Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e.V.

Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e.V. Berufsverband für ambulante, teilstationäre und vollstationäre Pflegeeinrichtungen Der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e.V.

(bad e.V.) mit seinem Hauptsitz in Essen wurde 1988 gegründet. Er vertritt die Interessen von bundesweit weit über 1200 zumeist privat geführten Pflegediensten und -einrichtungen und stellt damit einen der großen Leistungserbringerverbände in der Wachstumsbranche Pflege und Betreuung dar. Ziel seiner Arbeit ist es, die Qualität und die Bedingungen der Leistungserbringung der ambulanten und (teil-)

stationären Pflege zu verbessern. Der bad e.V. und seine Landesverbände bzw. Landesvertreter führen Verhandlungen unter anderem zu Vergütungsbedingungen für Pflegedienste und Pflegesätze für Heime. ist Vereinbarungspartner nach §113 SGB XI und somit in den branchenrelevanten Gremien auf Bundesebene vertreten und wird zu Änderungen pflegerelevanter Gesetze angehört.

Pressemitteilung, 03.09.2026Podiumsdiskussion zur Zukunft der Pflege in Göttingen:„Die Einsicht, dass das PNOG verändert...
03/09/2026

Pressemitteilung, 03.09.2026

Podiumsdiskussion zur Zukunft der Pflege in Göttingen:
„Die Einsicht, dass das PNOG verändert werden muss, ist da – jetzt müssen Taten folgen!“

Unter dem Titel „Fokus Pflege: Sind Versorgungslücken (un-)vermeidbar?“ diskutierten Andreas Kern, Bundesvorsitzender des bad e.V., Fritz Güntzler MdB (CDU), Katrin Staffler MdB (CSU) und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung sowie Nicole Glöckner, Pflegedienstleitung des Gemeindepflegedienstes Göttingen Nord e. V., über die Zukunft der pflegerischen Versorgung – insbesondere über das im Gesetzgebungsverfahren befindliche Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG).

Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse: Unter den rund 70 Besucherinnen und Besuchern war gut die Hälfte selbst in der Pflege tätig. Für den bad-Vorsitzenden Andreas Kern war die Veranstaltung vor allem deshalb ein Erfolg, weil es gelungen sei, die Perspektiven und konkreten Probleme der Pflegepraxis unmittelbar mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundespolitik zu diskutieren. „Ich habe an diesem Abend mehrfach meinen Lieblingssatz gehört: ‚Sie haben recht, Herr Kern‘“, berichtet Kern. Sowohl Fritz Güntzler als auch Katrin Staffler hätten bei zahlreichen Forderungen des bad e.V. Zustimmung signalisiert. „Das zeigt: Kern machte in der Diskussion deutlich, dass die Herausforderungen der Pflege nicht mit einzelnen Änderungen oder kurzfristigen Maßnahmen zu lösen sind.

„Die Pflege muss grundlegend reformiert werden. Wir brauchen einen großen Wurf statt lediglich ein Sparpaket! Statt Leistungen einzuschränken, müssten die eigentlichen Finanzierungsprobleme der Pflegeversicherung angegangen werden. Dazu gehören:

- die vollständige Erstattung der pandemiebedingten Aufwendungen der sozialen Pflegeversicherung durch den Bund,
- die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen, insbesondere der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende An- und Zugehörige, künftig aus Steuermitteln,
- eine Zusammenlegung oder ein fairer Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung,
- eine Reduktion der Anzahl der Kranken- und Pflegekassen sowie
- die Einführung einer freiwilligen gesetzlichen Pflegevollversicherung der SPV
Und bei dieser Reform müssen alle Protagonisten an einen Tisch – vor allem diejenigen, die täglich für die Versorgung der Menschen einstehen.“

Auch die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Katrin Staffler zeigte sich offen für die von Kern angesprochenen Punkte. Auf zahlreiche Forderungen des bad e.V. hatte sie mit den Worten reagiert: „Da sind wir dran. Da wird sich noch etwas tun.“ Für Kern ist das ein wichtiges Signal: „Nun muss die Politik beweisen, dass sie die Erfahrungen der Praxis tatsächlich in ihre Entscheidungen einfließen lässt.“

Der Gastgeber des Abends, Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler, zeigte sich nach Einschätzung des bad e.V. beeindruckt von der Komplexität und Emotionalität des Themas Pflege. Gerade der direkte Austausch mit Praktikern habe deutlich gemacht, wie weitreichend politische Entscheidungen die tägliche Arbeit und damit letztlich die Versorgung der Menschen beeinflussen.

„Unser Dank gilt allen Beteiligten und insbesondere den vielen Pflegekräften, die sich an der Diskussion beteiligt haben“, so Kern. „Wir nehmen aus der Veranstaltung mit, dass unsere Argumente gehört werden. In Richtung Berlin senden wir deshalb noch einmal ein klares Signal: Der bad e.V. ist bereit, sich konstruktiv und mit seiner Expertise in den politischen Diskurs einzubringen. Wir erwarten aber auch, dass die Erfahrungen und Forderungen der Praxis bei den anstehenden Entscheidungen tatsächlich berücksichtigt werden.“

Pressemitteilung, 02.09.2026PNOG – Pflegeverbände demonstrieren Geschlossenheit und senden klares Signal an die Politik ...
02/09/2026

Pressemitteilung, 02.09.2026

PNOG – Pflegeverbände demonstrieren Geschlossenheit und senden klares Signal an die Politik

Auf Einladung des Fachverlages Vincentz Network fanden sich am Montag, 31. August 2026, mehr als 40 Vertreterinnen und Vertreter von Pflege-, Träger- und Berufsverbänden zusammen, um über die geplante Pflegereform zu beraten und gemeinsam Position zu beziehen. Der bad e.V. wurde durch bad-Bundesvorstand Jasmin Arbabian-Vogel sowie die Mitglieder der erweiterten Geschäftsführung, Kathrin Mangold, Michael Greiner und Andreas Ditter vertreten.

„Als bad e.V. positionieren wir uns seit Monaten und mit einer Vielzahl von Aktionen gegen die geplante Gesetzesreform und zeigen der Politik unermüdlich Alternativen und Lösungswege auf, die aus unserer Sicht die geplanten Sparmaßnahmen obsolet machen würden. Die gemeinsame Positionierung mit so vielen Akteuren der Pflegebranche ist für uns ein weiterer Baustein unserer Kampagne und ein klares Signal an die politischen Verantwortlichen: Die Pflege agiert im Schulterschluss über verbandliche Grenzen hinweg und positioniert sich klar gegen das PNOG“, so Andreas Ditter.

In sogenannten Masterclasses zu den Schwerpunktthemen Wirtschaftlichkeit und Tarifrefinanzierung, Finanzierung, Leistungs- und Versorgungsstrukturen, Digitalisierung sowie Personal fand ein intensiver Austausch mit dem Ziel einer gemeinsamen Positionierung statt.

„Die Detailtiefe der Diskussionen hat deutlich gemacht, wie viel pflegefachlicher und unternehmerischer Sachverstand auf Einladung des Vincentz-Verlages zusammengekommen ist. Gemeinsam konnten wir dem Vorwurf trotzen, immer nur Forderungen zu stellen und keine Lösungsideen zu haben. Auch wenn jeder Verband und jeder Akteur naturgemäß eigene Schwerpunkte setzt und unterschiedliche Perspektiven auf die einzelnen Themenbereiche einbringt, wurden konkrete Lösungsansätze formuliert, die anders als das ‚Sparpaket‘ der Bundesregierung auf gute bestehende Strukturen aufbaut und zugleich die einzelnen Bereiche auf den Prüfstand stellt“, fasst Kathrin Mangold die Inhalte der Expertenrunden zusammen.

Im Schulterschluss mit den weiteren Pflegeverbänden spricht sich der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. weiterhin klar gegen die geplante Gesetzesreform aus: Hinter dem Gesetzestitel „Pflege-Neuausrichtung“ verbirgt sich nicht mehr als ein Spargesetz, dass nicht geeignet ist, die Pflege langfristig zu sichern.

„Um es klar zu benennen: Das PNOG stellt einen Frontalangriff auf Pflegebedürftige, Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen dar. Personalaufwendungen sollen nicht vollständig refinanziert, Leistungen gekürzt und die Pflegeinfrastruktur dauerhaft geschwächt werden. Diese Folgen werden mutwillig vom Gesetzgeber in Kauf genommen, um kurzfristig Ausgaben einzusparen. Im Interesse unserer Mitglieder beziehen wir hier weiterhin klar und sehr gerne gemeinsam mit allen weiteren Akteuren der Pflegebranche Stellung. Daher bedanken wir uns ausdrücklich bei den Verantwortlichen des Vincentz-Verlages, die die Plattform für einen solchen Austausch bereitgestellt haben“, so Michael Greiner zusammenfassend.

„Die Geschlossenheit, die bei diesem Treffen sichtbar geworden ist, macht Mut. Bei allen unterschiedlichen Perspektiven eint uns die Überzeugung, dass eine zukunftsfähige Pflegepolitik nicht bei kurzfristigen Einsparungen ansetzen darf“, sagt bad-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kapp. „Wir werden deshalb den gemeinsamen Dialog fortsetzen und uns weiterhin konstruktiv, aber mit der notwendigen Klarheit in die politische Diskussion einbringen.“

Der erste Tag auf der Medcare ist schon sehr gut gelaufen. Viele interessante Begegnungen haben wir bereits hinter uns. ...
01/09/2026

Der erste Tag auf der Medcare ist schon sehr gut gelaufen. Viele interessante Begegnungen haben wir bereits hinter uns. Morgen sind wir wieder vor Ort und freuen uns auf Euch!

Pressemitteilung, 28.08.2026Pflegeeinrichtungen schlagen Alarm – PNOG-Pläne verschärfen die wirtschaftliche Unsicherheit...
28/08/2026

Pressemitteilung, 28.08.2026
Pflegeeinrichtungen schlagen Alarm – PNOG-Pläne verschärfen die wirtschaftliche Unsicherheit

Die wirtschaftliche Stimmung in den Pflegeeinrichtungen verschlechtert sich dramatisch. Wie die jüngsten Zahlen einer Erhebung der Baden-Württembergischen Krankenhaus-Gesellschaft (BWKG-Indikator) zeigen, rechnen 39,5 Prozent der Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg mit einer weiteren Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage. Nur 4,7 Prozent erwarten eine Verbesserung – so wenige wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2010. Gleichzeitig erwarten 26,9 Prozent der Geschäftsführungen für das Jahr 2026 ein negatives Betriebsergebnis.

Für den Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad e.V.) sind diese Zahlen ein unübersehbares Warnsignal. „Die Stimmung in der Pflege ist auf einem historischen Tiefpunkt. Und die Politik setzt genau jetzt mit den Einsparplänen des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) ein weiteres fatales Signal“, erklärt Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e.V.

Pflegeeinrichtungen sind auf wirtschaftliche Sicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen zwingend angewiesen. Bereits heute ist die Branche schwer belastet durch unzureichende Refinanzierungen von Personal- und Betriebskosten sowie einem sich verschärfenden Fachkräftemangel. In dieser Gemengelage sorgen die geplanten Regelungen des PNOG für zusätzliche Unsicherheit.

Gehaltssteigerungen müssen voll refinanziert werden
Besonders kritisch sieht der bad e.V. die drohenden Einschränkungen der Refinanzierung von tatsächlichen Gehaltssteigerungen. „Erste Abstriche bei der vollständigen Refinanzierung von Gehaltssteigerungen sind für den Bereich der häuslichen Krankenpflege bereits mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen worden. Mit dem PNOG droht nun eine Ausweitung der Sparvorgaben auf den gesamten Pflegebereich. Für die Einrichtungen bedeute dies eine gefährliche Kombination: steigende Personalkosten bei gleichzeitig gedeckelter Refinanzierung,“ warnt Andrea Kapp.

Parallel blieben die Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Bindung von Pflegepersonal bestehen. Gerade angesichts des anhaltenden Fachkräftebedarfs sei es widersinnig, den Einrichtungen auf der einen Seite bessere Löhne abzuverlangen und ihnen auf der anderen Seite die vollständige Refinanzierung dieser Löhne zu verwehren.

Die aktuelle Erhebung in Baden-Württemberg müsse als dringender Weckruf verstanden werden. Wenn in einem Bundesland bereits heute mehr als ein Viertel der Geschäftsführungen mit einem negativen Betriebsergebnis rechne und gleichzeitig so wenige Einrichtungen wie nie zuvor eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage erwarteten, könne die politische Antwort nicht in weiteren Kürzungen bestehen. Andrea Kapp dazu: „Die Pflegeeinrichtungen brauchen jetzt Klarheit statt weiterer Unsicherheiten und Belastungen. Wer die pflegerische Versorgung sichern will, muss auch die wirtschaftliche Grundlage der Einrichtungen dauerhaft sichern!“

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