Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e.V.

Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e.V. Berufsverband für ambulante, teilstationäre und vollstationäre Pflegeeinrichtungen Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e.V.

(bad e.V.) mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit weit über 1200 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar. Ziel seiner Arbeit ist es, die Qualität und die Bedingungen der Leistungserbringung der ambulanten und (teil-)stationären Pflege zu verbessern. Der bad e.V. und seine Landesverbände bzw. Landesvertreter führen Verhandlungen unter anderem zu Vergütungsbedingungen für Pflegedienste und Pflegesätze für Heime. ist Vereinbarungspartner nach §113 SGB XI und somit in den branchenrelevanten Gremien auf Bundesebene vertreten und wird zu Änderungen pflegerelevanter Gesetze angehört.

Pressemeldung, 14.09.2026 Linnemann benennt Probleme – Pflegeverbände zeigen Lösungen auf!Carsten Linnemann hat in seine...
15/09/2026

Pressemeldung, 14.09.2026

Linnemann benennt Probleme – Pflegeverbände zeigen Lösungen auf!

Carsten Linnemann hat in seiner ersten Haushaltsrede als Bundesgesundheitsminister vor dem Deutschen Bundestag die Finanzlage der sozialen Pflegeversicherung als „desaströs“ bezeichnet und Einsparungen für unausweichlich erklärt. Zugleich kündigte er an, Doppelstrukturen, Fehlanreize und ineffiziente Abläufe angehen zu wollen. Im Nachgang kündigte er ein „Strukturkommission Pflege“ an, die Vorschläge für eine Umstrukturierung der Pflege unterbreiten soll.

„Zu unserem Bedauern ließ der Minister mit seiner Rede die Chance ungenutzt, seine konkreten Vorstellungen für eine tragfähige Pflegeversicherung zu skizzieren. Es mangelt derzeit nicht an Problemanzeigen oder dem Aufzeigen von Finanzierungsdefiziten durch die Politik, es mangelt aus unserer Sicht an dem politischen Willen tragfähige Lösungsvorschläge ernsthaft in Betracht zu ziehen“, fasst Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e. V., die aktuelle Situation zusammen.

Aus Sicht des bad e. V. ist die Ankündigung einer „Strukturkommission“ ein weiteres Indiz dafür, dass es der Politik weiterhin an Ideen fehlt, wie eine zukünftige Pflegeversicherung im Detail aussehen soll. Dabei liegen bereits jetzt Lösungsvorschläge vor, auf die der Minister zurückgreifen könnte. „Bereits Ende August haben verbandsübergreifend mehr als 40 Expertinnen und Experten im Rahmen der CARE KONKRET - Zukunftswerkstatt über die aktuellen Herausforderungen in der Pflege beraten und konkrete Empfehlungen an die Politik adressiert. Statt abermals eine Arbeitsgruppe als Heilsbringer anzukündigen, sollte der Minister auf die bereits vorliegende Expertise zurückgreifen und hieraus ohne weitere Verzögerungen Lösungsansätze für eine Stabilisierung der Pflegeversicherung entwickeln“, so Kapp.

Unter Beteiligung des bad e. V., der mit den drei Mitgliedern der erweiterten Bundesgeschäftsführung, Kathrin Mangold, Michael Greiner und Andreas Ditter sowie der zweiten Bundesvorsitzenden Jasmin Arbabian-Vogel in den Expertenrunden vertreten war, wurden zu fünf zentralen Themenfeldern Forderungen, aber auch Lösungsvorschläge an die Politik formuliert, die überschlägig wie folgt zusammengefasst werden können:

1. Wirtschaftlichkeit und Tarifrefinanzierung
- Die Tariftreuereglungen haben sich bewährt, müssen jedoch vollständig refinanziert werden.
- Zahlungsrückstände der Sozialhilfeträger müssen durch wirksame Maßnahmen ausgeschlossen werden.
- Vergütungsverhandlungen und Schiedsverfahren müssen durch klare gesetzliche Verfahrensreglungen zeitlich beschleunigt werden.

2. Weiterentwicklung der Pflegeversicherung
- Corona-Hilfen sind kurzfristig an die Pflegeversicherung zurückzuzahlen
- Rentenbeiträge für pflegende Angehörige sind aus der Pflegeversicherung herauszulösen
- Ausbildungskosten dürfen nicht zu Lasten der Pflegeversicherung refinanziert werden
- Behandlungspflegen in Heimen sind über die Krankenversicherung zu refinanzieren

3. Leistungs- und Versorgungsstrukturen
- Überprüfung der Struktur des Pflegegeldes innerhalb der Pflegeversicherung
- Beibehaltung, aber inhaltliche Überprüfung der Verhinderungspflege
- Leistungsanpassungen dürfen nicht zulasten der bestehenden Pflegeinfrastruktur oder zulasten der Pflegequalität erfolgen
- Strukturänderungen müssen mit ausreichend Vorlaufzeit für die Pflegeunternehmen erfolgen

4. Digitalisierung
- Ausbau der digitalen Pflegeinfrastruktur
- Nachhaltige gesetzliche Finanzierung, um Planungssicherheit für die Pflegeunternehmen zu schaffen

5. Personal
- Einführung eines digital gestützten Anerkennungsverfahrens
- Verpflichtendes Gesellschaftsjahr für jeden deutschen Staatsbürger
- Unterstützung der Träger bei der Wohnraumbeschaffung

Aus Sicht des bad e. V. zeigen diese Vorschläge, dass für die zentralen Herausforderungen der Pflegeversicherung Alternativen auf dem Tisch liegen. Kapp appelliert deshalb an die Bundesregierung, die Expertise aus der Praxis in die weiteren Beratungen einzubeziehen: „Die Pflegeverbände haben konkrete und praxistaugliche Vorschläge vorgelegt. Wenn die Bundesregierung Fehlanreize und ineffiziente Strukturen beseitigen will, sollte sie diese Impulse aufgreifen. Die Lösungen liegen auf dem Tisch und der bad e. V. steht jederzeit und nicht erst im Rahmen einer zukünftigen Strukturkommission als konstruktiver Ansprechpartner zur Verfügung.“

Pressemitteilung, 11.09.2026Das PNOG schürt Zukunftsangst!6. Drohende Überforderung der Versicherten durch direkte und v...
11/09/2026

Pressemitteilung, 11.09.2026

Das PNOG schürt Zukunftsangst!
6. Drohende Überforderung der Versicherten durch direkte und versteckte Kürzungen von finanziellen Leistungen

Der Referentenentwurf für ein Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) sorgt bei den Mitgliedern des Bundesverbandes Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. für große Unruhe. Aus Sicht der Pflegepraxis werden die geplanten Änderungen dazu führen, dass Pflegebedürftige künftig einen immer größeren Teil der Pflegekosten selbst tragen müssen.

Das befürchtet auch Marco Hägermann, 1. Vorsitzender des bad-Landesverbandes Schleswig-Holstein e.V. und Geschäftsführer der „Ambulantes Pflegeteam Hägermann & Moll GmbH“.

„Als Einrichtungsinhaber erlebe ich, wie stark Personal- und Sachkosten steigen. Pflegeleistungen werden also zwangsläufig teurer. Wenn aber der Betrag, der Pflegebedürftigen zur Verfügung steht, nicht in gleichem Maße steigt, werden sich die Menschen in der Folge immer weniger Pflege leisten können.“

Versteckte Kürzung ab 2028
Dafür verantwortlich ist nach Hägermanns Ansicht nicht erst die im PNOG-Entwurf geplante faktische Reduzierung der Dynamisierung der Leistungsbeträge, sondern auch die unzureichende Erhöhung in den vergangenen Jahren. Es handelt sich hier um eine „gut“ versteckte Leistungskürzung, die dadurch verschärft wird, dass die Personalkostensteigerung der Pflegeeinrichtungen im Rahmen der Dynamisierung keine Berücksichtigung findet.

Das PNOG wird seinem Ruf als Kürzungsgesetz auch hier gerecht: Bisher orientierte sich die Dynamisierung am kumulierten Anstieg der Kerninflationsrate der jeweils vergangenen drei Jahre. Das PNOG sieht nun vor, diese Kumulierung durch eine Durchschnittsbetrachtung zu ersetzen. Bei einer fiktiven Kerninflation in den Jahren 2025, 2026 und 2027 von jeweils 2 % würde nach der bisherigen Regelung die kumulierte, also aufsummierte Dynamisierung 6 % betragen; nach dem PNOG würde aber ab 2028 der durchschnittliche Wert zugrunde gelegt werden: 2 %! Damit droht eine verstärkte Leistungskürzung durch die Hintertür.

Das grundlegende Problem bleibt jedoch selbst bei einer unveränderten Dynamisierung bestehen: Die tatsächliche Kostenentwicklung der Pflegeeinrichtungen wird durch die Kerninflationsrate nur unzureichend bis gar nicht abgebildet. Die Entwicklung der Personalkosten dürfte auch zukünftig oberhalb der Kerninflationsrate liegen – nicht zuletzt deshalb, weil andernfalls notwendige Reallohnzuwächse für die Beschäftigten in der Pflege ausgeschlossen wären.

Hägermann bringt diesen schleichenden „Kaufkraftverlust“ auf den Punkt: „Wenn die finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung langsamer steigen als diese Kosten, können sich Pflegebedürftige von ihrem Geld immer weniger Pflege ‚kaufen‘!“

Zugang zu Pflegegraden und den damit verbundenen finanziellen Leistungen soll zukünftig erschwert werden
Hinzu komme, dass der PNOG-Entwurf gleichzeitig den Zugang zu den Pflegegraden 1 bis 3 für Erwachsene und 2 bis 4 bei Kindern erschweren wolle. „Damit treffen zwei Entwicklungen aufeinander: Die Pflege wird teurer und gleichzeitig bekommen möglicherweise weniger Menschen die finanzielle Unterstützung der Pflegeversicherung, die sie aufgrund ihres tatsächlichen Pflegebedarfs benötigen.“

So hat eine aktuelle Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ergeben, dass von den geplanten Änderungen zahlreiche Begutachtungen betroffen wären. Hochgerechnet könnten rund 492.000 Fälle jährlich einen niedrigeren oder gar keinen Pflegegrad erhalten.

Wer soll die Lücke finanzieren?
„Für mich als Pflegeunternehmer stellt sich deshalb eine ganz einfache Frage: Wer finanziert die Lücke, die durch den so entstehenden Kaufkraftverlust entsteht? Die Pflegebedürftigen können steigende Selbstbeteiligung bei der pflegerischen Versorgung nicht unbegrenzt auffangen“, so Marco Hägermann. Die Folge könne sein, dass Menschen notwendige Pflege reduzieren oder ganz darauf verzichten. „Das wäre fatal. Denn pflegebedürftig werden die Menschen dadurch nicht weniger.“

Werden am Ende nicht die Sozialhilfeträger noch stärker belastet als ohnehin schon?
Damit stellt sich eine weitere Frage, die die Politik beantworten muss: Werden am Ende nicht die Sozialhilfeträger – also insbesondere Kommunen und Länder – noch stärker belastet als ohnehin schon? Denn wenn die Pflegeversicherung weniger Leistungen finanziert und die Betroffenen die Kosten nicht selbst tragen können, dürfte die finanzielle Belastung an anderer Stelle wieder auftauchen – bei der Sozialhilfe.

Pressemitteilung, 03.09.2026Podiumsdiskussion zur Zukunft der Pflege in Göttingen:„Die Einsicht, dass das PNOG verändert...
03/09/2026

Pressemitteilung, 03.09.2026

Podiumsdiskussion zur Zukunft der Pflege in Göttingen:
„Die Einsicht, dass das PNOG verändert werden muss, ist da – jetzt müssen Taten folgen!“

Unter dem Titel „Fokus Pflege: Sind Versorgungslücken (un-)vermeidbar?“ diskutierten Andreas Kern, Bundesvorsitzender des bad e.V., Fritz Güntzler MdB (CDU), Katrin Staffler MdB (CSU) und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung sowie Nicole Glöckner, Pflegedienstleitung des Gemeindepflegedienstes Göttingen Nord e. V., über die Zukunft der pflegerischen Versorgung – insbesondere über das im Gesetzgebungsverfahren befindliche Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG).

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse: Unter den rund 70 Besucherinnen und Besuchern war gut die Hälfte selbst in der Pflege tätig. Für den bad-Vorsitzenden Andreas Kern war die Veranstaltung vor allem deshalb ein Erfolg, weil es gelungen sei, die Perspektiven und konkreten Probleme der Pflegepraxis unmittelbar mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundespolitik zu diskutieren. „Ich habe an diesem Abend mehrfach meinen Lieblingssatz gehört: ‚Sie haben recht, Herr Kern‘“, berichtet Kern. Sowohl Fritz Güntzler als auch Katrin Staffler hätten bei zahlreichen Forderungen des bad e.V. Zustimmung signalisiert. „Das zeigt: Kern machte in der Diskussion deutlich, dass die Herausforderungen der Pflege nicht mit einzelnen Änderungen oder kurzfristigen Maßnahmen zu lösen sind.

„Die Pflege muss grundlegend reformiert werden. Wir brauchen einen großen Wurf statt lediglich ein Sparpaket! Statt Leistungen einzuschränken, müssten die eigentlichen Finanzierungsprobleme der Pflegeversicherung angegangen werden. Dazu gehören:

- die vollständige Erstattung der pandemiebedingten Aufwendungen der sozialen Pflegeversicherung durch den Bund,
- die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen, insbesondere der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende An- und Zugehörige, künftig aus Steuermitteln,
- eine Zusammenlegung oder ein fairer Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung,
- eine Reduktion der Anzahl der Kranken- und Pflegekassen sowie
- die Einführung einer freiwilligen gesetzlichen Pflegevollversicherung der SPV
Und bei dieser Reform müssen alle Protagonisten an einen Tisch – vor allem diejenigen, die täglich für die Versorgung der Menschen einstehen.“

Auch die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Katrin Staffler zeigte sich offen für die von Kern angesprochenen Punkte. Auf zahlreiche Forderungen des bad e.V. hatte sie mit den Worten reagiert: „Da sind wir dran. Da wird sich noch etwas tun.“ Für Kern ist das ein wichtiges Signal: „Nun muss die Politik beweisen, dass sie die Erfahrungen der Praxis tatsächlich in ihre Entscheidungen einfließen lässt.“

Der Gastgeber des Abends, Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler, zeigte sich nach Einschätzung des bad e.V. beeindruckt von der Komplexität und Emotionalität des Themas Pflege. Gerade der direkte Austausch mit Praktikern habe deutlich gemacht, wie weitreichend politische Entscheidungen die tägliche Arbeit und damit letztlich die Versorgung der Menschen beeinflussen.

„Unser Dank gilt allen Beteiligten und insbesondere den vielen Pflegekräften, die sich an der Diskussion beteiligt haben“, so Kern. „Wir nehmen aus der Veranstaltung mit, dass unsere Argumente gehört werden. In Richtung Berlin senden wir deshalb noch einmal ein klares Signal: Der bad e.V. ist bereit, sich konstruktiv und mit seiner Expertise in den politischen Diskurs einzubringen. Wir erwarten aber auch, dass die Erfahrungen und Forderungen der Praxis bei den anstehenden Entscheidungen tatsächlich berücksichtigt werden.“

Pressemitteilung, 02.09.2026PNOG – Pflegeverbände demonstrieren Geschlossenheit und senden klares Signal an die Politik ...
02/09/2026

Pressemitteilung, 02.09.2026

PNOG – Pflegeverbände demonstrieren Geschlossenheit und senden klares Signal an die Politik

Auf Einladung des Fachverlages Vincentz Network fanden sich am Montag, 31. August 2026, mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter von Pflege-, Träger- und Berufsverbänden zusammen, um über die geplante Pflegereform zu beraten und gemeinsam Position zu beziehen. Der bad e.V. wurde durch bad-Bundesvorstand Jasmin Arbabian-Vogel sowie die Mitglieder der erweiterten Geschäftsführung, Kathrin Mangold, Michael Greiner und Andreas Ditter vertreten.

„Als bad e.V. positionieren wir uns seit Monaten und mit einer Vielzahl von Aktionen gegen die geplante Gesetzesreform und zeigen der Politik unermüdlich Alternativen und Lösungswege auf, die aus unserer Sicht die geplanten Sparmaßnahmen obsolet machen würden. Die gemeinsame Positionierung mit so vielen Akteuren der Pflegebranche ist für uns ein weiterer Baustein unserer Kampagne und ein klares Signal an die politischen Verantwortlichen: Die Pflege agiert im Schulterschluss über verbandliche Grenzen hinweg und positioniert sich klar gegen das PNOG“, so Andreas Ditter.

In sogenannten Masterclasses zu den Schwerpunktthemen Wirtschaftlichkeit und Tarifrefinanzierung, Finanzierung, Leistungs- und Versorgungsstrukturen, Digitalisierung sowie Personal fand ein intensiver Austausch mit dem Ziel einer gemeinsamen Positionierung statt.

„Die Detailtiefe der Diskussionen hat deutlich gemacht, wie viel pflegefachlicher und unternehmerischer Sachverstand auf Einladung des Vincentz-Verlages zusammengekommen ist. Gemeinsam konnten wir dem Vorwurf trotzen, immer nur Forderungen zu stellen und keine Lösungsideen zu haben. Auch wenn jeder Verband und jeder Akteur naturgemäß eigene Schwerpunkte setzt und unterschiedliche Perspektiven auf die einzelnen Themenbereiche einbringt, wurden konkrete Lösungsansätze formuliert, die anders als das ‚Sparpaket‘ der Bundesregierung auf gute bestehende Strukturen aufbaut und zugleich die einzelnen Bereiche auf den Prüfstand stellt“, fasst Kathrin Mangold die Inhalte der Expertenrunden zusammen.

Im Schulterschluss mit den weiteren Pflegeverbänden spricht sich der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. weiterhin klar gegen die geplante Gesetzesreform aus: Hinter dem Gesetzestitel „Pflege-Neuausrichtung“ verbirgt sich nicht mehr als ein Spargesetz, dass nicht geeignet ist, die Pflege langfristig zu sichern.

„Um es klar zu benennen: Das PNOG stellt einen Frontalangriff auf Pflegebedürftige, Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen dar. Personalaufwendungen sollen nicht vollständig refinanziert, Leistungen gekürzt und die Pflegeinfrastruktur dauerhaft geschwächt werden. Diese Folgen werden mutwillig vom Gesetzgeber in Kauf genommen, um kurzfristig Ausgaben einzusparen. Im Interesse unserer Mitglieder beziehen wir hier weiterhin klar und sehr gerne gemeinsam mit allen weiteren Akteuren der Pflegebranche Stellung. Daher bedanken wir uns ausdrücklich bei den Verantwortlichen des Vincentz-Verlages, die die Plattform für einen solchen Austausch bereitgestellt haben“, so Michael Greiner zusammenfassend.

„Die Geschlossenheit, die bei diesem Treffen sichtbar geworden ist, macht Mut. Bei allen unterschiedlichen Perspektiven eint uns die Überzeugung, dass eine zukunftsfähige Pflegepolitik nicht bei kurzfristigen Einsparungen ansetzen darf“, sagt bad-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kapp. „Wir werden deshalb den gemeinsamen Dialog fortsetzen und uns weiterhin konstruktiv, aber mit der notwendigen Klarheit in die politische Diskussion einbringen.“

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