02/11/2026
Abwehr auf Zack
Nasskalt draussen – und überall tummeln sich Erkältungsviren. Mit unseren Tipps kommen Siehoffentlich gesund durch die Schnupfenzeit.
Sauna ist super!
Die Luft ist heiß – sehr heiß. 85 Grad und mehr herrschen in der Sauna. Dabei duftet es nach ätherischen Ölen. Wir atmen tief durch und schwitzen. Und das ist gut für die Abwehr? Experten sagen: Ja, weil in der finnischen Schwitzstube unsere Durchblutung steigt – auch in Nase und Rachen. Gut durchfeuchtete Schleimhäute können Viren besser abfangen. Nach einigen Minuten geht’s raus aus der heißen Hütte und rein ins Eisbecken – brrr! Durch diesen krassen Wechsel von extremer Wärme zu klirrender Kälte ziehen sich die gerade noch geweiteten Blutgefäße blitzschnell zusammen – ein tolles Training, um den Körper an Temperaturschwankungen im winterlichen Alltag zu gewöhnen. Studien deuten an: Wer regelmäßig sauniert, ist seltener erkältet. Ausnahme: Ist der Infekt schon da, liegen Herz- oder Nierenprobleme vor, gehen Sie lieber nicht in die Sauna.
Trinkt Tee!
Regnerisch und windig. Bloß ab nach Hause – zu einer heißen Tasse Tee. An kalten Tagen wärmt so ein dampfender Aufguss wunderbar von innen. Und er wirkt sogar abwehrstärkend, wenn wir die richtigen Zutaten aufbrühen.Kamillenblüten beruhigen bei Stress, unserem Immunkiller Nummer eins. Thymian und Eibischwurzel tun dem Hals gut, wenn sich ein erstes Kratzen ankündigt; und der Rote Sonnenhut (Echinacea) gilt traditionell als Heilkraut für die Abwehr. Entscheidend ist die Qualität. Arzneitee aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke erfüllt die strengen Anforderungen an Reinheit und Wirkstoffgehalt. So kommt ordentlich Pflanzenpower in die Tasse.
Schlaf macht stark
Schlafen ist gesund – klingt wie eine Binsenweisheit, ist aber wissenschaftlich belegbar. Während wir tief und fest schlummern, macht sich unsere körpereigene Schutzpolizei auf Streifzug durch den Körper, spürt Krankheitserreger auf und beseitigt sie. Am erfolgreichsten fällt diese „Patrouille“ nach sieben Stunden erholsamer Nachtruhe aus. Woher man das weiß? Im Dienst der Forschung ließen sich Testpersonen gezielt Schnupfenviren in die Nase träufeln. Wer in der Woche zuvor wenig geschlafen hatte, wurde eher krank als die ausgeschlafenen Probanden.
Probleme mit dem Einschlafen? Melatoninkapseln, angereichert mit Schlummerkräutern wie Lavendel, Melisse oder Baldrian, sind als Ein- und Durchschlafmittel in Ihrer Vor- Ort-Apotheke erhältlich. Kommen Sie sanft zur Ruhe, können Abwehrzellen ihre Arbeit verrichten.
Küssen gibt den Kick
Ein Bussi oder Schmatzer macht glücklich. Und ein leidenschaftlicher Zungenkuss hingegen kann dazu sogar richtig gesund sein. Denn dabei tauschen wir innerhalb von nur zehn Sekunden rund 80 Millionen Bakterien miteinander aus. Herausgefunden haben dies Forscher aus den Niederlanden und sie vermuten: Dieser intensive Kontakt mit fremden Mikroorganismen könnte tatsächlich förderlich fürs Immunsystem sein. Inniges Knutschen ist wie eine kleine „Schluckimpfung“.
Ginseng, genial!
Ein rotes, rübenartiges Gebilde, das oft zweigeteilt ist und aussieht, als hätte es A**e und Beine. Ginseng, daher auch „Menschenwurzel“ genannt, gilt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit jeher als allgemeines Stärkungsmittel mit adaptogener Wirkung. Das heißt: Seinen Stoffen, sogenannten Ginsenosiden, sagt man nach, sie steigern unsere Widerstandskraft. Vor allem jetzt im Herbst, wenn Müdigkeit unseren Alltag erschwert, der Stress aber nicht weniger wird und uns anfällig gegenüber Erkältungserregern macht, soll Roter Ginseng unsere Lebensgeister wecken. Laut TCM mobilisiert er unsere Immunzellen und kann helfen, gesund und entspannt durch die nasskalte Jahreszeit zu kommen.Roter Ginseng ist in Form von Kapseln und Tinktur in Ihrer Apotheke erhältlich.
Punkte zum Pressen
Einfach mal drücken ... Damit ist mal nicht die Umarmung gemeint, sondern Akupressur. Mithilfe dieser Methode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sollen unsere Selbstheilungskräfte in Schwung kommen. Wir drücken, kneten und massieren ganz bestimmte Bereiche des Körpers, die auf den Meridianen verlaufen. Durch Stimulation dieser Leitbahnen bringen wir das „Qi“, also unsere Lebensenergie, in Fluss. Auf der Speiche, zwei Finger breit oberhalb der Beugefalte des Handgelenks, befindet sich ein solcher Akupressurpunkt namens „Lieque“. Ihn zu behandeln, soll Wind und Kälte aus dem Körper vertreiben. Auch gut zur Prävention – ganz im Sinn der TCM – ist eine Ohrmassage. Mehrmals täglich und etwa eine Minute lang drücken.
Zitrone & Zink
Ein starkes Duo für die Abwehr: Vitamin C und Zink! Zusammen greifen sie unserem Immunsystem kräftig unter die A**e. Fehlt es an diesen Mikronährstoffen, haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Daher sorgen Sie am besten täglich für Nachschub: rote Paprika, Brokkoli, Beeren und Zitrusfrüchte strotzen nur so vor Vitamin C. Gute Zinkquellen wiederum sind Haferflocken, Hülsenfrüchte und Nüsse. Wenn die Ernährung nicht reicht, kann ein Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. Fragen Sie Ihren Arzt. Kombipräparate mit Vitamin C und Zink bekommen Sie in Ihrer Apotheke.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern -leserservice.sud-verlag.de