Naturheilpraxis Jean-Peter Lange

Naturheilpraxis Jean-Peter Lange Ich bin seit 36 Jahren Heilpraktiker, behandle und berate seit über 30 Jahren in meiner Vollzeitpraxis.

Das Lebendige muss sich in ständiger innerer Bewegung befinden, um in einem veränderten Umfeld immer das gleiche Wesen zu bleiben. Als Heilpraktiker begeben wir uns auf die Suche nach verborgenen Gründen für Ihre gesundheitlichen Probleme, die nicht selten sogar die offensichtlichen Gründe sind. Nicht jede Erkrankung oder jedes Leiden kann mit Hilfe der Lehrmedizin durch die Einnahme von klassisc

hen Medikamenten nachhaltig gelöst werden. Mit bewährten Diagnoseverfahren gehen wir der Sache auf den Grund und finden die Auslöser für Ihr Leiden. Zunächst nehmen wir uns in der Regel ausreichend Zeit für ein intensives Gespräch. Durch eine sehr frühe Diagnose von Funktionen und Organen, dem Aufspüren von umwelttoxischen Belastungen und der gezielten Heilung geschädigter Systeme unterscheiden wir uns in der Vorsorge von der klassischen Lehrmedizin. Durch erfahrungsheilkundliches Fachwissen, innovative Methodik und breites Therapiespektrum biete ich Ihnen eine erstklassige Behandlung.

19/08/2026

Ernährung und koronare Herzkrankheit
Welche Ernährung senkt das KHK-Risiko?
Welche Nahrungsmittel senken das KHK-Risiko? Und welche sollten vermieden werden? Ein kleiner Leitfaden.

Dr. med. Jochem Stockinger, Anne Iburg

Ballaststoffreiche Nahrungsmittel: Vollkornbrot, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse
Pflanzenbasiert, ballaststoffreich, hochwertige Fette: Eine geeignete Ernährung kann das Herz schützen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, welchen Einfluss bei uns gängige Nahrungsmittel und Nährstoffe auf das Risiko koronarer Herzerkrankung haben.

Empfehlenswerte Nahrungsmittel
Vollkornprodukte: Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass man durch den zunehmenden Verzehr von Vollkornprodukten das Risiko von koronarer Herzerkrankung deutlich senken kann. In Zahlen ausgedrückt: Bis zu einer Tagesmenge von 100 g kann das Koronarrisiko um 17% gesenkt werden.
Gemüse: Gemüse sollte praktisch zu jeder Mahlzeit dazugehören! Denn auch hier zeigt sich, dass der häufige Verzehr zu einer Verminderung des Krankheitsrisikos führt. Bis zu einer Tagesverzehrmenge von 400 g pro Tag kann eine Risikoverminderung um 12% festgestellt werden.
Obst: Mit zunehmendem Obstverzehr kann die Risikorate koronarer Herzerkrankung bis zu 15% sinken. Das gilt auch für Schlaganfälle! Allerdings sollten Sie nicht zu viel Obst essen, insbesondere wenn Sie bereits mit Ihrem Gewicht kämpfen. Geben Sie Gemüse den Vorzug!
Fisch: Auch Fisch hat nachweislich einen positiven Einfluss auf das Koronarrisiko, bei einem Fischkonsum bis zu 250 g pro Tag sinkt das Risiko um ca. 15%. Allerdings ist dieser Effekt nicht bei allen Fischen gleich deutlich erkennbar.
Kaltwasserfisch aus den Meeren, wie Lachs, Hering und Makrele, zeigen aufgrund ihres höheren Fettgehalts deutlich bessere Ergebnisse.
Heimische Fluss- und Binnenseefische enthalten leider keine Omega-3-Fettsäuren wie die Hochseefische, denn die begehrten Fettsäuren stammen aus dem »Krill«, also Kleinkrebsen und anderen Nahrungsquellen der Hochseefische. Die Ergebnisse gelten auch nicht für Muscheln oder Shrimps.
Nüsse und Hülsenfrüchte:
Nüsse sind wichtige Lieferanten spezieller Fettsäuren besonders für Vegetarier und Veganer. Bei zunehmendem Verzehr von Nüssen bis ca. 15 g pro Tag ist eine Senkung des Koronarrisikos um
bis zu 21% festzustellen.

Für Hülsenfrüchte ist der Befund nicht ganz so eindeutig, aber immerhin sinkt das Koronarrisiko um ca. 10% bei dem Verzehr von Hülsenfrüchten bis zu 100 g pro Tag. Sie sind außerdem wichtige Lieferanten von Eiweißen und Ballaststoffen besonders für Vegetarier und Veganer.

Vermeintlich “böse” Nahrungsmittel
Eier
Eier galten lange als problematisch, denn immerhin enthält ein Ei den Tagesbedarf des Körpers an Cholesterin. Und nicht zu vergessen: Eier sind in vielen Alltagsprodukten wie Teig- und Backwaren enthalten. Aber es zeigt sich keine ungünstige Verbindung des Eikonsums mit der Häufigkeit von Koronarereignissen oder auch Schlaganfällen. Bei höherem Eikonsum fand sich zwar häufiger die Entwicklung von Herzschwäche, aber in Bezug auf das Koronarrisiko kann entwarnt werden.

Milchprodukte
Auch hier kann kein Zusammenhang zwischen Milchkonsum und koronarer Herzerkrankung festgestellt werden. Für Schlaganfälle und Herzschwäche fanden sich sogar eher günstige Verläufe.

Problematische Nahrungsmittel
Rotes und verarbeitetes Fleisch: Für beide Nahrungsmittelgruppen wurde in Studien eine sehr ungünstige Risikosituation nachgewiesen. Bereits bei regelmäßigem Konsum von 50 bis 100 g pro Tag steigt das Koronarrisiko um ca. 15%. Man muss deshalb nicht gleich Vegetarier werden – aber man sollte die Ergebnisse ernst nehmen und seinen Fleischkonsum reduzieren und bevorzugt helles Fleisch (Geflügel) zu sich nehmen.

Getränke mit Zucker: Das Koronarrisiko steigt um 35% und das Schlaganfallrisiko um 16% bei Zufuhr von zuckergesüßten Getränken von 500 ml.

Von Fetten profitieren
Fette sind vor allem deshalb wichtig, weil sie dabei helfen können, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. In dieser Hinsicht sind sie sogar wichtiger als Cholesterin selbst, denn wenn man die Cholesterinaufnahme senkt, produziert der Körper von sich aus mehr Cholesterin.

Wichtig ist, dass Sie die gesättigten Fettsäuren, wie sie in fettem Fleisch und Wurstwaren, Butter, Schmalz, Speck, Kokosfett und Palmkernfett vorkommen, reduzieren und durch einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen ersetzen. Der Austausch durch die essenziellen Fettsäuren im richtigen Verhältnis scheint besonders effektiv zu sein.

Durch den hohen Konsum von Sonnenblumenöl herrscht in Deutschland jedoch ein Überschuss an Omega-6-Fettsäuren in der Ernährung. Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren sollte 5:1 sein, beträgt aber im Durchschnitt je nach Studie 12:1 bis 7:1.

Linolsäure ist der Hauptvertreter der Omega-6-Fettsäuren. Alpha-Linolensäure – der Hauptvertreter der Omega-3-Fettsäuren – kann in Form von Rapsöl, Walnussöl und Leinöl zugeführt werden und so Sonnenblumenöl
ersetzen. Die Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaen- und Docosahexaensäure finden wir vor allem in fettreichen Fischen, den sogenannten Kaltwasserfischen (z.B. Lachs, Hering und Thunfisch). Studien belegen sehr klar den hohen Nutzen der beiden Fettsäuren aus Fisch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Hieraus leitet sich die Empfehlung ab, 2-mal die Woche Fisch zu essen. Fettreiche Fische enthalten immer ausreichend Vitamin A. Wer Fischöl als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen will, sollte daher unbedingt darauf achten, dass sie mit Vitamin A oder Vitamin E (zwei fettlösliche Antioxidanzien) angereichert sind. Und große Mengen helfen auch nicht. Wie Paracelsus schon in der Frühen Neuzeit wusste: »Die Dosis macht das Gift!«, weiß man heute, dass eine Überdosierung mit Fischölkapseln negative Effekte auf das Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko hat.

Für die Umstellung der Fettaufnahme und auch generell gilt die Empfehlung, dass gesättigte Fettsäuren unter einem Drittel bleiben, einfach gesättigte Fettsäuren wie Olivenöl ein Drittel der Fettmenge ausmachen und mehrfach ungesättigte Fettsäuren ebenfalls ein Drittel. Der Schwerpunkt sollte hierbei auf Omega-3-Fettsäuren liegen. Die Senkung des Cholesterinspiegels ist aber nur ein Effekt, den Sie hierdurch erzielen können.

Die herzschützende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren
Grundsätzlich werden alle mit der Nahrung aufgenommenen Fettsäuren in wichtige Botenstoffe umgewandelt, die beispielsweise die Weite bzw. Spannung der Blutgefäße regeln, Entzündungsvorgänge fördern oder hemmen und das Anhaften von Blutzellen an der Gefäßwand bewirken. Das heißt, sie haben einen unmittelbaren Einfluss auf all jene Vorgänge, die zu einem Herzinfarkt führen können.

Die genannten Omega-3-Fettsäuren – alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure – zeichnen sich nun dadurch aus, dass die aus ihnen gebildeten Botenstoffe die Blutgefäße entspannen (wodurch
der Blutdruck reguliert wird), Entzündungsvorgänge auflösen bzw. reduzieren und außerdem die Verklumpung der Blutplättchen hemmen.

Die Omega-6-Fettsäuren haben genau die gegenteilige Wirkung, d.h., sie fördern Entzündungsprozesse usw. Hinzu kommt, dass eine unmittelbare Konkurrenz zwischen Linolsäure und alpha-Linolensäure bei der Verstoffwechselung besteht. Das heißt, je mehr wir Linolsäure zu uns nehmen, desto weniger kann die alpha-Linolensäure in die herzschützende Eicosapentaensäure umgebaut werden.

Hilfreiche Ballaststoffe
Die Ballaststoffe, die wie Zucker zu den Kohlenhydraten gehören, können sich im Gegensatz zu diesem positiv auf die Arteriosklerose auswirken. Denn obwohl diese sehr komplex zusammengesetzten Kohlenhydrate nicht direkt von uns genutzt werden können und insbesondere keinen Beitrag für den Energiestoffwechsel leisten, haben sie eine wichtige Aufgabe.

Die nicht verdaulichen Nahrungsfasern binden im Dünndarm Gallensäuren, die aus Cholesterin gebildet werden. Durch die Bindung wird Cholesterin aus der Nahrung vermindert aufgenommen und mehr Cholesterin in der Leber für den Gallenstoffwechsel verbraucht.

Dementsprechend bewirkt eine ballaststoffreiche Kost eine Senkung des Cholesterinspiegels.
Außerdem sorgen Ballaststoffe für eine verzögerte Aufnahme von einfachen Zuckern aus dem Darm, was vorteilhaft für unseren Zucker-Insulin-Mechanismus ist.
Und zu guter Letzt werden bei der Verstoffwechselung der Ballaststoffe im Dickdarm kurzkettige Fettsäuren gebildet, die ganz erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Die Fettsäure Butyrat beispielsweise hat Auswirkungen auf die Zellvermehrung (und ist dadurch krebshemmend) und wirkt antientzündlich.
Die Umstellung auf eine ballaststoffreiche Ernährung kann z.B. auch eine Parodontitis günstig beeinflussen.
Ein hoher Ballaststoffgehalt findet sich in Getreide und Getreideprodukten – besonders im Roggen, z.B. in Roggenmehl und Roggenknäckebrot, aber auch in Kleieprodukten. Weiterhin im Gemüse, besonders in Kohlarten. Bei Obst in Birnen, Johannisbeeren und Trockenobst wie in Pflaumen, Feigen und Datteln sowie in Nüssen, besonders Mandeln.

Mikronährstoffe
Vitamine: Vitamine spielen eine wichtige Rolle in der Immunabwehr und bei Entzündungsreaktionen des Körpers und können außerdem schädigende Stoffwechselprodukte reduzieren.

Elektrolyte: Diese sind u.a. für die Funktion der Nervenleitung, die Muskelfunktion, die Signalfunktion des Blutes sowie die Vermeidung von Herzrhythmusstörungen zuständig.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Diese, oft auch als Pflanzenfarbstoffe bezeichneten Stoffe sind vor allem für ihre antioxidative Wirkung bekannt. Darüber hinaus regulieren sie aber auch z.B. die Fettaufnahme und wirken präventiv gegen Tumoren.

2 goldene Regeln
Nicht einfach die Cholesterinaufnahme in der Alltagskost ist entscheidend, sondern die Zusammensetzung der verschiedenen Fettarten, speziell der einfach und mehrfach ungesättigten Pflanzen- und Fischöle.
Wenn Sie die leicht verfügbaren Kohlenhydrate (Zucker) reduzieren und stattdessen vermehrt komplexe Kohlenhydrate, besonders Ballaststoffe, zu sich nehmen, können Sie effektiv höhergradigen Ablagerungen in den Arterien sowie einem Herzinfarkt vorbeugen.

Demenz-PräventionGesunde Gefäße: 12 Jahre länger ohne Demenz lebenVaskuläre Risikofaktoren und Demenz hängen zusammen: W...
19/08/2026

Demenz-Prävention
Gesunde Gefäße: 12 Jahre länger ohne Demenz leben
Vaskuläre Risikofaktoren und Demenz hängen zusammen: Wer seine Gefäße in der Lebensmitte gesund hält, kann viele Jahre länger ohne Demenz leben.

Eine gesunde Lebensweise schützt Herz, Gefäße und Gehirn.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Langzeitauswertung der US-amerikanischen ARIC-Studie (Atherosclerosis Risk in Communities). Die ARIC-Studie hat den Zusammenhang zwischen vaskulären Risikofaktoren und kognitiver Gesundheit untersucht. Die Forschenden konnten zeigen:

Menschen ohne die 3 vaskulären Risikofaktoren Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Rauchen leben durchschnittlich rund 12,6 Jahre länger demenzfrei als jene, bei denen diese 3 Risikofaktoren gleichzeitig vorliegen.

Daten von 12.400 Menschen im mittleren Alter
In der Studie wurden Daten von 12.400 Frauen und Männern ausgewertet, die zu Studienbeginn etwa 55 Jahre alt und frei von Demenz waren. Über einen medianen Beobachtungszeitraum von 26,3 Jahren entwickelten 3008 Teilnehmende eine Demenz. Untersucht wurde, welchen Einfluss 3 vaskuläre Risikofaktoren auf Demenz haben:

Bluthochdruck (Blutdruck ≥ 140/90 mm Hg oder antihypertensive Medikation),
Diabetes mellitus (antidiabetische Medikation oder HbA1c ≥ 6,5 %),
Tabakkonsum.
Die Ergebnisse waren deutlich:

Personen ohne Bluthochdruck, Diabetes und Tabakkonsum konnten zwischen dem 55. und 95. Lebensjahr im Mittel 30,1 Jahre ohne Demenz erwarten.
Bei Vorliegen eines der 3 vaskulären Risikofaktoren verringerte sich diese Zeit auf 26,3 Jahre.
Bei 2 Risikofaktoren auf 21 Jahre.
Bei Vorliegen aller 3 Risikofaktoren auf 17,5 Jahre.
Prävention beginnt Jahrzehnte vor den ersten Symptomen
Die neue Untersuchung bestätigt damit eindrucksvoll, was frühere Arbeiten bereits vermuten ließen: Die Weichen für die Gehirngesundheit werden lange vor dem Auftreten erster Gedächtnisstörungen gestellt.

Bereits 2025 hatten Forschende derselben Arbeitsgruppe gezeigt, dass ein erheblicher Anteil aller Demenzerkrankungen auf beeinflussbare vaskuläre Risikofaktoren in der Lebensmitte und im höheren Alter zurückgeführt werden kann. Die nun veröffentlichte Studie ergänzt diese Erkenntnisse um eine besonders anschauliche Perspektive: Statt lediglich das Erkrankungsrisiko zu beschreiben, zeigt sie, wie viel Lebenszeit ohne Demenz Menschen voraussichtlich gewinnen können.

„Gerade diese zeitliche Dimension ist wertvoll für die Aufklärung über Prävention. Während relative Risiken für viele Menschen schwer einzuordnen sind, macht die konkrete Zahl der gewonnenen bzw. verlorenen demenzfreien Lebensjahre den Nutzen einer konsequenten Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Rauchverhalten unmittelbar verständlich“, erklärt Prof. Dr. Peter Berlit von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Gefäßgesundheit schützt Herz, Kreislauf und Gehirn
Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen gelten seit Langem als zentrale Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Zunehmend wird jedoch deutlich, dass dieselben Faktoren auch die Gesundheit des Gehirns entscheidend beeinflussen.

Nach Einschätzung der Forschenden wirken sich die vaskulären Belastungen über verschiedene Mechanismen auf das Gehirn aus. Chronische Schädigungen kleiner Hirngefäße, Entzündungsprozesse und eine beschleunigte Arteriosklerose können langfristig neurodegenerative Veränderungen begünstigen und damit das Risiko einer Demenz erhöhen. Die Ergebnisse unterstützen damit die Empfehlungen der Lancet Commission on Dementia Prevention, welche Hypertonie, Diabetes mellitus und Rauchen zu den wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren einer Demenz zählt.

„Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer frühzeitigen Prävention“

Die Autorinnen und Autoren betonen, dass Prävention nicht unbedingt das Erkrankungsrisiko senkt, sondern vor allem dazu beiträgt, mehr Lebensjahre bei guter geistiger Gesundheit zu gewinnen. Denn sie weisen darauf hin, dass Menschen mit besonders guter Gefäßgesundheit aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung insgesamt häufiger ein sehr hohes Alter erreichen und dadurch auch ein höheres Lebenszeitrisiko für Demenz haben. Entscheidend sei deshalb nicht allein, ob eine Demenz auftritt, sondern wann – und wie viele Jahre zuvor ohne kognitive Einschränkungen gelebt werden können.

Demenzprävention: Das empfiehlt der Neurologe
„Angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung einer frühzeitigen Prävention“, erklärt Prof. Berlit. Der Experte rät zum Nichtrauchen, aber auch dazu, den „Wohlstandskrankheiten“ Diabetes mellitus und Bluthochdruck durch eine gesunde Lebensweise vorzubeugen.

Dafür empfiehlt er

Nichtrauchen
viel Bewegung,
frisch zubereitete pflanzenbetonte Kost,
Reduktion von Zucker und hochprozessierten Nahrungsmitteln.

Background and ObjectivesMidlife vascular risk factors are associated with both dementia and premature death; however, their combined association with dementia-free survival years remains unclear. This patient-centered outcome is critical for shared goal-...

Spenglersan® Kolloid A: Therapieansatz zur Regulation der MikrozirkulationSpenglersan® Kolloid A bietet einen ganzheitli...
03/08/2026

Spenglersan® Kolloid A: Therapieansatz zur Regulation der Mikrozirkulation
Spenglersan® Kolloid A bietet einen ganzheitlichen Ansatz zur Unterstützung der Mikrozirkulation und Immunmodulation. Es enthält Antigene und Antitoxine des Mycobacterium tuberculosis in homöopathischer Verdünnung (D9). Diese wirken über folgende Mechanismen:

Verbesserung der Kapillardurchblutung: Die Durchlässigkeit und Elastizität des Endothels werden gefördert, was den Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen erleichtert.
Reduktion von „Silent Inflammation“: LPS-induzierte Entzündungen werden gemindert, wodurch die endotheliale Barrierefunktion stabilisiert wird.
Immunmodulation: Lokale Abwehrreaktionen werden gezielt unterstützt, ohne eine Überreaktion des Immunsystems zu provozieren.

Anwendung
Bei Bluthochdruck empfiehlt sich eine Anwendung des Spenglersan® Blutdruck-Sets welches Spenglersan® Kolloid A und Viscum-Entoxin®N enthält. Viscum-Entoxin®N enthält weiße Mistel in Urtinktur, welche regulierend auf den Parasympathikus wirkt, sowie Nitroglycerinum in der Potenz D3. 3-mal täglich werden 10 Sprühstöße Spenglersan® Kolloid A in die die Ellenbeuge eingerieben und 3×10 Tropfen Viscum-Entoxin®N eingenommen. Bereits nach 6 bis 12 Wochen zeigen sich oft deutliche Verbesserungen der Mikrozirkulation und eine Stabilisierung des Blutdrucks.

Fallbeispiel: Long COVID und Mikrozirkulationsstörungen
Im Vortrag berichtete die Rednerin von ihren persönlichen Erfahrungen mit Long COVID bei einem Familienmitglied, was zu einer schwerwiegenden Dysfunktion der Mikrozirkulation führte. Über Monate hinweg zeigte sich eine extreme Erschöpfung und neurologische Symptome. Die regelmäßige Anwendung von Spenglersan® Kolloid A erwies sich dabei als äußerst hilfreich. Bereits nach einigen Wochen stellte sich eine Verbesserung der Durchblutung und der allgemeinen Belastbarkeit ein.

Dieses Beispiel zeigt, dass Mikrozirkulationsstörungen nicht nur bei klassischen Gefäßerkrankungen, sondern auch bei postviralen Syndromen eine zentrale Rolle spielen können. Die mikrobiologische Immunmodulation von Spenglersan® Kolloid A bietet hier einen Ansatz, um die Heilung zu unterstützen und die Regeneration des Körpers zu fördern.

Mikrozirkulation als Schlüssel zur Gesundheit
Die Mikrozirkulation ist ein zentraler Raum für Regulation und Gesundheit. Störungen in diesem System können weitreichende Folgen haben, die sich auf nahezu alle Organsysteme auswirken. Mit Spenglersan® Kolloid A steht ein wirksames Instrument zur Verfügung, das sowohl die Durchblutung fördert als auch stille Entzündungen reduziert. Die Integration von TCM-Methoden – von Akupunktur bis Kräutermedizin – ergänzt diesen Ansatz ideal, um eine umfassende und nachhaltige Therapie zu gewährleisten. Gemeinsam bieten diese Ansätze einen Weg zu ganzheitlicher Gesundheit und Regulation.

Spenglersane in der TherapieKonsequent verfolgte Spengler den Gedanken, die aktive Immunisierung durch Antigene gleichze...
03/08/2026

Spenglersane in der Therapie
Konsequent verfolgte Spengler den Gedanken, die aktive Immunisierung durch Antigene gleichzeitig mit einer passiven durch Antitoxine aus verschiedenen Bakterienstämmen durchzuführen. Verdünnte Antitoxine können auch dort noch wirken, wo die aktive Immunisierung infolge von geschwächten Abwehrkräften des Organismus versagt. Das zur Tuberkulosebehandlung eingesetzte IK T wurde später Spenglersan Kolloid T genannt. Die einzelnen Bestandteile sind im Mittel nicht gelöst, sondern verteilt, daher der Zusatz „Kolloid“. Die Herstellung erfolgt heute nach dem aktuellen Homöopathischen Arzneibuch.

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit Spenglersan T entwickelte Dr. Spengler nach und nach eine Reihe weiterer Mischkolloide (mittlerweile 10) gegen verschiedene Infektionskrankheiten. Man kann die jeweiligen Spenglersane – so werden die Kolloide auch genannt – unterschiedlich einsetzen, zum Beispiel bei Allergien, Schmerzen oder rheumatischen Erkrankungen. Sie bestehen jeweils an die Indikation angepasst, wie Spenglersan Kolloid T aus Antigenen und Antitoxinen verschiedener Bakterienstämme, die ausschließlich auf D9 verdünnt sind. Die Spenglersane sind somit mikrobiologische Immunmodulatoren.

Spenglersan Kolloid T bei chronischen Erkrankungen
Spenglersan Kolloid T enthält Antigene und Antitoxine in der Potenz D9 jeweils aus Mycobacterium tuberculosis, Mycobacterium bovis, Neisseria mucosa und Streptococcus pneumoniae. Sonstige Bestandteile sind Thymol (Konservierung) und HCl (pH-Wert-Stabilisierung).

Anwendungsgebiete: Spenglersan Kolloid T wird heute bei allen chronischen Erkrankungen angewendet.

Wirkmechanismus: Spenglersane werden über die Haut aufgenommen. Es sind wässrige kolloidale Mischungen, deren Bestandteile über ein Carriersystem (Thymol als lipophiler Transmitter) durch die Haut geschleust werden. Die Langerhans-Zellen nehmen die Proteinfragmente der Spenglersane auf und transportieren sie in die Lymphe. Hier kommt es zu einer regulativen Änderung verschiedener Immunzellen (Lymphozyten, T-Helfer-Zellen und Fibroblasten) durch die Spenglersane.

Die Reaktion ist sehr vielfältig. Es handelt sich primär um Bindungsreaktionen auf den Oberflächen der Erythrozyten. Vereinfacht kann man sagen, dass eine Antigen-Antikörper-Reaktion abläuft. Untersuchungen haben belegt, dass die vollständige Reaktion nur abläuft, wenn das Kolloid in seiner Gesamtheit für den Test eingesetzt wird. Verwendet man die einzelnen Antigen- oder Antitoxintinkturen, so findet die Reaktion nicht statt. Der Bluttest dient der qualitativen Bestimmung des aktuellen Immunzustands. Neben den Spenglersanen für die Therapie, können Therapieblockaden und die Regulationsfähigkeit in diesem Test nachgewiesen werden.

03/08/2026

Was dieses Buch beschreibt:
Die Mastzelle — eine halbe Milliarde Jahre alte Immunzelle, die an jeder Grenze deines Körpers Wache steht und bei MCAS ihren Schwellenwert verliert. Warum sie überreagiert, was sie aktiviert

(Substanz P, CRH, Noradrenalin, Nahrungsmittel, Temperatur, pH-Wert) und was sie bremst (Vagustonus, CO₂, Butyrat, Flavonoide).

Die Verbindung zu ME/CFS — warum bei chronischer Erschöpfung alle vier natürlichen Mastzell-Bremsen gleichzeitig versagen. Warum der Kynurenin-Stoffwechselweg den Brain Fog biochemisch erklärt.
Das 72-Stunden-Protokoll — eine diagnostische Elimination, die ohne Labor auskommt. Mit vollständigen Zubereitungsanleitungen: Warum Basmati und nicht Risotto-Reis. Warum Kartoffeln dick geschält und in Überschusswasser gekocht. Warum Ghee. Warum Ingwer ja und Knoblauch nein (die Antwort wird Sie überraschen). Warum Melisse und nicht Grüntee.

Die gezielte Supplementation — Tributyrin, Quercetin (Zwiebeln !), Luteolin, PEA, P5P, Magnesium, Vitamin D, DAO, Vitamin C. Jedes mit Wirkmechanismus, Dosierung und ehrlichem Evidenzlevel.
Mit einem 11-Wochen-Einführungsschema, das verhindert, dass Patienten acht Supplemente gleichzeitig starten und dann nicht wissen, was wirkt.

27/07/2026

Was ist eigentlich normal? Ein Aufruf zu physiologisch basierten Referenzwerten im Blutbild

Der Begriff „normal“ ist unscharf und erhält in der Medizin besondere Bedeutung, da er Diagnostik und Therapieentscheidungen prägt. Meist wird Normalität statistisch über Referenzintervalle (z. B. 95 %-Konfidenzbereiche) definiert. Häufigkeit ist jedoch nicht gleich Gesundheit: Verbreitete Zustände können krankheitsrelevant sein, seltene Abweichungen dagegen harmlos. Neben der WHO(World Health Organization)-Definition von Gesundheit als vollständiges Wohlbefinden existiert ein funktionaler Ansatz, der Behandlungsbedürftigkeit in den Fokus stellt. Problematisch sind systematische Fehler durch Normalisierung (Unterdiagnostik) und Pathologisierung (Überdiagnostik), insbesondere bei nicht repräsentativen Stichproben. Das Beispiel Eisenmangel zeigt, dass physiologisch begründete Grenzwerte sinnvoller sein können als rein populationsbasierte. Normalität ist daher kontextabhängig und muss Diversitätsfaktoren berücksichtigen.

Der Begriff „normal“ wird im alltäglichen Sprachgebrauch häufig verwendet, bleibt jedoch bei näherer Betrachtung unscharf und vieldeutig. In wissenschaftlichen Kontexten ist daher eine präzisere Auseinandersetzung notwendig, da Definitionen von Normalität weitreichende Auswirkungen auf medizinische, psychologische und gesellschaftliche Bewertungen haben. Eine gängige Auffassung von Normalität orientiert sich an Häufigkeit. Demnach gilt das als normal, was häufig vorkommt oder häufig beobachtet wird. Allerdings impliziert Häufigkeit allein noch keine Wertung: Ein häufiges Merkmal ist nicht zwangsläufig wünschenswert, funktional oder gesund. In der Medizin ist der Begriff der Normalität von zentraler Bedeutung, da er die Grundlage für Diagnostik, Therapieentscheidungen sowie die Abgrenzung zwischen gesund und krank bildet. „Normal“ wird dabei häufig zunächst statistisch verstanden: Als normal gelten physiologische, anatomische oder biochemische Zustände, die innerhalb eines definierten Referenzbereichs liegen und in der Bevölkerung häufig beobachtet werden. Laborreferenzwerte und Normbereiche für Vitalparameter oder Entwicklungsverläufe beruhen auf diesem statistischen Normalitätskonzept. Allerdings ist statistische Normalität nicht mit Gesundheit gleichzusetzen. Ein häufig vorkommender Zustand kann dennoch mit erhöhtem Krankheitsrisiko oder funktionellen Einschränkungen verbunden sein, wie etwa Bluthochdruck oder Adipositas in westlichen Gesellschaften [12]. Umgekehrt können seltene Abweichungen von der Norm physiologisch unbedenklich sein und keiner Behandlung bedürfen. Die medizinische Definition von Normalität muss daher über reine Häufigkeitsverteilungen hinausgehen.

Wie wird Gesundheit definiert?
Die World Health Organization (WHO) definiert Gesundheit als einen Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens [5]. Obwohl diese Definition den ganzheitlichen Anspruch moderner Medizin widerspiegelt, ist sie für den klinischen Alltag nur eingeschränkt praktikabel. Sie beschreibt ein normatives Ideal, das kaum operationalisierbar ist und dazu führen kann, dass große Teile der Bevölkerung als „nicht gesund“ eingestuft werden, obwohl keine Behandlungsbedürftigkeit besteht. Wie wäre es nun mit einem alternativen medizinischen Ansatz, der Gesundheit als einen Zustand definiert, der keine medizinische (Zusatz‑)Betreuung erfordert? Diese Definition orientiert sich an der Abwesenheit klinisch relevanter Pathologie und am Bedarf ärztlicher Intervention. Sie wäre insbesondere für Versorgungsmedizin und Epidemiologie von Bedeutung, da sie klare Abgrenzungskriterien ermöglicht. Kritisch bleibt jedoch, dass subklinische Erkrankungen, chronische Belastungen und präventiv relevante Risikofaktoren in diesem Modell nur unzureichend erfasst werden. Betrachten wir die Konstruktion medizinischer Normalität auch einmal auf der Grundlage statistischer Referenzintervalle. In der Medizin ist die Festlegung von Referenzwerten zur Abgrenzung normal versus abnormal bzw. gesund versus krank von zentraler Bedeutung. In der Regel resultieren diese Referenzwerte aus der Festlegung eines 95 %-Konfidenzintervalls der beobachteten Messwerte einer gesunden, möglichst repräsentativen Bevölkerung [8]. Messwerte oberhalb oder unterhalb dieses Referenzbereichs werden folgerichtig als pathologisch erachtet und führen folglich zu den entsprechenden Konsequenzen einer diagnostischen Abklärung und ggf. nachfolgender Therapie. Bei näherer Betrachtung stellt sich für viele Referenzwerte v. a. in einer diversen Bevölkerung allerdings die Frage, inwieweit sie für die gesamte Bevölkerung korrekt festgelegt sind.

Prinzipiell gibt es 2 Möglichkeiten eines systematischen Fehlers:
1.
Messwerte von Menschen, die eine zugrunde liegende Pathologie haben, werden fehlerhaft als normal (und damit gesund) eingruppiert (Normalisierung). Unter Normalisierung wird die Tendenz verstanden, einen objektiv verbesserungswürdigen oder behandlungsbedürftigen Zustand als gesund zu deklarieren. Dies kann dazu führen, dass tatsächlicher medizinischer Handlungsbedarf übersehen oder bagatellisiert wird. Wenn pathologische Veränderungen aufgrund verschobener Referenzwerte, gesellschaftlicher Gewöhnungseffekte oder unzureichender diagnostischer Sensitivität als „normal“ eingeordnet werden, besteht die Gefahr einer Unterdiagnostik. Betroffene erhalten in solchen Fällen keine angemessene Therapie, obwohl eine Intervention medizinisch indiziert wäre. Langfristig kann dies zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands und zu vermeidbaren Folgeschäden führen.

2.
Demgegenüber beschreibt Pathologisierung den umgekehrten Fehler: Ein Zustand, der keiner medizinischen Intervention bedarf, wird als krank definiert. Dadurch entsteht ein unnötiger Behandlungsbedarf, der nicht nur Ressourcen bindet, sondern auch potenziell iatrogene Schäden verursachen kann. Überdiagnostik und Übertherapie sind bekannte Konsequenzen dieses Prozesses. Sie können psychische Belastungen, Stigmatisierung oder Nebenwirkungen durch unnötige medizinische Maßnahmen nach sich ziehen.

Weiter stellt sich die Frage, ob solch eine statistische Konstruktion losgelöst von der zugrunde liegenden Population betrachtet werden kann bzw. inwieweit die zur Festlegung von Referenzintervallen herangezogenen Stichproben tatsächlich repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind. Besonders hervorgehoben wird die Problematik, dass Referenzintervalle häufig auf sog. Gelegenheitsstichproben beruhen, die möglicherweise nicht die Vielfalt der Gemeinschaft widerspiegeln. Dies impliziert ein potenzielles Verzerrungsrisiko bei der Definition von Normalität. Wenn bestimmte Bevölkerungsgruppen in der Datengrundlage unterrepräsentiert sind, kann dies dazu führen, dass Normwerte nicht für alle gleichermaßen valide sind. In der klinischen Praxis kann dies Konsequenzen für Diagnosestellung, Therapieentscheidungen und Risikobewertung haben. Die Festlegung dessen, was als gesund oder krank gilt, ist somit nicht ausschließlich biologisch determiniert, sondern auch methodisch und sozial bedingt [8].
Insgesamt zeigt sich, dass Normalität in der Medizin weniger ein absoluter als vielmehr ein kontextabhängiger Begriff ist. Sie entsteht durch das Zusammenspiel statistischer Referenzwerte, funktioneller Leistungsfähigkeit und klinischer Relevanz. Um die gemessenen Werte und die funktionelle Leistungsfähigkeit im Hinblick auf ihre klinische Relevanz einzuordnen, kann es sinnvoll sein, die Situation der Person in ihrer Gesamtheit zu betrachten. Dazu zählen sowohl individuelle Merkmale, mit denen eine Person geboren ist oder die sie für sich als identitätsstiftend ansieht, als auch äußere Faktoren, die sie prägen und beeinflussen. Diese verschiedenen Bereiche, auch Diversitätsdomänen genannt, umfassen auf individueller Ebene beispielsweise Geschlecht, sexuelle Orientierung, körperliche Beeinträchtigungen, Gewicht oder Hautfarbe. Auf der umgebenden Ebene spielen ökonomische und kulturelle Situation, Herkunft, Bildung und Fürsorgeverantwortung eine Rolle. Diese Domänen wirken unterschiedlich stark und veränderlich auf die Gesundheit einer Person ein und können daher in die Bewertung von gemessenen Werten, funktioneller Leistungsfähigkeit und klinischer Relevanz einbezogen werden. Für die Ableitung aussagekräftiger Referenzwerte ist es also entscheidend, dass die Messwerte aus einer repräsentativen und gut charakterisierten Population stammen. Allerdings stoßen rein populationsbasierte Referenzintervalle dort an ihre Grenzen, wo physiologische Grundlagen die Definition der Normalwerte erfordern – hier ist Repräsentativität allein nicht ausreichend.
Die medizinische Bewertung von Normalität sollte daher stets auf physiologischen Grundlagen und dem individuellen Kontext basieren. Darauf aufbauend, ist eine dynamische Anpassung notwendig, die den aktuellen Wissensstand, die verfügbaren diagnostischen Möglichkeiten und die gesellschaftlichen Versorgungsziele berücksichtigt.
Fazit für die Praxis
Eine reflektierte medizinische Praxis sollte kontinuierlich prüfen, ob definierte Normbereiche tatsächlich eine physiologische Rationale haben, populationsadäquat und klinisch sinnvoll sind, um sowohl Unter- als auch Überversorgung und die damit einhergehenden Folgen zu vermeiden.

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