11/07/2026
Die Entscheidung ist gefallen. Trotz zahlreicher Hinweise aus der Ärzteschaft wurde ein Gesetz beschlossen, das die ambulante Versorgung weiter unter Druck setzt.
Auch der BNC hat frühzeitig davor gewarnt: Wer in den Praxen spart, spart nicht am System, sondern an der Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Die Folgen werden nicht morgen eintreten. Aber sie werden kommen: weniger Behandlungskapazitäten, längere Wartezeiten und eine weitere Überlastung der Notaufnahmen.
Besonders enttäuschend ist, dass praktikable Alternativen auf dem Tisch lagen. Mehr Ambulantisierung, eine konsequente Patientensteuerung und strukturelle Reformen hätten das Gesundheitssystem nachhaltig entlasten können.
Stattdessen wurde der einfachste Weg gewählt: sparen.
Wir hätten uns eine Politik gewünscht, die auf die Expertise derjenigen hört, die Versorgung jeden Tag organisieren.
Der BNC wird auch künftig klar benennen, wenn politische Entscheidungen die Versorgung gefährden. Denn am Ende zahlen nicht die Politik oder die Krankenkassen den Preis, sondern die Patientinnen und Patienten.