03/11/2026
𝗪𝗲𝗿 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗲𝗶𝗻𝘀𝗽𝗿𝗶𝗻𝗴𝘁, 𝗵𝗶𝗹𝗳𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿.
Eine Kollegin kommt mit einer Frage. Du kennst die Antwort und erklärst ihr direkt, wie es geht.
Ein Mitarbeiter ist unsicher bei einer Entscheidung. Du übernimmst sie kurzerhand.
Jemand kommt nicht weiter. Du findest eine Lösung.
Alles gut gemeint. Und manchmal auch genau richtig.
Doch wenn wir immer sofort helfen, kann etwas entstehen, das wir eigentlich vermeiden möchten: Abhängigkeit.
𝗗𝗲𝗻𝗻 𝗛𝗶𝗹𝗳𝗲 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗲𝗻𝘁𝗹𝗮𝘀𝘁𝗲𝗻. 𝗔𝗯𝗲𝗿 𝘀𝗶𝗲 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗱𝗶𝗲 𝗘𝗿𝗳𝗮𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴 𝘃𝗲𝗿𝗵𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻, 𝗲𝘁𝘄𝗮𝘀 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁 𝘇𝘂 𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝗳𝗲𝗻.
Wer ständig Antworten bekommt, muss seltener eigene finden. Wer Entscheidungen immer abgenommen bekommt, hat weniger Gelegenheit, der eigenen Einschätzung zu vertrauen.
Das Spannende daran: Beide Seiten können sich in diesem Muster wohlfühlen.
Die eine Person erlebt sich als hilfreich und gebraucht. Die andere fühlt sich unterstützt und abgesichert.
Kurzfristig funktioniert das wunderbar.
Langfristig kann es Entwicklung begrenzen.
𝗚𝘂𝘁𝗲 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝘁ü𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴 𝗯𝗲𝗱𝗲𝘂𝘁𝗲𝘁 𝗱𝗲𝘀𝗵𝗮𝗹𝗯 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁, 𝗺ö𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝘀𝘁 𝘃𝗶𝗲𝗹 𝗮𝗯𝘇𝘂𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻.
Manchmal bedeutet sie, eine Frage zurückzugeben. Eine Unsicherheit gemeinsam auszuhalten. Oder jemandem zuzutrauen, selbst einen Weg zu finden.
Das ist eine wichtige Haltung im systemischen Coaching – und ebenso in der Führung.
Nicht jede Situation verlangt, dass wir uns zurückhalten. Aber es lohnt sich, den eigenen Impuls zu hinterfragen, sofort eine Lösung anzubieten.
𝗗𝗶𝗲 𝗲𝗻𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲𝗶𝗱𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗻𝘂𝗿: „𝗪𝗶𝗲 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗶𝗰𝗵 𝗵𝗲𝗹𝗳𝗲𝗻?“
𝗦𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝗮𝘂𝗰𝗵: „𝗪𝗮𝘀 𝘁𝗿𝗮𝘂𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗺 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝗻 𝘇𝘂?“
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