06/08/2026
Allogene CAR-T-Zelltherapie: Neue Hoffnung für Menschen mit Autoimmunerkrankungen? Forschenden der Uniklinik Düsseldorf und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben eine weitere Studie gestartet, in der es darum geht, wirksame Therapieoptionen für Patient:innen mit systemischen Autoimmunerkrankungen zu untersuchen. Zum Einsatz kommt dabei die sogenannte allogene CAR-T-Zelltherapie, eine Immuntherapie, in deren Rahmen weiße Blutkörperchen (T-Zellen) gentechnisch im Labor so optimiert werden, dass sie anschließend fehlgeleitete B-Zellen des eigenen Abwehrsystems erkennen und attackieren können.
Diese B-Zellen richten sich im Fall einer systemischen Autoimmunerkrankung gegen den eigenen Körper, greifen zum Beispiel Organe oder Muskelgewebe an. Mit Hilfe diese Phase-1-Studie sollen Erkenntnisse zur optimalen Dosis der CAR-T Zelltherapie gewonnen werden. Für Patient:innen sind Studien zu Behandlungsmöglichkeiten von Autoimmunerkrankungen eine Hoffnung auf bessere Therapieoptionen.
Das UKD gehört in der Anwendung und Weiterentwicklung der CAR-T-Zelltherapie zu den führenden Zentren. Die Studie wird in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Klinische Immunologie unter dem Dach des Düsseldorf Center for Cell and Gene Therapy (DCG) am UKD durchgeführt. Beteiligt sind bislang auch die Charité in Berlin und Unikliniken in Dresden und Kiel. Darüber hinaus nehmen Zentren in den USA, Frankreich und in Israel teil. Untersucht wird die Wirksamkeit der allogenen CAR-T-Zelltherapie bei Systemischem Lupus erythematodes, Myositiden, Systemischer Sklerose und rheumatoider Arthritis.
Foto: Arbeiten interdisziplinär an der Studie (v.l.n.r.) Prof. Jörg Distler, Dr, Johannes Fischer, Dr. Christina Düsing, Dr. Ben-Niklas Bärmann, Prof. Sascha Dietrich.
Mehr Informationen: https://www.uniklinik-duesseldorf.de/ueber-uns/pressemitteilungen/detail/allogene-car-t-zelltherapie-neue-hoffnung-fuer-menschen-mit-autoimmunerkrankungen