Dr. Markus Werner

Dr. Markus Werner Gesundheit beginnt mit Wissen 🧬
Tipps für mehr Energie & ein langes gesundes Leben – wissenschaftlich fundiert & menschlich
📍Ärztehaus Emden, 26721

„Ihre Werte sind alle normal.”Diesen Satz höre ich fast täglich. Und er stimmt ja auch — technisch gesehen.Aber „normal”...
11/06/2026

„Ihre Werte sind alle normal.”
Diesen Satz höre ich fast täglich. Und er stimmt ja auch — technisch gesehen.
Aber „normal” heißt nur: Dein Wert liegt im mittleren 95-%-Bereich einer Vergleichsgruppe. Nicht mehr. Referenzwerte wurden nie entwickelt, um Gesundheit zu beschreiben — sondern um Häufigkeit abzubilden.
Drei Beispiele, die den Unterschied zeigen:
Ferritin 22 µg/l — im Labor grün markiert. Im Körper oft schon erschöpfte Eisenspeicher, die sich in Müdigkeit, Haarausfall oder schlechter Konzentration zeigen können.
Nüchternzucker 98 mg/dl — offiziell im Normbereich. Doch der Körper hält ihn dort manchmal nur, weil das Insulin längst gegensteuert — ein frühes Zeichen für Insulinresistenz, lange bevor der Zucker „kippt”.
Z.B. Vitamin B12 280 pg/ml — „normal”. Doch die aktive Form (Holo-TC) kann schon zu niedrig sein - ein funktioneller Mangel bleibt im Gesamtwert unsichtbar.
Normal beschreibt eine Population. Optimal beschreibt bestenfalls individuell einen Menschen.
Das ist der Unterschied, um den es mir in geht.
→ www.praxis-drwerner.de
Hinweis: Die Inhalte dieses Beitrags dienen ausschlieĂźlich der Information und stellen keine medizinische Beratung im Einzelfall dar.

11/06/2026

Bei Hashimoto gibt es eine Vorsorge, die viele nicht kennen – und die wirklich wichtig ist.

Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Was viele nicht wissen: Dabei läuft oft dauerhaft eine chronische Entzündung ab.

Chronische Entzündung bedeutet, dass sich Zellen häufiger teilen als normal. Das geht theoretisch mit einem leicht erhöhten Risiko für DNA-Veränderungen einher. In den allermeisten Fällen repariert der Körper solche Schäden zuverlässig. Aber das Risiko für Schilddrüsenkrebs ist bei Hashimoto statistisch gesehen leicht erhöht.

Meist sind das kleine Befunde – gut erkennbar, gut behandelbar. Aber nur, wenn man hinschaut.

Ein Ultraschall alle ein bis zwei Jahre ist die einfachste Möglichkeit, nichts zu verpassen. Kein großer Aufwand. Keine Strahlenbelastung. Und eine der sinnvollsten Vorsorgemöglichkeiten, die Menschen mit Hashimoto haben.

Was ich in der Praxis beobachte: Viele Betroffene wissen das nicht. Sie kennen ihre Diagnose, nehmen ihre Medikamente – aber den Ultraschall als regelmäßige Kontrolle haben sie nie besprochen bekommen.

Das sollte sich ändern.

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PS: Die Inhalte hier ersetzen keine persönliche medizinische Beratung. Sie sollen dir Orientierung geben und beruhen auf meiner ärztlichen Erfahrung und dem aktuellen Stand der Präventions- und Longevity-Medizin.

10/06/2026

Drei Fehler bei der Vitamin-D-Einnahme – und fast jeder macht mindestens einen davon.

Viele supplementieren. Aber nicht richtig. Und das macht einen größeren Unterschied, als die meisten denken.

Fehler Nr. 1: Du nimmst überhaupt kein Vitamin D. In Deutschland ist der Sonnenwinkel im Winter zu flach für eine relevante Bildung. Im Sommer funktioniert das nur zwischen 10 und 15 Uhr verlässlich – bei guter Sonneneinstrahlung und ohne Sonnencreme. Für die meisten also ein schmales Zeitfenster.

Fehler Nr. 2: Du nimmst zu wenig. Der individuelle Bedarf lässt sich nicht schätzen. Er lässt sich messen. Wer blind dosiert, trifft seinen Zielspiegel oft nicht – auch wenn er regelmäßig supplementiert.

Fehler Nr. 3: Kein Magnesium dazu. Magnesium aktiviert die Enzyme, die Vitamin D im Körper verarbeiten. Vitamin D ohne Magnesium ist wie ein Schlüssel ohne Schloss.

Alle drei Punkte begegnen mir in der Praxis regelmäßig. Auch bei Menschen, die bewusst supplementieren – und trotzdem nicht auf den Spiegel kommen, den sie ansteuern.

Ob Vitamin D wirklich wirkt, hängt unter anderem an genau diesen drei Punkten.

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09/06/2026

Die meisten Supplemente sind Geldverschwendung. FĂĽnf sind es aus meiner Sicht nicht.

Was ich in der Praxis sehe: Patienten, die gezielt supplementieren – und trotzdem nicht da stehen, wo sie sein könnten. Oft liegt es nicht an der Menge. Sondern an der Auswahl.

Omega-3 steht ganz oben. Zwei bis drei Gramm EPA und DHA täglich. Kann Triglyceride senken – Blutfette, die das Gefäßrisiko beeinflussen. Einer der am besten belegten Bausteine überhaupt.

Magnesium – zum Beispiel als Bisglycinat, eine meist gut verträgliche Form. Beteiligt an hunderten Stoffwechselprozessen. Nicht nur Muskelfunktion und Schlaf – der Einfluss geht deutlich weiter.

Vitamin D, gerne kombiniert mit K2. D3 unterstützt Immunfunktion, Knochen und vieles mehr. K2 sorgt dafür, dass Calcium dorthin gelangt, wo es gebraucht wird – in die Knochen, nicht in die Gefäßwände.

Kreatin Monohydrat – nicht nur für Sportler. Unterstützt Muskeln und kognitive Energieversorgung. Beides sind Bereiche, die ab 40 messbar nachlassen können.

Und fünftens: NMN oder NR – Vorstufen von NAD+, dem Coenzym, das Zellen für die Energieproduktion brauchen. Ein Bereich, der in der Longevity-Forschung zunehmend Aufmerksamkeit bekommt.

Das Ziel ist nicht mehr Nahrungsergänzungsmittel. Sondern die richtigen.

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08/06/2026

Viele Dinge, die wir ĂĽber das Altern glauben, stimmen so nicht.

Hier sind vier Mythen, die sich immer noch hartnäckig halten – und die ich in der Praxis regelmäßig korrigiere.

Mythos Nr. 1: Altern ist genetisch bestimmt. Die Gene spielen eine Rolle, ja. Aber ein großer Teil wird durch Lebensstil beeinflusst. Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement – das hat einen messbaren Einfluss darauf, wie du alterst.

Mythos Nr. 2: Falten sind das erste Zeichen des Alterns. Was du auf der Haut siehst, ist oft das Ergebnis von Prozessen, die im Körper schon viel länger laufen. Altern beginnt auf zellulärer Ebene – lange bevor es nach außen sichtbar wird.

Mythos Nr. 3: Im Alter kann man keine Muskeln mehr aufbauen. Auch im höheren Alter reagiert der Körper auf Training sehr gut. Das ist der Punkt, den Patienten am häufigsten unterschätzen – und der sie dann am meisten überrascht.

Mythos Nr. 4: Altern bedeutet automatisch Krankheit. Wie gesund du dabei bleibst, hängt stark davon ab, was du heute tust. Nicht irgendwann. Heute.

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07/06/2026

Millionen Menschen haben eine Schilddrüse, die nicht richtig arbeitet — und wissen es nicht. Einer der häufigsten Gründe: Eisenmangel. Nicht dramatisch wenig. Nur nicht genug.

Das ist ein Zusammenhang, der in der klassischen Medizin viel zu selten besprochen wird.

Die Schilddrüse braucht Eisen, um Hormone produzieren zu können. Ohne ausreichend Eisen läuft die Produktion gedrosselt — auch wenn der Ferritinwert im Labor noch als „unauffällig" gilt.

Genau das ist das Problem. Ferritin im unteren Referenzbereich erfüllt keine Diagnose. Aber die Schilddrüse hat möglicherweise trotzdem nicht genug, um gut zu arbeiten.

Ein Bild, das mir in der Sprechstunde vertraut ist — besonders bei Patientinnen, die eigentlich alles richtig machen. Ernährung stimmt. Schlaf stimmt. Und trotzdem Erschöpfung, Leistungsabfall, das Gefühl, nicht auf vollem Niveau zu laufen.

Bei Frauen ist eine eingeschränkte Schilddrüsenfunktion zusätzlich mit eingeschränkter Fruchtbarkeit assoziiert — ein Aspekt, der noch seltener auf dem Schirm ist.

Referenzwert bedeutet: du erfüllst keine Diagnose. Es bedeutet nicht: dein Körper läuft auf dem Niveau, auf dem er laufen könnte.

Dieser Unterschied kann im Alltag sehr viel ausmachen.

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06/06/2026

Die meisten Menschen sind mit Omega-3 unterversorgt — und wissen es nicht.

Dabei geht es nicht um Omega-3 generell. Es geht um die zwei Formen, die dein Körper direkt verwenden kann: EPA und DHA. Sie kommen fast ausschließlich in Fisch und Algen vor.

In pflanzlichen Quellen steckt dagegen ALA — eine Vorstufe, die der Körper erst umwandeln muss. Aber nur in sehr begrenztem Umfang. 5 bis 10 Prozent, je nach Studienlage.

Deshalb gehören Vegetarier und Veganer zu den Hauptrisikogruppen für Unterversorgung. Aber auch Menschen, die selten Fisch essen — oder bewusst darauf verzichten, weil Hochseefisch heute nachweislich mit Schwermetallen belastet ist. Vor allem mit Quecksilber.

Wenn ich bei Patienten die Werte messe — auch bei denen, die wirklich auf ihre Ernährung achten — sind niedrige Omega-3-Werte keine Seltenheit. Das Ergebnis überrascht sie meistens.

Meine Empfehlung: Greif direkt zur Quelle. Die Mikroalge ist beim Fisch die ursprüngliche Quelle von EPA und DHA. Du kannst den Umweg weglassen — und direkt aufnehmen, was dein Körper braucht. Ohne Schwermetallbelastung.

Die Unterschiede zwischen pflanzlichem und tierischem Omega-3 sind größer, als die meisten denken.

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05/06/2026

Die meisten nehmen Kreatin fĂĽr Muskeln. Der interessantere Effekt liegt woanders.

Kreatin ist eines der meistuntersuchten Supplements überhaupt – aber ein Mechanismus wird kaum besprochen. Dabei ist er aus präventivmedizinischer Sicht besonders relevant.

Wenn mehr Kreatin im Muskel vorhanden ist, wird ein zweiter Weg aktiviert, über den Zucker in die Zelle gelangen kann – unabhängig von Insulin. Das läuft über sogenannte GLUT-4-Transporter, Proteine in der Zellmembran, die Zucker aktiv in die Muskelzelle transportieren.

Körperliche Aktivität schaltet diese Transporter an. Kreatin kann das zusätzlich unterstützen.

Das mögliche Ergebnis: Der Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit wird abgepuffert. Bei manchen Menschen stabiler. Weniger lang erhöht.

In meiner Praxis erlebe ich täglich, wie viele Menschen Kreatin nehmen – und nicht wissen, was es noch tut.

FĂĽr alle, die ihren Stoffwechsel langfristig gesund halten wollen, ist das ein Aspekt, der deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient als er bekommt.

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04/06/2026

Gesundheit ist keine Frage des Geldes. Es ist eine Frage der Einstellung.

Ich kann das in vielen Punkten wirklich fĂĽhlen.

Unser Gesundheitssystem ist seit Jahren fehlgeleitet – es geht vorrangig darum, Krankheiten zu verwalten.

Dabei sollte es doch viel mehr darum gehen, Gesundheit zu erhalten, zu stärken und Lebensfreude möglichst lange zu bewahren.

An einem Punkt wĂĽrde ich aber anders draufschauen.

Nicht reich oder nicht reich ist die entscheidende Frage.

Für mich ist es: Ist jemand gesundheitsorientiert – oder nicht?

Denn Gesundheit beginnt nicht erst in einer besonderen Praxis. Sie beginnt jeden Tag im Alltag.

Bei Schlaf, Bewegung, Ernährung, Stress – und der Bereitschaft, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Geld kann manches leichter machen. Aber die innere Haltung ist der eigentliche SchlĂĽssel.

Genau deshalb ist es mir ein Herzensanliegen, Gesundheit früher mitzudenken – nicht erst Krankheit später zu behandeln.

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31/05/2026

Pflanzliches Omega-3 reicht nicht. Das ist Fakt.

Auch wer täglich Leinsamen, Chiasamen oder Walnüsse isst. Was ich regelmäßig in der Praxis sehe: Wenn wir die Werte messen, kommen häufig deutliche Lücken zutage – auch bei Menschen, die wirklich auf ihre Ernährung achten.

Ein niedriger Omega-3-Index ist in Studien langfristig mit erhöhtem Herzrisiko und Gesamtsterblichkeit assoziiert.

Warum reicht pflanzliches Omega-3 oft nicht? In diesen Lebensmitteln steckt nur die Vorstufe – die Alpha-Linolensäure, kurz ALA. Der Körper wandelt sie zu lediglich 5 bis 10 Prozent in EPA und DHA um – die Formen, die er tatsächlich verwenden kann.

Der größte Teil landet schlicht nicht dort, wo er wirken soll.

Konkret: Um rechnerisch ausreichend versorgt zu sein, müsstest du mindestens einen Liter Leinöl täglich trinken. Ich glaube nicht, dass dein Magen-Darm-Trakt das tolerieren würde.

Wer ausschließlich auf pflanzliche Quellen setzt, deckt seinen Omega-3-Bedarf in den meisten Fällen nicht – unabhängig davon, wie bewusst er isst.

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Emden
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Dienstag 07:15 - 17:45
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