18/06/2026
„Ich bin gerade total dissoziiert!“
Wie oft hören oder lesen wir diesen Satz mittlerweile im Alltag? Meistens meinen wir damit einfach, dass wir gestresst, müde oder gedanklich ganz woanders sind. Völlig verständlich, denn unser Alltag verlangt uns oft eine Menge ab.
Aber fachlich gesehen steckt hinter einer Dissoziation viel mehr als nur ein „ich bin heute etwas verpeilt“ oder erschöpft.
Dissoziation ist keine bewusste Entscheidung und keine bloße Metapher für Überforderung. Sie ist eine automatische Schutzreaktion unseres Nervensystems, wenn die Reize oder das Erlebte im Innen oder Außen einfach zu viel werden. Wie eine Notbremse oder eine Schutzblase die uns schützt.
Was genau passiert dabei? Das Zusammenspiel von Bewusstsein, Wahrnehmung, Gedächtnis und Körpererleben wird vorübergehend getrennt. Das kann sich ganz unterschiedlich zeigen:
Ein Gefühl, nicht richtig im eigenen Körper zu sein (Depersonalisation)
Die Umwelt wirkt plötzlich wie durch Watte oder völlig unwirklich (Derealisation)
Erinnerungslücken, die man sich nicht erklären kann
Oder dass der Körper Funktionen wie das Spüren von Schmerz oder Emotionen vorübergehend abschaltet.
Jede dieser Formen ist real. Und genauso real ist die Erschöpfung oder die emotionale Leere nach einem stressigen Tag, auch wenn es fachlich etwas anderes ist.
Hast du diese „Schutzblase“ deines Nervensystems selbst schon mal erlebt? Magst du a bissel berichten?
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Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team