31/08/2026
Gerade bei Bewegungsverlangsamung und einer reduzierten Bewegungsamplitude oder um
diesen vorzubeugen, ist es sinnvoll, bewusst groß, schwungvoll, Rhythmus und mit viel Bewegungsumfang zu trainieren.
Dabei können zum Beispiel große Schritte, weite Armbewegungen, Rumpfrotationen und
rhythmische Bewegungen eingesetzt werden. Rhytmische Reize können zusätzlich helfen,�Bewegungen zu initiieren. Eine aktuelle Meta-Analyse mit 38 Studien und 1486
Teilnehmenden zeigte positive Effekte rhythmisch angeleiteter Übungen unter anderem auf
Motorik, Gleichgewicht, Gehgeschwindigkeit und Schrittlänge.
Auch LSVT Big setzt genau hier an: große, bewusste und wiederholte Bewegungen stehen im
Mittelpunkt. Studien zeigen positive Effekte auf motorische Funktionen. Die aktuelle Gesamtevidenz spricht allerdings dafür, dass LSVT Big als eine sinnvolle Trainingsoption unter
mehreren zu betrachten ist.
ALSO: groß denken, groß bewegen und Bewegung regelmäßig trainieren.
Im Reel zeigen wir zwei Übungen aus dem LSVT BIG Konzept - jeweils im Sitzen und im Stehen:
↔️ Sideways Stwp & Reach:
Im Sitzen: Ein Bein groß seitlich aufstellen und gleichzeitig den Oberkörper und beide Arme
groß zur Seite öffnen, auch die Finger sind groß geöffnet und gestreckt. Anschließend groß
zurück in die Ausgangsstellung kommen
Im Stehen: Einen großen Schritt zur Seite machen und gleichzeitig beide Arme inklusive der
Finger groß und weit zur Seite öffnen. Danach wieder groß zur Mitte kommen.
↩ Backward Step & Reach:
Im Sitzen: Ein Bein nach hinten führen und gleichzeitig die Arme weit nach hinten öffnen, ebenso die Finger weit öffnen und spreizen. Anschließend groß wieder in die Ausgangsstellung zurückkehren.
Im Stehen: Ein großen Schritt nach hinten machen und gleichzeitig die arme groß nach hinten
öffnen. Danach groß wieder zurück in die aufrechte Ausgangsstellung zurückkehren.
Besonders wichtig: großer Schritt + große Armbewegung + aufrechte Körperhaltung
Achtung: Die Übungen sollten individuell angepasst/Ausgewählt werden, insbesondere bei Gleichgewichtsproblemen oder erhöhter Sturzgefahr. Bei Unsicherheiten sprecht eure Physiotherpeut*innen an.