18/07/2026
Wir können nur schwer etwas loslassen,
von dem wir gar nicht wissen, dass es in uns wirkt.
Manche Überzeugungen, Ängste oder Verhaltensweisen begleiten uns so lange,
dass wir sie für einen Teil unserer Persönlichkeit halten.
Dabei kann das, was heute selbstverständlich zu uns zu gehören scheint, irgendwann einmal entstanden sein. Durch Erfahrungen. Durch Beziehungen. Durch das, was wir gelernt oder übernommen haben. Manchmal auch durch etwas, das uns einmal geholfen hat, mit einer schwierigen Situation umzugehen.
Der erste Schritt ist deshalb nicht das Loslassen.
Sondern das Bewusstwerden.
Zu erkennen: Da ist etwas.
Es zu fühlen..
Es anzunehmen.
Annehmen bedeutet dabei nicht, etwas gutzuheißen. Es bedeutet auch nicht, dass es für immer so bleiben muss.
Es bedeutet zunächst nur:
Ich erkenne an, dass es gerade da ist.
In diesem Moment hören wir auf, gegen einen Teil unserer eigenen inneren Wirklichkeit anzukämpfen.
Wir können hinschauen.
Wir können neugierig werden.
Wir können beginnen zu verstehen, woher etwas kommt und warum es vielleicht einmal wichtig für uns war.
Und manchmal verändert sich genau dadurch unser Verhältnis zu dem, was uns so lange begleitet hat.
Ein Gefühl, dass endlich da sein darf, endlich ausgedrückt werden darf…
Vielleicht entsteht mehr Abstand.
Eine neue Sichtweise.
Eine andere Entscheidung.
Und dann wird etwas bereit,
sich zu lösen.
Im Releasing nach Lindwall begegnet mir dieser Prozess immer wieder: In der tiefen Entspannung können Zusammenhänge ins Bewusstsein kommen, die unserem alltäglichen Denken bisher nicht zugänglich waren.
Manche nennen das unbewusste Prägungen.
Andere sprechen von Seelenerinnerungen.
Für mich muss nicht alles einen Namen haben.
Vielleicht gibt es in uns einen tieferen Raum, in dem Erinnern, Erkennen und Loslassen auf eine ganz eigene Weise geschehen können.
Wir müssen nicht immer wissen, wohin der Weg führt.
Manchmal dürfen wir einfach bereit sein, nach innen zu schauen.
…zu Fühlen, was da ist…
IM GANZ INDIVIDUELLEN EIGENEN TEMPO
~ Elke P‘HuMa
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