27/07/2026
Strukturelle Dissoziation klingt im ersten Moment kompliziert. Isses auch. Irgendwie zumindest. Und dann halt irgendwie doch nicht.
Wenn ein Mensch überwältigende Erfahrungen macht, die das Nervensystem nicht verarbeiten kann, versucht es trotzdem, das Überleben zu sichern.
So kann es passieren, dass unterschiedliche Anteile unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Manche helfen dabei, den Alltag zu bewältigen. Andere tragen Erinnerungen, Gefühle oder Überlebensreaktionen, die damals zu viel waren.
Von außen wirkt das manchmal ganz schön widersprüchlich. Von innen bzw. für sich selbst fühlt es sich oft verwirrend an. Und doch ergibt es Sinn, wenn man versteht, warum das Nervensystem diesen Weg gewählt hat.
Traumasensible Therapie versucht deshalb nicht, Anteile "wegzumachen". Sie hilft dabei, sie zu verstehen, ihre Funktion zu würdigen und nach und nach mehr innere Zusammenarbeit zu ermöglichen. Nicht durch Druck, sondern durch Sicherheit.
Manchmal bedeutet Veränderung zunächst, dass innere Anteile sich gegenseitig wahrnehmen, verstehen und gemeinsam einen sicheren Weg finden.🌻
Uns ist bewusst, dass sich dieses komplexe Thema nicht vollständig in einem Instagram-Beitrag erklären lässt. Und Traumafolgen sehen nicht bei allen Menschen gleich aus. Deshalb kann ein Modell hilfreich sein, ohne dass sich jede betroffene Person darin vollständig wiederfinden muss. 🙏
Wenn ihr mögt, tauscht euch gern unter dem Beitrag darüber aus, wie es bei euch ist.
Und wenn ihr dazu einen etwas geschützteren Raum bevorzugt, möchten wir euch unsere FB-Gruppe "Traumavereint e.V. (die Gruppe) ans Herz legen. 🌻
Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team