27/08/2026
Hier eine kleine Geschichte aus meinem Leben mit meinen Kindern...übers loslassen und dessen, was kommen kann, wenn wir unsere eigenen Erfahrungen und die damit verbundenen Ängste auf unsere Kinder projizieren.
Meine ältere Tochter Isabell war in diesem Jahr auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Sie suchte in einem bestimmten Bereich an verschiedenen Orten. Immer wenn sie sich in einer Firma im Raum Nürnberg (das ist ca. 45 Fahrtminuten von uns entfernt), kam in mir eine Angst hoch. Sie müsste mit dem Zug fahren und ich hatte Angst, wenn sie da im Winter im dunkeln abends am Bahnhof steht, bei dem was so alles in diesen Gegenden rum läuft usw.
Trotzdem hab ich natürlich nichts gesagt und sie bewerben lassen. Nur manchmal, ob sie denn wirklich so einen weiten Fahrtweg auf sich nehmen will. Sie sagte ganz deutlich JA. Aber ich hatte trotzdem bedenken, ob es vielleicht zu viel für sie ist.
Dann hat es sich irgendwie ergeben, dass eine Bekannte von mir, die eine Medienagentur betreibt, ganz in der Nähe, gesagt hat, sie würde sie gerne einstellen. In mir Erleichterung. Es ist in der Nähe, in einer Kleinstadt, wo sie einfach mit dem Bus hin kommt. Sie hat die Stelle angenommen, beginnend aber erst einmal mit einem dreimonatigen Praktikum.
Zu Beginn des Praktikums waren schon ein paar Sachen, die von unserem Gefühl her im Raum standen ob es wirklich optimal ist, aber Hauptsache scheinbar erst mal sicher. Unser Gefühl hat uns aber nicht enttäuscht. Nach zwei Monaten Praktikum wurde ihr die Lehrstelle aufgrund wirtschaftlicher Einbußen wieder abgesagt. Jetzt standen wir da, 8 Wochen bevor die offiziellen Lehrstellen überall losgehen.
In dem Moment wurde mir mein Thema erst mal so richtig bewußt. Es war nicht die richtige Stelle für sie. Zwar irgendwie leicht und sicher aber nichts wo sie wachsen kann. Meine Ängste aus eigenen früheren Erfahrungen haben das mit beeinflußt. Ganz unbewußt.
So habe ich das Thema in mir aufgelöst und sie ganz losgelassen mit dem Gefühl, es ist gut, sie ist stark und wächst damit. Sie kann das und es hat überhaupt nichts mit meinen früheren Erfahrungen zu tun.
Ich habe mich ganz rausgenommen und dann hat sie eine neue Stelle gefunden, wurde vier Wochen vor Ausbildungsbeginn direkt genommen und ist jetzt glücklich damit. Die Bedingungen wesentlich besser als bei der alten Stelle. Und der Ort der Stelle ist jetzt um einiges weiter weg und die Berufsschule tatsächlich in Nürnberg 🙂 Aber jetzt spielt es gar keine Rolle mehr. Wir freuen uns einfach.
Aus anfänglichem Ärger über den Verlust der ersten Stelle, wurden unsere Themen einfach sichtbarer und wir hatten die Chance sie zu lösen und frei weiter zu gehen. Ich glaube die neue Stelle hat sich deswegen so schnell und leicht gezeigt, weil wir einfach diese inneren Schritte gegangen sind. Bereit für Veränderung waren und das Alte loszulassen.
So ist es immer gut zu reflektieren. Wo halten wir fest? Was ist unseres und was gehört wirklich zum Weg unseres Kindes?
Zwischendurch energetisch Bindungen lösen ist immer ein guter Schritt dahin, dass jeder wieder in seiner Energie sein kann und den eigenen Weg spüren kann.
Diese Thema ist nämlich auch auf viele andere übertragbar. So oft spüren wir, was unser Kind fühlt und unser Kind, was wir fühlen. Immer wieder überprüfen und klären, lässt uns Schritte besser erkennen und leichter spüren was es wirklich braucht.