06/09/2026
🤓 Bauchfett ist nicht gleich Bauchfett!
Wenn wir vom Bauchfett sprechen, meinen wir meist zwei unterschiedliche Fettdepots:
🟡 Unterhautfettgewebe
Das Fett liegt direkt unter der Haut und ist von außen sichtbar und tastbar.
🔴 Viszerales Fett
Es liegt tiefer im Bauchraum und umgibt die inneren Organe. Eine größere Menge davon steht mit einem erhöhten Risiko für Stoffwechselerkrankungen in Verbindung.
Eine aktuelle Studie von Dote-Montero und Kollegen hat deshalb nicht nur das Körpergewicht betrachtet, sondern das viszerale Fettgewebe mit MRT untersucht.
Dabei zeigte sich: Intervallfasten reduzierte das viszerale Fett nicht stärker als die Vergleichsgruppe. Auch war es für diesen Effekt nicht entscheidend, ob das Essensfenster früh, spät oder selbst gewählt wurde.
Das bedeutet nicht, dass Intervallfasten wirkungslos ist. Es kann für manche Menschen eine hilfreiche Möglichkeit sein, die tägliche Energieaufnahme zu reduzieren und Gewicht zu verlieren.
Aber: Eine bestimmte Fastenuhr ist kein spezieller „Schalter“ für das Bauchfett.
Was können Sie daraus mitnehmen?
Für die Gesundheit ist nicht allein entscheidend, was die Waage anzeigt, sondern auch, wie sich die Körperzusammensetzung verändert.
Eine erfolgreiche Gewichtsabnahme sollte deshalb möglichst:
✔️ Körperfett reduzieren
✔️ Muskulatur erhalten
✔️ die Ernährung mit ausreichend Eiweiß und wichtigen Nährstoffen sichern
✔️ langfristig in den Alltag passen
🙋♂️ Mein Fazit:
Intervallfasten kann ein sinnvolles Werkzeug sein. Es ist aber keine Voraussetzung, um Bauchfett zu reduzieren.
Entscheidend ist die Strategie, die Sie langfristig umsetzen können – und die dabei Ihre Gesundheit und Körperzusammensetzung im Blick behält.
Quelle: Dote-Montero M et al. Nature Medicine, 2025.