13/07/2026
Immer wieder habe ich in der Vergangenheit Dinge, Gewohnheiten, Umstände verändert.
Mein Trainingsplan ist ein gutes Beispiel: immer wieder habe ich Neues ausprobiert: neue Reize gesetzt, Abfolgen verändert, das Volumen hochgeschraubt und wieder heruntergefahren, habe an großen und kleinen Stellschrauben gedreht.
Wenn der Fortschritt dann ausblieb, habe ich diese Entscheidungen oft bereut und mich gefragt: Wäre ich mit dem ursprünglichen Plan nicht schon längst an meinem Ziel? 🤔
Dabei ist sehr viel wahrscheinlicher: das Ergebnis wäre auch mit dem alten Plan genau dasselbe gewesen❗️
▶️der Psychologie spricht man vom Unterschied zwischen Handeln (action) und Nicht-Handeln (inaction).
Von zwei Personen mit demselben Ziel bereut derjenige seine Entscheidung stärker, der aktiv etwas verändert hat.
ℹ️ Wir geben der aktiven Entscheidung (zur Veränderung) eher die Schuld am Misserfolg als der verpassten Chance - der sog. Action Effect im Zusammenhang mit Reue: „Wenn ich nichts verändert hätte, wäre das nicht passiert.“
Diese Tatreue hält aber nur kurz an. Wenn wir auf unser Leben blicken, ärgern uns verpasste Chance (zur Veränderung) deutlich mehr. Das ist psychologisch auch sinnvoll, denn sonst würde wir in Passivität erstarren.😬
Die Reue wird hier zum Wegweiser im Entscheidungslabyrinth.⚠️🚧
Also macht das Ergebnis eine Entscheidung nicht automatisch gut oder schlecht.
⭐️ Seitdem versuche ich, meine Entscheidungen weniger nach ihrem Ausgang und mehr danach zu beurteilen, ob sie mit dem Wissen, das mir in dem Moment zur Verfügung steht, sinnvoll sind.
Das nimmt erstaunlich viel Druck raus.😮💨