03/06/2026
Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für den Knochenstoffwechsel und die Knochenheilung. Da Zahnimplantate für eine erfolgreiche Einheilung auf stabile Knochenverhältnisse angewiesen sind, stellt sich häufig die Frage, ob der Vitamin-D-Spiegel vor einer Implantation überprüft werden sollte.
Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand ist eine routinemäßige Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels bei allen Implantatpatienten nicht erforderlich. Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und dem langfristigen Erfolg von Zahnimplantaten konnte bislang nicht eindeutig nachgewiesen werden.
Anders kann dies jedoch bei bestimmten Risikopatienten durchaus der Fall sein. Hierzu zählen beispielsweise Menschen mit Osteoporose, bekannten Mangelzuständen, chronischen Darmerkrankungen, Malabsorptionssyndromen oder wiederholten Implantatverlusten ohne erkennbare Ursache. In diesen Fällen kann die Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels im Rahmen der individuellen Behandlungsplanung sinnvoll sein.
Besonders Frauen nach der Menopause entwickeln häufiger Veränderungen des Knochenstoffwechsels und eine verminderte Knochendichte. Auch deshalb kann eine individuelle Einschätzung des Vitamin-D-Status in ausgewählten Fällen hilfreich sein.
Ein nachgewiesener Vitamin-D-Mangel sollte unabhängig von einer Implantatbehandlung behandelt werden – für die allgemeine Gesundheit, einen gesunden Knochenstoffwechsel und eine optimale Knochenheilung.
„Wenn Zahnimplantate optimal einheilen sollen, muss man die Gesundheit des ganzen Menschen im Auge haben.“
Ihr Team der Praxisklinik MKG Bonn Zentrum