Traumavereint e.V.

Traumavereint e.V. Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Traumavereint e.V., Bremen.

über Trauma, psychische Erkrankungen und Hilfsangebote aufklären, regionale Angebote für Fachkräfte und Betroffene in Bremen, Verden und Umgebung
Unsere Facebook-Gruppe zur Seite für mehr Austausch
https://www.facebook.com/groups/1389709912833345/

29/07/2026

Viele traumatisierte Menschen haben gelernt, Empfindungen zu vermeiden, zu unterdrücken oder gar nicht erst wahrzunehmen.
Wir können lernen, langsam wieder in Kontakt zu gehen.
Schrittchen für Schrittchen. In unserem eigenen Tempo. 🌻

Unser Körper ist nicht das Problem.
Er ist Teil der Lösung.

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Strukturelle Dissoziation klingt im ersten Moment kompliziert. Isses auch. Irgendwie zumindest. Und dann halt irgendwie ...
27/07/2026

Strukturelle Dissoziation klingt im ersten Moment kompliziert. Isses auch. Irgendwie zumindest. Und dann halt irgendwie doch nicht.

Wenn ein Mensch überwältigende Erfahrungen macht, die das Nervensystem nicht verarbeiten kann, versucht es trotzdem, das Überleben zu sichern.
So kann es passieren, dass unterschiedliche Anteile unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Manche helfen dabei, den Alltag zu bewältigen. Andere tragen Erinnerungen, Gefühle oder Überlebensreaktionen, die damals zu viel waren.

Von außen wirkt das manchmal ganz schön widersprüchlich. Von innen bzw. für sich selbst fühlt es sich oft verwirrend an. Und doch ergibt es Sinn, wenn man versteht, warum das Nervensystem diesen Weg gewählt hat.

Traumasensible Therapie versucht deshalb nicht, Anteile "wegzumachen". Sie hilft dabei, sie zu verstehen, ihre Funktion zu würdigen und nach und nach mehr innere Zusammenarbeit zu ermöglichen. Nicht durch Druck, sondern durch Sicherheit.

Manchmal bedeutet Veränderung zunächst, dass innere Anteile sich gegenseitig wahrnehmen, verstehen und gemeinsam einen sicheren Weg finden.🌻

Uns ist bewusst, dass sich dieses komplexe Thema nicht vollständig in einem Instagram-Beitrag erklären lässt. Und Traumafolgen sehen nicht bei allen Menschen gleich aus. Deshalb kann ein Modell hilfreich sein, ohne dass sich jede betroffene Person darin vollständig wiederfinden muss. 🙏
Wenn ihr mögt, tauscht euch gern unter dem Beitrag darüber aus, wie es bei euch ist.
Und wenn ihr dazu einen etwas geschützteren Raum bevorzugt, möchten wir euch unsere FB-Gruppe "Traumavereint e.V. (die Gruppe) ans Herz legen. 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Viele Menschen mit Entwicklungstraumata erzählen: „Ich kann mich an schöne Momente kaum erinnern, sie sind einfach weg.“...
26/07/2026

Viele Menschen mit Entwicklungstraumata erzählen:
„Ich kann mich an schöne Momente kaum erinnern, sie sind einfach weg.“

Das liegt nicht am Willen, sondern am Nervensystem. Es hat gelernt, Gefahren wichtiger zu nehmen als Sicherheit. Doch dieses Muster ist veränderbar.

Wenn wir gute Momente bewusst spüren, halten und wiederholen,
bilden sich im Gehirn neue Verbindungen. Und Sicherheit wird nach und nach vertrauter.
Schrittchen für Schrittchen 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Heute ist der Internationale Tag der Selbstfürsorge. 💚Das Datum wurde bewusst gewählt. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woc...
24/07/2026

Heute ist der Internationale Tag der Selbstfürsorge. 💚

Das Datum wurde bewusst gewählt. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Weil es eben immer wichtig und richtig ist, nett zu sich selbst zu sein.

Gerade nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen ist Selbstfürsorge oft alles andere als selbstverständlich. Viele Menschen haben gelernt, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, immer stark zu sein oder zuerst für andere da zu sein. Sich selbst wichtig zu nehmen, fühlt sich deswegen oft nicht nur ungewohnt, sondern sogar "falsch" an.

Schrittchen für Schrittchen. Manchmal ist Selbstfürsorge ein Glas Wasser. Eine Pause. Eine Mahlzeit. Eine klare Grenze. Ein freundlicher Gedanke sich selbst gegenüber. Oder die Erlaubnis, heute einfach nur durch den Tag zu kommen.

Welche Form der Selbstfürsorge tut dir im Moment besonders gut?🌻

Herzliche Grüße
dein tRAUMavereint-Team

Menschen denken bei Hitze ja oft zuerst an Sonnenbrand oder Kreislaufprobleme. Dabei wird häufig übersehen, dass auch un...
23/07/2026

Menschen denken bei Hitze ja oft zuerst an Sonnenbrand oder Kreislaufprobleme. Dabei wird häufig übersehen, dass auch unser Nervensystem bei hohen Temperaturen deutlich mehr arbeiten muss.

Damit der Körper nicht überhitzt, erhöht sich unter anderem die Herzfrequenz, wir schwitzen mehr und verbrauchen mehr Energie und Flüssigkeit. Diese körperlichen Veränderungen können sich ähnlich anfühlen wie Stress. Für ein bereits belastetes Nervensystem bedeutet das zusätzliche Arbeit.
Gerade Menschen mit Traumafolgestörungen, chronischem Stress, Angststörungen, ADHS oder Autismus berichten deshalb häufig, dass sie im Sommer schneller gereizt, erschöpft oder emotional überfordert sind. Ihr Nervensystem wendet bereits viele Ressourcen für die Selbstregulation auf und Hitze kann eine zusätzliche Belastung darstellen.

Deshalb ist Selbstfürsorge an heißen Tagen nicht nur besonders wichtig, sondern auch Neurobiologie.

Nicht jede Reaktion auf Hitze ist gleich. Aber manchmal hilft es schon zu verstehen, warum sich der eigene Körper und die eigenen Gefühle plötzlich anders anfühlen.

Welche Veränderungen bemerkst du bei dir, wenn es sehr heiß ist? 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Scham ist eines der stillsten und gleichzeitig mächtigsten Gefühle. Eines, das prägt. Nachhaltig. Viele Menschen tragen ...
21/07/2026

Scham ist eines der stillsten und gleichzeitig mächtigsten Gefühle. Eines, das prägt. Nachhaltig.

Viele Menschen tragen Scham, ohne sie als solche zu erkennen.
Sie zeigt sich als Rückzug, als innere Härte, als das Gefühl, „nicht richtig“ zu sein.

Aus psychologischer Sicht entsteht Scham häufig in frühen Beziehungserfahrungen. Dort, wo wir auf Resonanz, Schutz und Zugehörigkeit angewiesen waren und sie nicht bekommen haben.
Wenn diese fehlen oder an Bedingungen geknüpft sind, richtet sich der Blick irgendwann nach innen. Man denkt und erkennt nicht, dass die Situation falsch ist. Sondern die Überzeugung wächst, dass man selbst falsch ist.

Das Problem ist, dass sich Scham so verdammt wahr anfühlt. Eben, weil und wenn sie so früh gelernt wurde. Von wichtigen Bezugspersonen.
Doch sie ist keine objektive Bewertung deiner Person, sondern eine gelernte Reaktion deines Nervensystems.

Es geht nicht darum, diese Scham wegzumachen. Erstmal ist wichtig, sie als solche zu verstehen. Und dann vielleicht Schrittchen für Schrittchen zu erleben:
Dass Verbindung möglich ist, ohne sich zu verstecken oder zu verlieren. Einfach, weil man selbst sein darf. So, wie man ist. 🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

„Das ist doch nicht so schlimm.“Ein Satz, der oft beruhigen soll und vielleicht sogar nett gemeint ist. Und gleichzeitig...
19/07/2026

„Das ist doch nicht so schlimm.“
Ein Satz, der oft beruhigen soll und vielleicht sogar nett gemeint ist. Und gleichzeitig genau das Gegenteil bewirkt.

Denn wenn Gefühle klein gemacht, nicht ernstgenommen, nicht gehalten werden können/wollen oder korrigiert werden, entsteht nicht weniger Schmerz, sondern noch mehr Unsicherheit, Scham, innere Anspannung.

Emotionen zu validieren heißt nicht, alles gut zu finden. Es heißt, anzuerkennen, dass ein Gefühl da ist und dass es immer aus einer inneren Logik heraus entsteht.

Gerade bei belastenden Erfahrungen reagiert das Nervensystem auf der Grundlage dessen, was es gelernt hat. Heute nicht immer "angemessen", aber eben durchaus logisch.

Validierung schafft da Orientierung. Und Orientierung ist die Voraussetzung für Sicherheit. Und Sicherheit ist die Grundlage für Veränderung.
Auch oder vor allem sich selbst gegenüber.🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Manche Gefühle kommen nicht aus dem Jetzt.  Sie kommen aus Erfahrungen, die im Nervensystem gespeichert sind.Emotionale ...
18/07/2026

Manche Gefühle kommen nicht aus dem Jetzt. Sie kommen aus Erfahrungen, die im Nervensystem gespeichert sind.

Emotionale Flashbacks sind also kein bewusstes Erinnern, sondern sie sind ein Wiedererleben auf Gefühlsebene.
Der Körper reagiert, als wäre etwas erneut gefährlich, auch wenn die Situation heute (hoffentlich) eine andere ist.

Das kann ganz schön verwirrend und wenig greifbar sein. Und oft entsteht der Eindruck: „Ich reagiere über.“
Doch was hier sichtbar wird, ist eine sinnvolle Schutzreaktion.

Mit der Zeit kann gelernt werden, diese Zustände zu erkennen, einzuordnen
und sich selbst darin Halt zu geben. Und das geht nicht, indem man sie wegdrückt. Sondern indem man versteht, woher sie kommen und dass das irgendwann mal Sinn gemacht hat.

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Hast du dich schon mal gefragt, warum dein Herz plötzlich rast, obwohl eigentlich „nichts los“ ist? Oder warum du dich m...
16/07/2026

Hast du dich schon mal gefragt, warum dein Herz plötzlich rast, obwohl eigentlich „nichts los“ ist? Oder warum du dich manchmal wie weggetreten fühlst, mitten in einem Gespräch?

In der Traumatherapie verstehen wir diese Symptome nicht als Fehlfunktionen. Sie sind die Sprache deines Nervensystems. Dein Körper speichert Energien und Überlebensimpulse, die in der Vergangenheit keinen Abschluss finden konnten.
Was dein Körper dir sagen will: Wenn du heute getriggert wirst oder körperlich reagierst, versucht dein System dich zu schützen. Es greift auf alte Strategien zurück (Kampf, Flucht, Anpassung oder Erstarrung), weil es im Hier und Jetzt eine Gefahr vermutet.

Veränderung beginnt mit dem Verstehen. Anstatt gegen das Zittern, die Enge oder die Taubheit anzukämpfen, dürfen wir lernen, eine „gütige Zeugenschaft“ einzunehmen. Regulation bedeutet also nicht, das Gefühl sofort „wegzumachen“, sondern dem Körper signalisieren: „Ich höre dich. Wir sind jetzt in Sicherheit. Ich passe auf uns auf.“

Du hast auch eine Frage oder eine Idee für ein Thema, über das wir mal einen Beitrag machen sollen? Dann schreib es uns gern in die Kommentare oder per PN🌻

Herzlichst,
dein tRAUMavereint-Team

Der Sommer wird oft mit Leichtigkeit, Urlaub und guter Laune verbunden.Doch nicht jedes Nervensystem erlebt diese Jahres...
15/07/2026

Der Sommer wird oft mit Leichtigkeit, Urlaub und guter Laune verbunden.
Doch nicht jedes Nervensystem erlebt diese Jahreszeit so.
Für manche Menschen bedeutet Sommer mehr Reize, mehr Nähe, mehr Hitze, mehr Lärm oder Gerüche, die unbewusst an belastende Erfahrungen erinnern.

Der Körper verändert sich durch hohe Temperaturen, das Nervensystem schlägt Alarm...
Trigger sind keine bewusste Entscheidung. Sie entstehen, weil das Nervensystem versucht, dich vor etwas zu schützen, das einmal gefährlich war.

Weißt du, du musst nicht auf jedes Straßenfest gehen, du musst nicht dorthin, wo alles überfüllt ist und weil halt alle ins Schwimmbad gehen...
Du darfst Pausen machen, Schatten suchen, Grenzen setzen. Bitte sei nett zu dir 🌻

Wie erlebst du den Sommer?
Ist er für dich eher eine Kraftquelle oder fordert er dein Nervensystem manchmal heraus?

Herzliche Grüße,
dein tRAUMavereint-Team

Adresse

Bremen
28211

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Traumavereint e.V. erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen