23/09/2026
🌿 Still sein heißt nicht automatisch reguliert sein.
Ein Mensch kann ruhig wirken, funktionieren, lächeln oder kaum etwas zeigen – und innerlich trotzdem angespannt, überfordert oder emotional stark aktiviert sein.
🧠 Emotionsregulation bedeutet nicht, Gefühle möglichst wenig zu zeigen. Sie beschreibt Prozesse, mit denen wir beeinflussen, welche Emotionen wir erleben, wann sie auftreten und wie wir mit ihnen umgehen oder sie ausdrücken.
Manchmal kann es sinnvoll sein, Gefühle zurückzuhalten. Doch sichtbaren Ausdruck zu unterdrücken und einen inneren Zustand zu regulieren, ist nicht dasselbe. Forschung zur expressiven Suppression zeigt: Der sichtbare Gefühlsausdruck kann abnehmen, während das emotionale Erleben nicht im gleichen Maß verschwindet.
💭 Vielleicht lohnt sich deshalb manchmal eine andere Frage:
Nicht nur: „Bin ich ruhig?“
Sondern: „Wie geht es mir eigentlich unter dieser Ruhe?“
✨ Regulation bedeutet nicht, möglichst ruhig zu sein. Sie bedeutet vielmehr, mit emotionalen Zuständen flexibel und situationsangemessen umgehen zu können.