Über Trauer reden. Tod und Bestattungskultur

Über Trauer reden. Tod und Bestattungskultur Tod, Trauer und Bestattung: Informationen, Gedanken und Bilder zur Bestattungs- und Erinnerungskultur. Von Bernhard Wieser, Trauerredner (Erlangen/Nürnberg)

Tod, Trauer und Bestattung: Über Leben und Tod! Auf dieser Facebook-Seite veröffentliche ich Informationen und Gedanken zu unterschiedlichen Aspekten der Trauer- und Bestattungskultur und gelegentlich über meine Tätigkeit als Trauerredner.

Eine Ausnahmegenehmigung machts möglich, an einer Trauerfeier teilzunehmen und trotz nächtlicher Ausgangssperre an den W...
21/02/2021

Eine Ausnahmegenehmigung machts möglich, an einer Trauerfeier teilzunehmen und trotz nächtlicher Ausgangssperre an den Wohnort zurückzureisen.

Zunächst erhielt der Mitbürger aber den Rat, doch bei Verwandten zu übernachten. "Es ist ja nicht Sinn der Sache, dass wir am Friedhof Abstand halten und dann über Nacht auf engstem Raum sind" meinte zurecht der Fragesteller. Aber auch das half ihm nichts, wie all den Spaziergängern, Joggern und Wanderern, die nachts allein unterwegs sind, um Infektionsrisiken zu reduzieren. Der Zweck der Infektionsschutzverordnung, Infektionen zu verhindern, zählt nichts, wenn es um die nächtliche Ausgangssperre geht. Bei zulässigen Treffen (aber auch illegalen Partys) muß man eben beim Gastgeber über Nacht bleiben. Die zusätzlichen Risiken spielen keine Rolle. Ausgangssperre ist Ausgangssperre!
Immerhin gab es dann in der Hierarchie der bayerischen Verwaltung doch noch jemanden, der das Problem erkannt und die Möglichkeit einer Ausnahmegenehmigung in Aussicht gestellt hat. Die Teilnahme an einer Trauerfeier ist also ein ähnlich gewichtiger und unabweisbarer Grund (§ 3 Nr. 7 11. BayIfSMV) wie die explizit genannten Ausnahmen für die Ausgangssperre - manchmal wenigstens.
https://www.nordbayern.de/region/forchheim/ausgangssperre-ist-die-rueckreise-von-einer-beerdigung-ein-triftiger-grund-1.10811045?fbclid=IwAR24bnV9IK_t89MS_AYseSK6Se6EKCx4OLgAMzQjJangm48L7Pof94_8OQQ

EBERMANNSTADT - Carsten Sebald war verzweifelt. Am Freitag findet von 16 bis 17 Uhr die Beerdigung des Onkels seiner Frau statt – in Osnabrück. Knapp fünf Stunden Fahrt sind das jeweils hin und zurück. Für den Ebermannstädter ist es demnach nicht möglich, vor Beginn der nächtlichen Ausgangs...

28/07/2020

In Schwäbisch Gmünd haben sich in den vergangenen Tagen bislang 47 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Laut Landratsamt könnten es noch mehr werden. Die Infizierten waren auf einer Trauerfeier.

28/07/2020

Nach einer Trauerfeier sind im Großraum Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg 47 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach weiteren Teilnehmern der Beerdigung werde gesucht, da es keine Teilnehmerliste gab. Alle News im Corona-Ticker.

12/05/2020

Wäre es nicht einmal an der Zeit, daß auch Trauerfeiern wieder halbwegs unter normalen Bedingungen stattfinden können? Inzwischen sind 50 Personen bei Gottesdiensten im Freien erlaubt, demonstriert wird in großer Zahl, Busreisen sollen wieder möglich sein, aber bei Trauerfeiern dürfen weiterhin nur 10, max. 15 Angehörige, teilnehmen.
Viele dürfen sich nicht von einem Verstorbenen bei einer Trauerfeier verabschieden, weil sie ausgeschlossen werden. Und den Angehörigen wird zugemutet, anderen mitzuteilen, daß sie nicht teilnehmen dürfen, sie müssen sich auch noch entscheiden, wer teilnehmen darf und wer der Trauerfeier fern bleiben muß.

«Bei der anhaltenden   erleben die Betroffenen ein intensives Gefühl des Verlusts. So als hätte man selbst einen Teil vo...
28/04/2020

«Bei der anhaltenden erleben die Betroffenen ein intensives Gefühl des Verlusts. So als hätte man selbst einen Teil von sich verloren. Es ist eine dauernde Beschäftigung mit dem und mit den Toten, die einen fast am täglichen Leben hindert. Es kommt zu heftigen Schuldgefühlen, Vorwürfen. Ein Hadern mit dem Tod, man zieht sich von den sozialen Aktivitäten zurück.»
Das gilt generell, aber gerade in der jetzigen Krise. Die aktuellen Einschränkungen erschweren das Abschiednehmen und Trauern - und können sogar psychisch krankmachen.
Politisch verordnete Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen, so notwendig sie auch sein mögen, bleiben nicht ohne Folgen und führen - ökonomisch gesprochen - zu hohen Kosten in vielen Lebensbereichen. Das gilt auch und besonders für die Trauer und die Bewältigung des Todes eines vertrauten Menschen.
Die Quintessenz des MDR-Beitrags: «Dass der Tod in der aktuellen Krise solche schweren Folgen für die menschliche Psyche haben kann, liegt besonders am Wegfallen von Ritualen. Beerdigungen finden nur im kleinen Kreis statt, Trauerfeiern gar nicht. Das gemeinsame Erinnern und Trauern kommt zu kurz. Menschen bleiben mit ihren Gedanken isoliert.»

Mehrere Tausend Menschen sind in Deutschland an oder mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahlen sind bedrückend genug. Doch Psychologen schlagen mit Blick auf die Hinterbliebenen Alarm.

Die Zahl der Suizide wird durch die drohenden ökonomischen Folgen der Corona-Krise zunehmen. Auch das gehört zu den Kost...
03/04/2020

Die Zahl der Suizide wird durch die drohenden ökonomischen Folgen der Corona-Krise zunehmen. Auch das gehört zu den Kosten der Corona-Bekämpfung und sollte bei den beschlossenen und in Zukunft zu beschließenden Maßnahmen bedacht werden.

In Deutschland sterben mehr Menschen durch Selbsttötung als durch Verkehrsunfälle, Drogenmissbrauch, Aids und Mord. Und zwar zusammengerechnet. Männer legen etwa dreimal so häufig Hand an sich wie Frauen.

Adresse

Bernhard Wieser, Trauerredner, Beethovenstraße 9
Erlangen
91052

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 22:00
Dienstag 08:00 - 22:00
Mittwoch 08:00 - 22:00
Donnerstag 08:00 - 22:00
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Samstag 08:00 - 22:00
Sonntag 10:00 - 20:00

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