07/07/2026
Sie sagt nicht, man sieht es an Gesprächen.
Nicht an Umarmungen. Nicht an gemeinsamen Ritualen.Sie sagte: „Ich sehe es zum Beispiel daran, wie ein Kind auf ein trauriges Bilderbuch reagiert.“
1. Das Kind sagt sofort: „Aber es wird ja wieder gut, oder?“
Weil zu Hause Traurigkeit nie sitzen bleibt. Mama merkt, sie ist traurig — und sagt im gleichen Atemzug „naja, ist ja auch alles halb so wild“ oder „andere haben’s schlimmer“. Sie hat sich nie mit ihrer eigenen Traurigkeit hingesetzt. Also lernt das Kind: Wenn Traurigkeit auftaucht, sofort zumachen. Weiter zur guten Seite.
2. Das Kind antwortet auf „Wie geht’s dir?“ grundsätzlich mit „gut“.
Auch wenn es blaue Flecken hat. Auch wenn es geweint hat. „Gut“ ist nicht die Wahrheit — es ist der Satz, den Mama benutzt, wenn Freundinnen sie fragen. Sie sagt es sogar mit einem kleinen Lächeln, während sie eigentlich total am Ende ist. Das Kind hat verstanden: „Gut“ ist die richtige Antwort. Nicht die ehrliche.
3. Das Kind lacht laut, aber schaut kurz zur Mama, bevor es sich freut.
Weil Freude bei Mama fast nur noch reserviert läuft. Sie lacht nicht mehr aus dem Bauch — sie lacht kurz und sortiert schon den nächsten Termin. Das Kind hat mitbekommen: Große Freude ist bei uns nicht mehr normal. Also prüft es kurz, ob es sich lautstark freuen darf.
Wenn Mama gerade im Kopf woanders ist, dämpft es die Freude. Automatisch. Ohne es zu wissen. Bessel van der Kolk (‚The Body Keeps the Score‘) beschreibt: Was wir bei uns selbst nicht mehr wahrnehmen, können wir bei unseren Kindern auch nicht spiegeln. Die Fähigkeit, das eigene Fühlen zu spüren, wird nicht gelehrt — sie wird durch Beobachtung übernommen. Wenn dieser Kanal bei der Mutter zu ist, entwickelt das Kind eigene Umwege — oder gar keinen Zugang mehr.“
klingt hart? Ist es auch.
Mutter sein 2026 IST hart!
Ich sag dir wie es ist - ich kann nicht zaubern. Aber aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen - es muss nicht so bleiben.
Wenn du magst, bleib hier bei .stute.hpp vielleicht habe ich den ein oder anderen Tipp für dich, der dich stützen kann.