26/08/2026
Im Kopfstand wird das Gehirn besser durchblutet – das hört man immer wieder. Klingt einleuchtend: Kopfüber müsste doch mehr Blut nach oben fließen und uns wach und klar machen. Ist aber ein Mythos.
Dein Körper hält die Durchblutung deines Gehirns nämlich von ganz allein konstant – egal, ob du stehst, liegst oder kopfüber bist. Dieser Schutzmechanismus heißt zerebrale Autoregulation: Der Blutfluss zum Gehirn bleibt stabil, in fast jeder Lage.
Und das ist auch gut so. Würde im Kopfstand wirklich mehr Blut ins Gehirn strömen, würde der Druck im Schädelinneren steigen – der sogenannte intrakranielle Druck. Alles andere als wünschenswert. Dass dein Körper das reguliert, ist ein kluger Schutz und kein Mangel.
Was du im Kopfstand tatsächlich spürst: Deine Gesichts- und Kopfhaut werden stärker durchblutet. Daher das warme, frische, leicht kribbelnde Gefühl im Gesicht.
Der Kopfstand kann trotzdem viel. Er fordert deine Mitte, schult Balance und Konzentration und schenkt dir einen neuen Blickwinkel – im Wortsinn. Neugierig? Dann übe ihn mit uns, sicher und Schritt für Schritt.
Speicher dir den Beitrag, wenn du magst – und schreib mir in die Kommentare, welchen Yoga-Mythos ich mir als Nächstes vornehmen soll.