01/09/2026
Ein aktueller Fall zeigt eindrücklich, wie schnell sich vermeintliches Gesundheitswissen über soziale Medien verbreiten kann: Eine frei erfundene Erkrankung wurde im Rahmen eines Experiments reichweitenstarken Accounts als bezahlte Aufklärungskampagne angeboten – und tatsächlich gegenüber Hunderttausenden Followern als vermeintlich reales Krankheitsbild kommuniziert.
Für die DGÄPC ist das Anlass, erneut über verlässliche Standards für medizinische Inhalte in sozialen Netzwerken zu sprechen.
Denn Social Media bietet große Chancen für medizinische Aufklärung. Umso wichtiger sind aus unserer Sicht klare Mindeststandards:
▫️transparente fachliche Qualifikation
▫️wissenschaftlich belastbare Quellen
▫️klare Trennung von gesichertem Wissen und persönlicher Einschätzung
▫️besondere Sorgfalt bei Krankheiten, Diagnosen, Arzneimitteln und Behandlungen
▫️eindeutige Kennzeichnung kommerzieller Interessen
Dabei geht es nicht darum, medizinische Kommunikation in sozialen Medien einzuschränken. Im Gegenteil: Gute medizinische Aufklärung gehört dorthin, wo Menschen ihre Informationen suchen. Aber Vertrauen braucht Verlässlichkeit – gerade wenn es um Gesundheit geht.
🎙️ Passend dazu beschäftigt sich auch Folge 7 unseres Podcasts „Ungeschminkt“ mit „Plastischer Chirurgie und Social Media“ – mit Chancen, Verantwortung und Grenzen medizinischer Kommunikation in sozialen Netzwerken.
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