02/08/2026
Hörgeräte im Sommer: So schützen Sie Ihre Hörsysteme vor Hitze, Schweiß und Feuchtigkeit!
Der Sommer steht für Sonne, Reisen, Bewegung und viele gemeinsame Erlebnisse. Gleichzeitig stellt die warme Jahreszeit Hörgeräte vor besondere Herausforderungen.
Hohe Temperaturen, Schweiß, Sonnencreme, Sand und Feuchtigkeit können die empfindliche Technik belasten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Hörsysteme im Sommer ständig abgelegt werden müssen. Mit der richtigen Pflege und einigen einfachen Vorsichtsmaßnahmen bleiben sie auch an heißen Tagen zuverlässig einsatzbereit.
Warum Feuchtigkeit Hörgeräte belastet
Hörgeräte begleiten ihre Trägerinnen und Träger häufig vom frühen Morgen bis zum Abend. Im Sommer kommen sie dadurch regelmäßig mit Schweiß und erhöhter Luftfeuchtigkeit in Kontakt.
Besonders betroffen sind die Bereiche hinter dem Ohr, die Mikrofoneingänge, die Ladekontakte und die Verbindung zwischen Hörgerät und Hörer. Feuchtigkeit kann sich dort ablagern und langfristig die Klangqualität oder Funktionsfähigkeit beeinträchtigen.
Typische Hinweise können sein:
ein plötzlich leiserer oder verzerrter Klang,
kurze Tonaussetzer,
Störgeräusche,
Probleme beim Laden,
ein Gerät, das sich nicht mehr zuverlässig einschalten lässt.
Nicht jede Auffälligkeit bedeutet sofort einen technischen Defekt. Häufig reichen bereits eine professionelle Reinigung und eine gründliche Trocknung aus.
Sind moderne Hörgeräte wasserdicht?
Viele moderne Hörsysteme verfügen über einen guten Schutz gegen Staub, Schweiß und Spritzwasser. Trotzdem bedeutet dieser Schutz nicht automatisch, dass die Geräte zum Schwimmen, Duschen oder Tauchen geeignet sind.
Entscheidend ist immer das jeweilige Modell.
Vor dem Sprung in den Pool, dem Gang unter die Dusche oder dem Besuch in der Sauna sollten Hörgeräte daher grundsätzlich abgelegt werden, sofern der Hersteller keine ausdrückliche Freigabe für diese Nutzung gibt.
Auch beim Wassersport gilt: Selbst wenn ein Hörgerät kurzfristigen Wasserkontakt übersteht, können Salzwasser, Chlor und längere Feuchtigkeitseinwirkung die Technik belasten.
Sonnencreme und Kosmetik richtig anwenden
Sonnencreme, Haarspray, Insektenschutzmittel und andere Pflegeprodukte können sich auf den Mikrofonöffnungen oder den Gehäusen der Hörsysteme ablagern.
Dadurch kann der Klang gedämpft werden.
Am besten werden Hörgeräte erst eingesetzt, nachdem Sonnencreme und Kosmetik vollständig eingezogen beziehungsweise getrocknet sind. Haarspray sollte ebenfalls vor dem Einsetzen der Geräte verwendet werden.
So wird verhindert, dass feine Partikel direkt in die Mikrofone oder andere empfindliche Bereiche gelangen.
Hörgeräte niemals im heißen Auto lassen
Ein abgestelltes Fahrzeug kann sich im Sommer innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen. Diese Temperaturen sind für Akkus, Batterien und elektronische Bauteile problematisch.
Hörgeräte sollten deshalb niemals im Auto, auf dem Armaturenbrett oder direkt hinter einer Scheibe liegen bleiben.
Auch direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Werden die Geräte kurzfristig abgelegt, gehören sie in ein geeignetes Etui an einen trockenen und schattigen Ort.
Trocknung ist im Sommer besonders wichtig
Eine regelmäßige Trocknung unterstützt die Funktionsfähigkeit und kann die Lebensdauer der Hörsysteme verlängern.
Bei batteriebetriebenen Geräten sollte das Batteriefach geöffnet werden, sofern dies beim jeweiligen Modell vorgesehen ist. Akkugeräte können je nach System in einer geeigneten Lade- oder Trockenstation aufbewahrt werden.
Wichtig ist, ausschließlich dafür vorgesehene Trocknungsprodukte zu verwenden.
Hörgeräte gehören nicht auf die Heizung, nicht in den Backofen und auch nicht in die Mikrowelle. Ebenso sollte kein Föhn verwendet werden, da die Hitze empfindliche Bauteile beschädigen kann.
Was tun, wenn das Hörgerät nass geworden ist?
Ist ein Hörgerät versehentlich mit Wasser in Kontakt gekommen, sollte es möglichst schnell ausgeschaltet und vorsichtig von außen abgetrocknet werden.
Bei Geräten mit wechselbarer Batterie kann diese entfernt werden. Anschließend sollte das Hörsystem in ein geeignetes Trocknungsgerät oder eine Trockenbox gelegt werden.
Das Gerät sollte nicht mehrfach eingeschaltet werden, um zu testen, ob es noch funktioniert. Befindet sich Feuchtigkeit im Inneren, kann das wiederholte Einschalten zusätzliche Schäden verursachen.
Bei stärkerem Wasserkontakt empfiehlt sich eine zeitnahe Kontrolle bei uns Hörgeräte Aumann, Ihrem Hörakustiker.
Auch im Urlaub an Reinigung und Zubehör denken
Für Reisen lohnt sich eine kleine Hörgeräte-Ausstattung im Gepäck:
Ersatzbatterien oder Ladekabel, Reinigungstücher, Filter, Domes beziehungsweise Schirmchen, ein stabiles Etui und eine geeignete Trocknungsmöglichkeit.
Wer ins Ausland reist, sollte außerdem prüfen, ob ein passender Steckdosenadapter benötigt wird. Bei Flugreisen gehören Hörgeräte und Zubehör grundsätzlich ins Handgepäck und nicht in den aufgegebenen Koffer.
Regelmäßige Kontrolle sorgt für Sicherheit
Gerade nach einem Urlaub, häufigem Sport oder mehreren besonders heißen Wochen kann eine professionelle Reinigung sinnvoll sein.
Dabei werden unter anderem Mikrofoneingänge, Hörer, Filter, Schläuche, Ladekontakte und das Gehäuse überprüft. Kleine Ablagerungen lassen sich häufig entfernen, bevor sie zu größeren Beeinträchtigungen führen.
Denn ein Hörgerät muss nicht erst vollständig ausfallen, damit eine Wartung sinnvoll ist.
Gut hören und den Sommer genießen
Mit der richtigen Pflege müssen Hörgeräteträgerinnen und Hörgeräteträger im Sommer auf nichts verzichten.
Entscheidend ist ein bewusster Umgang mit Wasser, Hitze, Schweiß und Kosmetik. Wer seine Hörsysteme regelmäßig reinigt, zuverlässig trocknet und bei Auffälligkeiten frühzeitig kontrollieren lässt, schafft die besten Voraussetzungen für dauerhaft gutes Hören.
Bei HÖRGERÄTE AUMANN begleiten wir Menschen seit 1952 auf ihrem Weg zu besserem Hören – persönlich, individuell und mit einem umfassenden Service rund um ihre Hörsysteme.
Denn der Sommer soll nach Gesprächen, Lachen und gemeinsamen Erlebnissen klingen – nicht nach technischen Aussetzern.