04/06/2026
🔎 Eine Arthroskopie ist eine Gelenkspiegelung. Dabei wird eine kleine Kamera, das sogenannte Arthroskop, über einen kleinen Hautschnitt in das Gelenk eingeführt.
Ziel der Arthroskopie ist es, Beschwerden gezielt abzuklären, krankhafte Veränderungen im Gelenk zu behandeln und die Funktion des Gelenks möglichst zu verbessern.
Die Bilder aus dem Gelenkinneren werden auf einen Monitor übertragen. So kann das Gelenk von innen genau beurteilt werden (im Video auf Slide 3 zu sehen).
Häufig wird die Arthroskopie am Knie, an der Schulter oder am Sprunggelenk durchgeführt. Je nach Beschwerdebild kann sie aber auch an anderen Gelenken eingesetzt werden.
✅ Der Vorteil: Die Arthroskopie ist ein minimalinvasives Verfahren.
Das bedeutet: Meist sind nur wenige kleine Hautschnitte notwendig. Über diese kleinen Zugänge können Kamera und feine Instrumente eingebracht werden.
So kann das Gelenk nicht nur untersucht, sondern bei geeigneter Indikation in vielen Fällen auch direkt behandelt werden.
Typische Gründe für eine Arthroskopie können zum Beispiel sein:
- Meniskusschäden
- Knorpelveränderungen
- freie Gelenkkörper
- bestimmte Band- oder Sehnenprobleme
- Schleimhautreizungen
- Engpassprobleme im Gelenk
🏥 Ein möglicher Vorteil gegenüber offenen Eingriffen ist, dass das umliegende Gewebe häufig weniger belastet wird. Die Hautschnitte sind meist kleiner, und der Eingriff kann bei geeigneter Indikation oft ambulant durchgeführt werden.
Das bedeutet: In vielen Fällen ist keine stationäre Aufnahme erforderlich. Patientinnen und Patienten werden in unserer Praxis behandelt und können nach ein paar Stunden wieder nach Hause gehen.
💬 Wichtig ist eine persönliche ärztliche Beratung. Dabei wird geprüft, ob eine Arthroskopie im konkreten Fall sinnvoll ist oder ob zunächst konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Training, Schmerztherapie oder Injektionen infrage kommen.
Gerne beraten wir euch bei Fragen zu diesem Thema.