15/06/2026
Wenn Schlaf nicht mehr reicht. Über Fatigue bei Krebs.
Fatigue ist mehr als Müdigkeit.
Eher wie Watte im Kopf. Schwere in den Armen. Ein Akku, der trotz Schlaf nicht lädt.
Gerade während oder nach einer Krebserkrankung erleben viele Patient*innen diesen Zustand.
Und oft kommt dann noch das Gefühl dazu, sich erklären zu müssen.
Dabei ist Fatigue ein ernstzunehmendes Krankheitsbild.
„Viele Patienten und Patientinnen sagen irgendwann: Ich erkenne mich selbst nicht wieder. Diese dauerhafte Erschöpfung kann den Alltag stark verändern und sollte medizinisch mitbetrachtet werden.“ so 🧑🏼⚕️Prof. Dr. med. Frank Förster, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie.
Fatigue ist nicht eingebildet. Und auch kein Zeichen von Schwäche. Die Ursachen sind oft vielschichtig. Die Erkrankung selbst. Therapien. Schlafprobleme. Emotionale Belastung. Der Körper arbeitet oft im Hintergrund weiter obwohl die Behandlung längst abgeschlossen scheint.
Hilfe im Umgang mit Fatigue kann dabei ganz unterschiedlich aussehen. Gespräche. Individuelle Beratung. Unterstützung bei Schlafproblemen oder Belastungssymptomen. Psychotherapeutische Begleitung. Und auch Bewegungstherapie.
🫶🏼Ansprechpartner*innen rund um das Thema Fatigue und psychoonkologische Begleitung sind unter anderem Prof. Dr. med. Frank Förster, Dipl.-Psych. Susan Diez, Leiterin des Psychoonkologischen Dienstes, sowie Dr. phil. Ina Dobler vom Psychoonkologischen Dienst des Onkologischen Centrums.
🏃🏼➡️Ein wichtiger Baustein kann die Onkologische Trainingstherapie im sportiF sein.
Welche Rolle Bewegung dabei spielen kann, greifen wir in der kommenden Woche noch einmal genauer auf.
🗨️Informationen zur Onkologischen Trainingstherapie findest du auf der Website der Poliklinik im Bereich Physiotherapeutisches Zentrum unter dem Reiter OTT sowie in unseren Flyern vor Ort.