstehen. Emotionen und Bedürfnisse achtsam zu erforschen. Und mehr Selbstvertrauen, Lebendigkeit und innere Stabilität zu entwickeln.
Mit unserer Referentin Marie Stroka!
Am 6. und 27. Juni in Köln!
Anmeldung unter [email protected] oder unter Tel.0175-5945501

Adresse

Herner Straße 406
Bochum
44807

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