30/07/2026
Wir haben Zwillinge, sie werden bald 6.
Und ja, wirklich: sie mussten noch nie ihr Zimmer aufräumen.
Warum?
Ich bin überzeugt: Wenn ich sie dränge, ihr Zimmer aufzuräumen, baue ich uns einen Konflikt, der unlösbar ist. Abends, nach einem Kindergartentag, mit müden Kindern – Hilfe, das kann nur schiefgehen.
So ein Zimmer aufzuräumen ist eine komplexe Sache.
(Ehrlich gesagt, das können viele Erwachsene nicht wirklich.)
Ich vertraue darauf, dass meine Kinder das System von Aufräumen lernen, indem sie Ordnung erleben.
Wo finde ich was?
Wo gehört was hin?
Wie fühlt es sich an, wenn alles schön und aufgeräumt ist?
Und dass sie es nutzen werden, sobald ihr Gehirn entwicklungsphysiologisch bereit dafür ist. (Und das wird – nur so als Info – wahrscheinlich frühestens mit 8-10 Jahren sein...🙂)
Ohne, dass ich Druck mache und schimpfe. Ohne „müsst ihr immer so ein Chaos veranstalten?“ oder „jetzt räum endlich auf“ oder „wenn du nicht aufräumst, darfst du nicht Fernsehen.“
Wir kennen sie doch alle, diese Sätze…
Woran ich merke, dass wir auf dem richtigen Weg sind?
Manchmal sagt meine Tochter: „Mama, kannst du mir meinen Schreibtisch ein wenig aufräumen, damit ich Platz zum Malen hab?“
Das reicht mir als Hinweis ♥️
Wenn dich das berührt und du dir Begleitung wünschst für dein bewusstes Elternsein, schreib mir „VERBINDUNG“